Familienwanderung im Allgäu

Zu den Wilden Fräuleins und dem Drachen

Ein märchenhafter (halber) Tag, der zunächst auf dem phantasievollen Sagenweg bei der natürlich entstandenen Felsenge „Hirschsprung“ beginnt und dann 300 Meter tief in den Schwarzenberg zu Drachentor und Höhlenrachen führt. Ungefährlich geht es in der einzigen begehbaren Höhle des Allgäus über 180 Stufen zum gurgelnden Höhlenbach. (Autor: Robert Theml)
2 km
130 m
2.00 h
Zwar könnte man auch direkt bis zum Kassenkiosk unterhalb der Sturmannshöhle mit dem Auto fahren, aber dann würde man die mythischen Geschichten des Sagenweges verpassen, was gerade mit kleinen Kindern in der Tat bedauerlich wäre.

Wir starten also südlich von Obermaiselstein am Parkplatz der Straße nach Tiefenbach. Dieser liegt unmittelbar hinter der Felsenge „Hirschsprung“ (auch Bushaltestelle), welche durch Erosion durch die Breitach entstand. Der Name Hirschsprung leitet sich aus der Sage um den Hirsch ab, der, von einem Luchs verfolgt, über eben diese Schlucht sprang.

Sagenhafte Sturmannshöhle

Wir gehen wenige Meter zurück durch die Felsenge und dann links auf den breiten Schotterweg Richtung Sturmannshöhle. Dieser Sagenweg bereitet angenehme Kurzweil auf den folgenden etwa 700 Metern mit zahlreichen Sagenstationen. Auf Tafeln werden alte Sagen erzählt, welche anschaulich unweit dieser Stationen in Lebensgröße dargestellt sind. Nach der Sage vom „Venedigermännle“ mit den Goldklumpen erreichen wir die erste Verzweigung.

Zur Höhle geht es zwar links bergauf, aber wir zweigen kurz rechts ab, um einen kleinen Abstecher zur zweiten Sagenstation mit dem „fahrenden Volk“ zu machen. Nach der Geschichte halten wir noch das Ohr an die sagenhaften Hörrohre, um das Lagerfeuer prasseln zu hören, und gehen dann wieder zurück zur Verzweigung und rechts weiter Richtung Sturmannshöhle. An der nächsten Abzweigung geht es abermals links.

Der Weg führt vorbei an der nächsten Sagenstation mit dem „schlafenden Drachen“ und der schon kurz darauf folgenden vorletzten Station am Bach mit den „Wilden Fräuleins“. Bei der dritten und letzten Verzweigung gehen wir rechts, da wir zunächst am Kiosk an der Anfahrtsstraße zur Sturmannshöhle noch die Eintrittskarten erwerben müssen. Da der Kiosk auch über einen kleinen Biergarten verfügt, können wir schon für die Einkehr nach der Höhle planen.

Auf der Teerstraße geht es nun hoch zum letzten kurzen Anstieg, der uns – vorbei an der Geschichte von dem Schatz im Sturmannsloch – zum Höhleneingang bringt. Über breite Stufen geht es über die letzten Höhenmeter zum Höhlenführer, der uns nun etwa 45 Minuten lang ins Innere des Schwarzenberges führt. Hat man die Höhle und den darin „lebenden“ Drachen wieder verlassen, geht es auf demselben Weg wieder zurück zum Parkplatz – nicht ohne alle Geschichten nochmals vorzulesen.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour2 km
Höhenunterschied130 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
TourencharakterLeichter Spaziergang auf dem breiten Sagenweg.
-Rolli: Geeignet (ohne Höhle)
-Rodel: Nicht geeignet
-Kinderwagen: Geeignet (ohne Höhle)
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte 1:50 000, Blatt Allgäu (BLVA)
VerkehrsanbindungBundesstraße B 19 über Sonthofen nach Fischen. Weiter über Obermaiselstein Richtung Tiefenbach zum Wanderparkplatz nach der Felsenge „Hirschsprung“.
GastronomieKiosk Sturmannshöhle, Mai bis Oktober bewirtschaftet
Tipps
Tipp: Unweit der Sturmannshöhle in Tiefenbach lohnt ein Besuch der Breitachklamm. Für Kinder ist beeindruckend, wie sich zwischen 100?m hohen Wänden die Breitach ihren Weg bahnt (www.breitachklamm.de).
Höchster Punkt
Schwarzenberg (1385 m)

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