Zum Großen Pohlshorn

Angenehme Wanderung auf bequemen Wegen; von den Pohlshörnern schöne Ausblicke (Autor: Tassilo Wengel)
14 km
96 m
4.00 h
Von Saupsdorf nach Hinterhermsdorf.
Von der Ortsmitte aus verlassen wir Saupsdorf über die Wachbergstraße. Anfangs auf einer Asphaltstraße wandernd, gewinnen wir allmählich an Höhe und folgen bald einem Wiesenweg, der sich auf den Wachberg hinaufzieht. Nach 25 Minuten Wanderzeit oben angekommen, bietet sich in der Wachbergbaude – einer Gaststätte mit einem herrlichen Panoramablick bis zum Erzgebirge von der Sonnenterrasse – eine Verschnaufpause an.
Nach der Rast folgen wir dem Dr.-A.-Meiche-Weg in Richtung Hinterhermsdorf mit der Markierung blauer Querstrich. Auf einem breiten Waldweg geht es abwärts. Der Weg mündet auf eine Asphaltstraße, auf der wir wenige Meter gehen und dann nach links auf einen schönen Waldweg einbiegen. Immer noch leicht abwärts führend, wird der Weg allmählich schmaler, steigt dann einen Hang hinauf und führt als Wurzelweg am Waldrand entlang. Wir kommen an einer kleinen Schutzhütte vorbei, genießen nach rechts den schönen Ausblick auf Wiesen und Wälder, bevor der Weg nach links schwenkt. Er führt nun durch Hochwald an eine Gabelung mit auffallend viel Adlerfarn. Dort halten wir uns rechts und gehen steil abwärts.
Nachdem wir eine kleine Holzbrücke überquert haben, wenden wir uns beim Wegweiser »Grenzübergang für Touristen Nixdorf/Mikulásovice« nach links. Auf ansteigendem Waldweg, der dann in einen Wiesenweg übergeht, gelangen wir etwa eineinviertel Stunden nach unserem Aufbruch von der Wachbergbaude auf die Alte Nixdorfer Straße. Hier stehen ein Wegweiser und eine Schutzhütte. Links geht es zum Grenzübergang nach Tschechien. Wir wenden uns nach rechts und wandern auf einer schönen Lindenallee die Alte Nixdorfer Straße entlang. Sie ist ein Teilstück der alten Böhmerstraße, einer Verbindung zwischen Böhmisch Kamnitz und dem sogenannten Niederland. Die Straße wurde zur Umgehung der hohen Elbzölle genutzt, weshalb es im Jahr 1525 eine Zollstation in Hinterhermsdorf gab. Beim Näherkommen können wir einen schönen Blick auf Hinterhermsdorf werfen, bevor wir beim Haus des Gastes die Ortsmitte erreichen.
Zu den beiden Pohlshörnern.
In der Ortsmitte von Hinterhermsdorf gehen wir geradeaus weiter, am großen Parkplatz und Sitzplatz mit Wegweiser vorbei, und folgen dem Wegweiser zum Großen Pohlshorn. Die Markierung grüner Querstrich führt uns kurz danach rechts in eine kleine Straße, die am Gemeindeamt vorbei zu einem modernen Brunnen vor einem sehr schönen Umgebindehaus führt. Wir verlassen den Ort auf der Hauptstraße und folgen ihr zunächst weiter abwärts, bis wir zum Abzweig nach Räumicht gelangen. Dort schwenken wir nach links und wandern auf einem breiten Waldweg bis zu einer Schutzhütte mit dem Wegweiser »Großes Pohlshorn 20 Min.«.
Wir kommen am Abzweig zum Kleinen Pohlshorn vorbei, zu dem sich ein Abstecher lohnt, weil die Aussicht von dort noch schöner ist als vom Großen Pohlshorn. Danach kehren wir zu unserem Wanderweg zurück und erreichen schließlich auf einem schmalen, durch Jungwuchs sich dahinziehenden Pfad das Große Pohlshorn. Es ist ein wenig besuchter Aussichtspunkt, obwohl das Panorama auf die Hintere Sächsische Schweiz sehenswert ist.
Über Sturmbauers Eck nach Saupsdorf.
Von hier kehren wir zurück zu der Schutzhütte mit dem Wegweiser Richtung Pohlshorn und folgen nun dem Wegweiser zur Räumichtmühle und nach Saupsdorf. Zunächst wandern wir durch einen Hohlweg, der bald recht steinig wird, und gelangen zur Straße. Dort wenden wir uns nach links (Wegweiser Sturmbauers Ecke 10 Min., Saupsdorf 1 Std.) und gehen am Straßenrand entlang, bis wir zu einem Parkplatz kommen. Kurz davor nehmen wir auf der rechten Straßenseite die Treppen nach oben. Es folgt ein steiler Weg über Wurzeln, bis wir am Aussichtspunkt Sturmbauers Eck mit einer Bank angekommen sind.
Von hier aus wandern wir anfangs auf einem schönen Waldweg, kommen an einer Streuobstwiese vorbei und erreichen schließlich einen kleinen Rastplatz mit großer Lärche und einer Bank. Dort halten wir uns links, gehen einen Wiesenweg entlang und stoßen in Saupsdorf auf die Hauptstraße. Wenige Meter nach rechts gehend, sind wir zurück am Ausgangspunkt der Tour, der Wachbergstraße.

GEHZEITEN.
Saupsdorf – Alte Nixdorfer Straße 11/4 Std. – Hinterhermsdorf 3/4 Std. – Pohlshorn 1 Std. – Saupsdorf 11/4 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied96 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSaupsdorf
EndpunktSaupsdorf
TourencharakterAbseits imposanter Steine, bizarrer Felsen und spektakulärer Aussichtspunkte wartet die wenig frequentierte Wanderung zum Großen Pohls- horn dennoch mit überraschenden Eindrücken auf, nicht zuletzt mit einem außergewöhnlich schönen Blick auf die großartige Landschaft auf der gegenüberliegenden Seite des Kirnitzschtales.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte 1 - 25000 mit Wanderwegen des Landesvermessungsamtes Sachsen, Blatt 45
VerkehrsanbindungMit dem Auto auf der A13 bis zur Anschlussstelle Radeburg, über Stolpen und Hohnstein nach Sebnitz, dort Richtung Hinterhermsdorf bis Saupsdorf. Mit der Bahn bis Sebnitz, weiter per Bus
GastronomieSaupsdorf - Berggaststätte Wachbergbaude, Wachbergstr. 66, Tel. 035974/50330. Hinterhermsdorf: Gaststätte Zum Wanderstübel, Schandauer Str. 64, Tel. 035974/50570; Räumichtmühle, Vorderes Räumicht 10, Tel. 035947/50416, tägl. außer Do/Fr 11–15 Uhr
Tipps
EINKEHR-TIPPS. Auf dem Gipfel des Wachberges in 496 Meter Höhe lädt die Wachbergbaude zum Übernachten und Rasten ein. Während nach Norden dichter Wald die Berggaststätte umgibt, bietet sich von der Liegewiese, der Veranda oder der großen Sonnenterrasse nach Süden hin ein atemberaubender Blick. Am Fuß des Wachberges liegt umgeben von einer malerischen Landschaft aus Feldern, Wiesen und Wäldern Saupsdorf. Dahinter ragen in der Ferne zahlreiche bekannte »Steine« auf, wie Kahnstein und Teichstein, die Lorenzsteine, die Affensteine mit dem Bloßstock und die Schrammsteine mit dem isoliert stehenden Falkenstein in der Ferne, aber auch Königstein und Lilienstein sind bei klarer Sicht zu erkennen. Das erste Wirtshaus auf dem Wachberg wurde 1851 errichtet, zusammen mit einem 20 Meter hohen Aussichtsgerüst, dem ersten Aussichtsturm der Sächsisch-Böhmischen Schweiz. Als 1877 die Bahnlinie von Schandau nach Sebnitz eröffnet wurde und zwei Jahre später die Kahnfahrt auf der Oberen Schleuse begann, erlebte der Wachberg mit seiner Gaststätte einen enormen Aufschwung. Mehrfach erweitert und modernisiert, gehört die Wachbergbaude heute zu den gern besuchten Ausflugszielen, wo man bei Panoramablicken deftige sächsische Küche genießen kann. Hoch über Saupsdorf liegt der Tannenhof. Die Gaststätte und Pension ist in einem historischen Umgebindehaus mit großartiger Aussicht über den Ort untergebracht. Die Küche bietet je nach Saison schmackhafte Gerichte aus Lamm, Wild und Forelle. Eine Spezialität der Hausfrau ist die Verwendung verschiedener Kräuter bei der Zubereitung der Speisen, u.a. essbare Blütenkreationen.
Informationen
HISTORISCHES HINTERHERMSDORF. In diesem höchstgelegenen Waldhufendorf der Sächsischen Schweiz stehen 62 denkmalgeschützte Umgebindehäuser, die teilweise aus dem 17., vorwiegend aber aus dem 18./19. Jahrhundert stammen. In einem von ihnen ist das Heimatmuseum untergebracht, in dem u.a. eine historische Waldarbeiterstube aus dem 19./20. Jahrhundert zu sehen ist (Neudorfstr. 2; Ostern–31. Okt. Mo–Fr 10–12 und 13–17.30 Uhr, Sa/So 10–12 und 14–16.30 Uhr).
Unterkunft
Saupsdorf - Pension Tannenhof, Oberdorf 30, Tel. 035974/50432, www.tannenhof-saupsdorf.de
Tourismusbüro
Fremdenverkehrsamt Kirnitzschtal, Sebnitzer Str. 2, 01855 Altendorf, Tel. 035022/42774, fva-kirnitzschtal@freenet.de, www.saechsische-schweiz-urlaub.com

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