Wandern in der Sächsischen Schweiz

Zum berühmtesten Aussichtspunkt der Sächsischen Schweiz

Rundwanderung mit reichlich Schatten, anstrengende Tour wegen mehrerer An- und Abstiege, Aufstieg von Amselsee zur Bastei über Treppen, sonst bequeme Waldwege. (Autor: Tassilo Wengel)
Ausgangsort ist Rathewalde, wo wir bei der Gaststätte Lindengarten in der Straße Zum Amselgrund dem Weg in das Tal des Grünbachs (Markierung blauer Querstrich) folgen. Allmählich abwärts steigend, begleiten imposante Felsgebilde den Weg. Das Rauschen des Amselfalls wird immer lauter, bis wir ihn nach einer Wanderzeit von etwa 45 Min. bei der Amselfallbaude erreichen. Hier befindet sich auch die Nationalpark-Informationsstelle. Der Weg führt zum Amselsee, von majestätisch aufragenden Felsen umgeben.

Auf fast ebenem Waldweg wandern wir am See entlang und stoßen bei der Kasse der Felsenbühne Rathen auf die Markierung grüner Querstrich (Wegweiser Bastei). Er leitet uns auf breiter Bohlentreppe durch Buchenwald aufwärts zum ersten Aussichtspunkt. Unter uns fließt die Elbe, wir sehen Rathen und im Elbbogen als markante Erhebung den Lilienstein. Weiter aufwärts steigend, kommen wir zur Burg Neurathen. Am Weg erinnert eine Tafel an Carl Heinrich Nicolai (1739–1823) und M. Wilhelm Lebrecht Goetzinger (1758–1818), die »zuerst die Blicke der Fremden auf diese Gegend leiteten«.

Von der Basteiaussicht genießen wir die einmaligen Rundblicke auf die bizarre Felsenwelt und kommen am Berghotel vorbei auf eine breite Straße. Rechts bietet die Wehlgrundaussicht nochmal Gelegenheit zu einem kleinen Abstecher, bis wir beim Kiosk am Basteiparkplatz die breite Straße verlassen. Wir folgen der Markierung grüner Querstrich in den Uttewalder Grund und erreichen nach 10 Min. das Gasthaus Steinerner Tisch. Dort überqueren wir die Forststraße und steigen in den Höllengrund ab.

Imposante Felsengebilde begleiten uns auf diesem Schotterweg, bis wir an einem großen Felsen mit Inschriften nach rechts abbiegen. An der Gaststätte »Waldidylle« vorbei wandern wir bis zum Abzweig (Wegweiser Bruno-Barthel-Weg). Dort steigen wir auf Stufen aufwärts, folgen der Markierung gelber Querstrich bis zur Basteistraße (S 166), schwenken nach links und bei einer einzeln stehenden Birke wieder nach rechts.

Auf dem Bruno-Barthel-Weg – Bruno Barthel (1885–1956) stammte aus Uttewalde und war als Mundarterzähler und Heimatforscher bekannt – erreichen wir Rathewalde.

Variante: Im Amselgrund folgt man dem Weg mit der Markierung blauer Querstrich weiter und gelangt durch die Schwedenlöcher auf die Höhe und weiter zur Bastei.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour11 km
Höhenunterschied285 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktRathewalde, Parkplatz bei der Kirche.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDie berühmte Bastei und ihre bizarre Felslandschaft, aber auch faszinierende Aussichten ins Elbtal mit Rathen und Wehlen sowie zum markanten, tafelartigen Lilienstein verleihen dieser Tour einen besonderen Reiz. Besonders eindrucksvoll bei herbstlicher Laubfärbung.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte 1:25 000 mit Wanderwegen, Blatt 43 Landesvermessungsamt Sachsen.
MarkierungenBlauer Querstrich, grüner Querstrich, gelber Querstrich.
VerkehrsanbindungVon der Autobahn A13, Ausfahrt Radeberg, über Stolpen, Dobra und Lohmen nach Rathewalde, Busverbindung mit Pirna.
GastronomieRathewalde: Gaststätte Lindengarten (Mo Ruhetag); Amselfallbaude; auf der Bastei Kaffeegarten, Panoramarestaurant und Kiosk mit Selbstbedienung; Gasthaus Steinerner Tisch.
Tipps
Streuobstanbau. Am Ortseingang von Rathewalde werden wir mit dem so genannten Streuobstanbau bekannt gemacht, der von den Römern nach Mitteleuropa gebracht wurde. Vorbild waren die üppigen Gärten der karolingischen Kammergüter, Klöstergärten und Meyerhöfe. Es handelt sich hierbei um einen Obstanbau in der freien Landschaft, der – entgegen den Obstgärten am Haus – der ökologischen Verarmung landwirtschaftlich genutzter Gebiete entgegenwirkt und von dem auch Säugetiere, Vögel und zahlreiche Kleinlebewesen profitieren. Die Wehranlage Burg Neurathen. Die frühgeschichtliche Wehranlage Burg Neurathen bestand bis 1469 und bietet Einblick in eine mittelalterliche Felsenfestung, von der nur Stufen, Mauerwerksreste und die Zisterne erhalten sind. Beim Rundgang über die alten Wehrgänge der Felsenburg sieht man die Große Steinschleuder, heute beliebter Klettergipfel. Dieser Felsen war im Mittelalter der Standort einer Wurfmaschine aus Holz, deren Nachbildung in Originalgröße zu sehen ist.
Unterkunft
Rathewalde: Pension Kunert, Tel./Fax 035975/81680. Luk – Das kleine Landhotel, Tel. 035975/80013, Fax 035975/80014.
Tourismusbüro
Stadtverwaltung Hohnstein, Rathausstraße 10, Tel. 035975/19433 oder 86813, Fax 035975/86829, Internet www.burgstadt-hohnstein.de

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