Zu den Montiggler Seen

Das Kalterer Plateau südwestlich von Bozen zählt von Frühjahr bis Herbst zu den schönsten Wander- und Freizeitgebieten Südtirols. Im Frühjahr besticht vor allem der blütenreiche Montiggler Wald mit dem Naturschutzgebiet Frühlingstal, wo schon im März zahlreiche Leberblümchen und Buschwindröschen ans Licht drängen. Der Sommer gehört den Bade- und Kurgästen, die es sich an den bewaldeten Ufern während der Tageshitze gemütlich machen. Im Herbst erstrahlt die liebliche Landschaft im Glanz der verfärbten Wälder, die von ernteschweren Obstbäumen und Weinreben umrahmt sind. Das traditionsreiche Kaltern liegt südwestlich von Bozen inmitten der lieblichen Landschaft des Überetsch, die aus sanften Hügeln, Weinbergen und Obstbaumhainen besteht. Die Geschichte der Region ist eng mit dem Anbau von Wein verbunden, der bereits zu Beginn des 13. Jahrhunderts als »Vinum de Caldero« Erwähnung findet. (Autor: Peter Mertz)
13 km
415 m
3.00 h

Zu den Montiggler Seen

Unsere abwechslungsreiche Rundwanderung beginnt in Kaltern und hat auf dem Rückweg das Frühlingstal zum Ziel. Wir benützen den Weg Nr. 5, den Mazzonerweg, der zuerst über den Mazzoner Hügel führt und später in bewaldetem Gelände den Montiggler Hügel quert. Nach 45 Minuten erreichen wir den Weiler Pichler, der knapp vor dem Ort Montiggl liegt. Auf der Straße geht es in den Ort und zum Parkplatz am Großen Montiggler See. Hier bietet sich der Seerundweg an, der stets schattig durch den Flaumeichenwald führt.

An der nördlichen Seespitze zweigt ein breiter Pfad ab, der in knapp zehn Minuten zum Kleinen Montiggler See führt. Auch diesen können wir umrunden und auf gleichem Weg zum Abzweig am Großen See zurückkehren. Die Montiggler Seen sind ein Produkt der Eiszeiten, sie liegen in einem Moränenbecken, das die Gletscher zwischen dem Mendelkamm und dem Quarzporphyrrücken des Mitterbergs ausgeschürft haben. Das hügelige Gelände besteht aus Moränenschotter, kristallinen Schiefern, aber auch Kalk- und Dolomitgestein. Wir setzen die Seeumrundung nach links fort und kommen, vorbei an schönen Badeplätzen, auf Felsen in 15 bis 20 Minuten an den Abzweig des Wegs ins Frühlingstal.

Durchs Frühlingstal nach Kaltern

An der Westseite schließt sich nahe dem Schwimmbad unsere Seerunde und wir schwenken auf den Weg Nr. 20 ein, der nach ungefähr zwei Kilometern das Frühlingstal erreicht. Bei Abzweigungen beachten wir stets die Wegweiser Richtung Frühlingstal. Die Besonderheit des Frühlingstals besteht im frühen Erwachen der Natur nach dem Winter. Schon im März sind die Schwarzerlenwälder rund um den kleinen Bach mit zahllosen Frühlingsknotenblumen und etwas später mit Primeln, Veilchen und Leberblümchen gefüllt. Am Ausgang des romantischen Tals treffen wir auf einen Forstweg, dem wir nach rechts in Richtung Trutschtal folgen. Vor dem Trutschtal mündet der Seewanderweg ein und bringt uns in 15 Minuten nach Kaltern zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour13 km
Höhenunterschied415 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktKaltern (426) im Südtiroler Unterland
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterLeichte Wanderung auf gemütlichen Waldwegen, Forststraßen und schmalen Wirtschaftswegen, etwa 200 Hm sind zu bewältigen. Die Orientierung verlangt aufgrund der Vielzahl an Wegen etwas Aufmerksamkeit.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Wanderkarte 1:50000, Blatt 54 (Bozen); Kompass Wanderkarte 1:35000, Blatt 074 (Südtiroler Unterland); Freytag & Berndt Wanderkarte 1:50000, Blatt WKS 7 (Überetsch/Kalterer See)
VerkehrsanbindungAuf der Südtiroler Weinstraße von Bozen über Eppan nach Kaltern zur »Gretl am See«; vom Süden ebenfalls über die Weinstraße von Auer/Neumarkt über Tramin zum Kalterer See; gebührenpflichtige Parkmöglichkeiten sind reichlich vorhanden Busverbindungen (Bus Nr. 123a) von Bozen über Eppan nach Kaltern sowie von Neumarkt/Auer über Tramin (Bus Nr. 123)
GastronomieMehrere Lokale bei »Gretl am See«, Restaurant und Café am Großen Montiggler See, kleine Einkehrhütte am Kleinen Montiggler See, Gasthof in Montiggl
Tipps
Kalterer See: Südlich von Kaltern befindet sich der Kalterer See, der wärmste Badesee der Alpen und mit einer Fläche von 147 Hektar der größte natürliche See Südtirols. Im Süden wird der See durch Schotterablagerungen der Etsch abgeschlossen, auf denen sich ein brei- ter Schilfgürtel, der »Pirstel Möser«, ausbilden konnte. Der See bildet einen einzigartigen Lebensraum, da er aufgrund von unterirdischen Quellen in drei Bereichen des Sees auch im Winter eis- frei bleibt und den Vögeln ganzjährige Aufenthaltsmöglichkeiten bietet. Sehenswert auch das Südtiroler Weinmuseum in Kaltern, in dessen jahrhundertealten Gewölben des Di-Pauli-Kellers die Geschichte und Entwicklung der Weinwirtschaft in Südtirol dargestellt wird (Goldgasse 1; Ostern–Allerheiligen Di–Sa 9:30–12 Uhr, 14–18 Uhr, So 10–18 Uhr).
Informationen
Dauer: Kaltern – Großer Montiggler See 1:15 Std. – rund um den Großen und Kleinen Montiggler See 1 Std. – Frühlingstal 45 Min. – Kaltern 45 Min.; Gesamtgehzeit 3:45 Std.
Tourismusbüro
Tourismusverband Kaltern am See, Marktplatz 8, I–39052 Kaltern, Tel.: 0471/963169, www.kalterersee.com, Tourismusverband Eppan (Montiggler Seen), Rathausplatz 1, I–39057 Eppan, Tel.: 0471/662206, www.eppan.com

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