Wolfsburg und Weinbiet

Rundwanderung zu den beliebtesten Zielen im Raum Neustadt/Weinstraße. Zahlreiche Einkehrmöglichkeiten. (Autor: Matthias Wittber)
17 km
740 m
4.00 h
Vom Bahnhof in Neustadt gehen wir geradeaus durch die Unterführung und rechts an der Touristeninformation vorbei in die Fußgängerzone. Die zweite Querstraße biegen wir nach links und dann gleich wieder nach rechts in die Hauptstraße ein. Wir wandern bis zu deren Ende, überqueren die Straße, gehen die Stufen nach oben und rechts am Käthe-Kollwitz-Gymnasium vorbei den Haardter Treppenweg hinauf. Schon etwas oberhalb der Stadt nehmen wir den Weg, der mit dem »roten Punkt« nach links führt.
Beim Eintritt in die Weinberge steigt dieser Weg weiter nach rechts an. Man kann aber auch den »Fußweg zur Ruine Wolfsburg« nehmen, der einen besseren Blick auf Neustadt erlaubt. Von der Ruine Wolfsburg geht rechts der mit »rotem Punkt« markierte Weg weiter. Er steigt jetzt steil an und führt durch Kiefernwälder und an interessanten Felsformationen vorbei. Nach demersten Anstieg flacht der Weg ab und bald ist durch die Bäume hindurch der Sendemast des Weinbietsenders zu erkennen. Noch ein kurzer Anstieg und der Weinbiet ist erreicht. Das Weinbiethaus, erstmals errichtet 1911, ist immer gut besucht (geöffnet täglich außer montags).
Der Weinbiet wird außerdem vom Wetterdienst, von der Bundeswehr und dem Rundfunk benutzt. Der Sendemast des Weinbietsenders erreicht eine Höhe von 133 Meter.
Vom Weinbiet geht es wieder steil hinunter (Markierung »roter Punkt«). Mit dem Forsthaus Benjetal wird die nächste Gaststätte erreicht. Ab hier folgen wir dem »roten Dreieck« talabwärts; nicht viel weiter erreichen wir mit der Looganlage die nächste Möglichkeit, einzukehren.
Weiter führt der Weg talabwärts bis zum Ortseingang Gimmeldingen. Hier halten wir Ausschau nach der Markierung »rot-weißer Balken«, der uns vor dem Sportplatz auf die andere Talseite führt.
Der Weg steigt dort etwas an und führt oberhalb der Bebauung von Gimmeldingen an. Der Weg führt dann oberhalb des aus der Rheinebene weithin sichtbaren Steinbruchs entlang und knickt mit Erreichen des Meisentals nach links ab. Kurz darauf ist die Wohnbebauung des Neustädter Ortsteils Haardt erreicht. Wir folgen dem weiterhin markierten Weg talabwärts. Rechts an der Winzergenossenschaft geht es weiter Richtung Zentrum Neustadt. Bevor wir dieses erreichen, treffen wir auf den Weg, der uns zu Beginn der Tour bergauf geführt hat.

Weinwandern

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour17 km
Höhenunterschied740 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktNeustadt an der Weinstraße.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterErstes Ziel dieser Tour ist die hoch über Neustadt/Weinstraße liegende Wolfsburg. Danach wird mit dem Weinbiet ein ebenfalls viel besuchter Ausflugsort erreicht. Über das Mussbachtal geht es zurück nach Neustadt.
Hinweise
Wolfsburg. Die Wolfsburg wurde vermutlich zu Beginn des 13.Jahrhunderts zum Schutz des wichtigen Wegs von Neustadt nach Kaiserslautern erbaut. Sie liegt hoch über Neustadt am westlichen Ortsausgang. Urkundlich erwähnt wurde sie erstmals im Jahr 1255 als Castrum Volfperg mit der Stadt Nova Civitas. Während des Bauernkriegs 1525 wurde die Wolfsburg zweimal eingenommen und geplündert, danach aber wieder neu aufgebaut. Im Dreißigjährigen Krieg (1618–48) diente die Wolfsburg der Bevölkerung der umliegenden Orte als Fluchtburg. Im Jahr 1633 wurde sie dann von kaiserlichen Truppen niedergebrannt und geschleift. Auf einem Bergvorsprung errichtet, zeichnet sich die Burg durch eine Länge von ca. 140m bei einer Breite von 30m aus. Die Burg fällt auf drei Seiten steil ins Tal des Speyerbachs ab; vom ansteigenden Berghang ist die Burg durch einen in den Felsen geschlagenen Halsgraben getrennt.
KartentippMittel- und Unterhaardt mit Bad Dürkheim und Leiningerland, 1:25000 (Wanderkarte des Pfälzerwald-Vereins e.V.)..
MarkierungenRoter Punkt, rotes Dreieck, rot-weißer Balken.
VerkehrsanbindungAuf der A 65 bis Neustadt/Weinstraße. Mit dem Zug von Karlsruhe, Mainz, Ludwigshafen oder Kaiserslautern nach Neustadt/Weinstraße (Info: www.bahn.de).
GastronomieNeustadt, Wolfsburg, Weinbiet, Forsthaus Jenetal, Looganlage, Gimmeldingen.
Tipps
Weinbietturm und Weinbiethaus. Auf dem Gipfel des Weinbiet (554 m) wurde 1874 der erste Weinbietturm mit einer Höhe von 22 m eingeweiht; zu Beginn des 20.Jahrhunderts wurde dort erstmals von einer Ortsgruppe des Pfälzerwald-Vereins ein Weinausschank eingerichtet. 1925 musste der Weinbietturm wegen Baufälligkeit geschlossen werden und konnte erst 1931 wieder geöffnet werden. Anfang der 50er-Jahre zogen die Bundespost, der Wetterdienst und der Südwestrundfunk in den Turm ein. Seit 2004 wird die Wetterstation nur noch automatisch betrieben. 1911 erbaute man die erste Schutzhütte auf dem Weinbiet. Der Wirtschaftsbetrieb wurde allerdings mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 eingestellt. Nun diente der Turm den Soldaten zur Fliegerwache. 1920 schließlich wurde die Hütte wieder geöffnet, 1928 wird das heutige Weinbiethaus eingeweiht. Nach dem Zweiten Weltkrieg machte man das wieder instand gesetzte Weinbiethaus im Jahr 1949 der Öffentlichkeit zugänglich. 1981 schließlich erfolgte ein Aus- und Umbau.
Informationen
Eisenbahnmuseum Neustadt. Das Eisenbahnmuseum ist direkt neben dem Hauptbahnhof von Neustadt in einem originalen Lokschuppen untergebracht. Es zeigt interessante Lokomotiven der süddeutschen Länderbahnen wie z.B. noch im Original erhaltene Lokomotiven aus der Zeit der Pfalzbahn. Daneben werden historische Eisenbahnwagons sowie eine Vielzahl anderer Ausstellungsstücke, auch eine Modellbahn, gezeigt. Wer sich die Züge nicht nur ansehen, sondern auch mitfahren möchte, sollte sich einen Termin des historischen Dampfzugs »Kuckucksbähnel« vormerken. Dieser fährt von März bis Oktober (auch an Sondertagen) von Neustadt über Lambrecht nach Elmstein und zurück. Eisenbahnmuseum Neustadt/Weinstraße, 67403 Neustadt/Weinstraße, Tel. 06321/30390, www.eisenbahnmuseum-neustadt.de;Öffnungszeiten: Dienstag–Freitag 10:00–13:00 Uhr, Samstag, Sonn- und Feiertage 10:00–16:00 Uhr.
Tourismusbüro
Tourist-Information, Hetzelplatz 1, 67433 Neustadt a.d.W., Tel. 06321/92680, www.neustadt.pfalz.com

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