Zum Landesgestüt Marbach

Rundwanderung im oberen Talabschnitt der Großen Lauter; mehrere Anstiege; Rundblick vom Sternberg-Aussichtsturm. (Autor: Ute und Peter Freier)
12 km
410 m
3.00 h
Vom Rathaus in Gomadingen gehen Sie zur Durchgangsstraße, überqueren sie und steigen recht steil an: zunächst in der Schömbergstraße (Markierung: gelbe Raute, Steingebronn), in der Haldenstraße nach links, nach 200 m rechts in der Straße Sonnenhalde. Am Ortsrand auf einem nach Steingebronn führenden Sträßchen weiter leicht ansteigen und rechts abbiegen auf einen Wirtschaftsweg (gelbe Raute), der an der Kuppe des Schömbergs (773 m) entlangführt. Zwischen einigen Wochenendhäusern hindurch gelangen Sie zum asphaltierten Bermannstalweg (30 Min.) im flachen Bermannstal.
Nach rechts (gelbe Raute) zum Waldrand und nach wenigen Metern auf einem breiten Weg halb links leicht bergauf (keine Markierung) durch einen schmalen Waldstreifen. Bei einigen Koppeln des Gestüts Marbach kreuzen Sie einen quer laufenden Fahrweg – zur Rechten der Sommerstall für die Vollblut-Araberstuten – und passieren die Grabstelle eines erfolgreichen Zuchthengsts. Das Sträßchen mündet in eine Allee ein, auf der Sie nach rechts bergab (gelbe Gabel) das Landesgestüt Marbach erreichen. Vorbei am Turnierplatz und mehreren Stallgebäuden gelangen Sie zum Gestütshof (1 Std.) mit Wohn- und Verwaltungsgebäuden sowie Hengstställen.
Der Straße Gomadingen–Buttenhausen folgen Sie nach rechts und biegen nach 100 m links ab auf ein nach Ödenwaldstetten führendes Sträßchen (gelbes Dreieck, Wanderheim Sternberg). Hier überqueren Sie die Große Lauter sowie eine eine Bahnlinie und folgen den Gleisen nach rechts talaufwärts (HW 1) gut 1 km weit, biegen links ab und stoßen auf die Straße Gomadingen – Ödenwaldstetten (1:30 Std.).
Auf der Straße nach links und gleich darauf rechts abbiegen auf einen Wirtschaftsweg, der im Wolfstal, einem Trockental, leicht ansteigt. Am Waldrand wenden Sie sich nach rechts (roter Balken) auf den Lerchentalweg und steigen nun am bewaldeten Südosthang des Sternbergs an. Diesen Weg verlassen Sie wenige Minuten später nach links (roter Balken) und steigen nun steiler auf zu einer weitläufigen Wacholderheide. Am Rand der Heidefläche und vorbei an einer Doline erreichen Sie den Gipfel des Sternbergs (844 m; 2 Std.).
Der Sternberg ist einer der wenigen zum so genannten Schwäbischen Vulkan gehörenden Vulkanschlote, in denen vor rund 15–17 Mill. Jahren Magma bis an die Erdoberfläche drang. Auf dem Gipfel befinden sich ein Albvereins-Wanderheim und eine Grillstelle sowie ein jederzeit zugänglicher Aussichtsturm, von dem sich ein weiter Blick bietet: nach Norden bis zur Teck, nach Süden – bei entsprechendem Wetter – bis zu den Alpen.
Vom Wanderheim aus führt der Weg (gelbes Dreieck, Offenhausen, Burgenweg) bergab, passiert einen ehemaligen Basaltbruch und bemooste Schwammstotzen. Am Fuß des Sternbergs überqueren Sie die Straße Gomadingen-Bernloch und folgen einer Allee hinunter zu dem idyllisch gelegenen Weiler Offenhausen (2:15 Std.).
In dem ehemaligen Dominikanerinnenkloster (1258–1575) sind die Hengst-Aufzuchtstation des Gestüts Marbach sowie ein Gestütsmuseum untergebracht, im zugänglichen einstigen Klostergarten entspringt die Große Lauter. Auf demselben Weg kehren Sie zurück, überqueren wieder die Straße Gomadingen-Bernloch und biegen am Waldrand links ab (keine Markierung; Ausschilderung: Panoramaweg). Der Forstweg steigt am Nordhang des Sternbergs zunächst entlang des Waldrands leicht an und ermöglicht einen Ausblick auf das Lautertal mit Gomadingen. In einem weiten Rechtsbogen führt der Weg in den Wald hinein, kreuzt einen breiten Pfad und mündet in einen Schotterweg (ca. 2:45 Std.).
Nach links bergab (gelbe Raute) gelangen Sie auf eine Wacholderheide mit dem Rast- und Spielplatz Kälbersberg, von dem ein Pfad am rechten Rand der Heidefläche weiterführt zum Ortsrand von Gomadingen. Der Hollenbergstraße folgen Sie nach rechts bergab, wenden sich in der Brunnenstraße nach links und biegen rechts ein in die Hülbenstraße, die zu Ihrem Ausgangspunkt zurückführt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied410 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktGomadingen im Großen Lautertal.
EndpunktGomadingen.
TourencharakterSeit über 400 Jahren werden im Landesgestüt Marbach Pferde gezüchtet. Über die Entwicklung der Pferdezucht informiert das Gestütsmuseum in Offenhausen, eine Zweigstelle des Gestüts.
Beste Jahreszeit
KartentippLVA B-W-Freizeitkarte 524 (Bad Urach), 1 : 50 000.
MarkierungenGelbe Raute, gelbe Gabel, gelbes Dreieck, roter Balken, gelbe Raute; zwei Streckenabschnitte ohne Markierung.
VerkehrsanbindungPKW: Von Reutlingen B 312 in Richtung Sigmaringen / Zwiefalten und bei Engstingen abbiegen in Richtung Münsingen; in Gomadingen ein Parkplatz hinter dem Rathaus. Bus: Linie Reutlingen–Münsingen, in Gomadingen Haltestelle Rathaus.
GastronomieBeim Gestüt, in Gomadingen, Marbach und Offenhausen; AV-Wanderheim auf dem Sternberg (geöffnet Sa ab14 Uhr, Sonn- und Feiertag bis 17 Uhr).
Tipps
Zwischen Anfang Mai und Mitte Oktober besteht die Möglichkeit, an Sonn- und Feiertagen mit der Schwäbischen Alb Bahn anzureisen. Der nostalgische Schienenbus »Ulmer Spatz«, der zwischen Ulm und Kleinengstingen verkehrt, hält auch in Gomadingen (Auskunft: Tel. 07317/92 11 03). Im Landesgestüt Marbach Zucht von württembergischen Warmblutpferden, arabischen Vollblut- und schweren Kaltblutpferden (ganzjährig täglich 8–17 Uhr); im Gestütsmuseum Offenhausen Exponate, Dias und Videofilm zum Thema Pferdezucht (im Sommer Di–Fr 14–17, Sa 13–17, So 10–12 und 13–17 Uhr).
Unterkunft
In Gomadingen u. a. Gasthaus Zum Lamm (Tel. 07385/9 61 50).
Tourismusbüro
Marktplatz 2, 72532 Gomadingen, Tel. 07385/96 96 33, Fax 96 96 22, Internet www.gomadingen.de

Lust bekommen? Noch mehr Touren finden Sie in unserem Buchtipp:

Ute und Peter Freier

Schwäbische Alb

40 Halbtages- und Tagestouren durch die abwechslungsreiche Landschaft der Schwäbischen Alb für die ganze Familie

Jetzt bestellen
Mehr zum Thema