Wettersteinhütte

Unschwieriger Hüttenanstieg auf südseitigen, meist schattigen Waldhängen (Autor: Siegfried Garnweidner)
9 km
490 m
2.00 h
Hüttenzustieg.
Vom letzten Parkplatz im Gaistal neben dem Salzbach auf grobem Fahrweg durch den Wald hinauf und vor der Bachbrücke nach links auf den markierten Wanderweg abzweigen. Nun der Markierung und den Wegtafeln folgen, aus dem Wald heraus und in den Gutwald hinein. Das Weglein wendet sich gegen Osten zu einer bewaldeten Gratrippe, schwenkt links ab und wird deutlich steiler. Auf ihm weiter, bis die Route ein wenig abfällt, um an einer weiteren Rippe wieder anzusteigen. Der gut begehbare Pfad führt gering abfallend gegen Osten am Berghang entlang, dreht links ab und steigt wieder deutlich an. Nach einem längeren, flachen Wegstück erreicht man die kleine, aber feine Wettersteinhütte.
Gipfelziele.
Zwei schöne Gipfel bieten sich als nette Ausflüge an, und weil man sie an einem Tag kaum schaffen wird, sollte man auf der Hütte übernachten. Dann bleibt ein wenig Zeit zum Schauen und Staunen – und natürlich für den Hüttenzauber am Abend ... Der 2096 Meter hohe Gipfel des Plattachs (auch Roßberg genannt) ist ab der Hütte in 1 1/2 Stunden zu schaffen. Die Route führt durch das steile Scharnitztal nach Norden hinauf und gegen Südwesten auf einem markierten Weg in einen weiten Wiesensattel hinein. Die letzten 20 Minuten zum Gipfelkreuz verlaufen durch wegloses Wiesengelände nach Süden, was bei guter Sicht keine Schwierigkeiten bereitet. Lediglich die letzten Meter zum Gipfelkreuz sind steil und fast ein wenig ausgesetzt.
Deutlich spannender ist die relativ lange, sehr beliebte Bergtour zur Gehrenspitze (2367 m). Für die rund 700 Höhenmeter muss man mit einer Aufstiegszeit von rund 2 Stunden rechnen und für den Abstieg sind zusätzlich mindestens 1 1/2 Stunden einzuplanen. Auch zur Gehrenspitze geht man erst einmal das Scharnitztal nach Norden hinauf, hält sich aber bei der beschilderten Wegverzweigung rechts und folgt dem Bergweg gegen Südosten in das 2048 Meter hohe Scharnitzjoch. Aus dem Joch nach Südosten zur Erinnerungshütte am Grat weiter und nach einem weiten Linksbogen am Kirchl (2250 m) südlich vorbei, durch eine imponierende Felsenlandschaft in mehrmaligem leichten Auf und Ab zur Gehrenspitze hinüber. Will man auf den aufregend steilen Gipfelabstieg nach Süden zum Leutascher Ortsteil Gasse (Schwierigkeit I+) verzichten, folgt man der Aufstiegsroute zur Wettersteinhütte zurück.

Dauer: Auf: 1 1/2 Std. Ab: 1 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied490 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSalzachparkplatz im Gaistal (1236 m)
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterDie private Wettersteinhütte – ein schmuckes Unterkunftshaus unter dem Scharnitzjoch – schaut nicht nur schön aus, sondern steht auch in einer von besonderer Schönheit gesegneten Berggegend. Von der Hüttenterrasse schweifen die Blicke hinüber zur Hohen Munde, die sich von dieser Seite als besonders markanter Felsenberg gibt, und wenn man um die Hütte herumgeht, schaut man geradewegs auf die scharf geschnittenen Felsenberge des südlichen Wettersteins. Hin und wieder sind zu diesen Wänden Kletterer unterwegs, die am Geschepper ihrer »Schlosserei« zu erkennen sind, die sie locker zum Einstieg hinauftragen. Aber auch Wanderer trifft man am Weg über der Hütte an. Sie steigen auf die beliebten Berggipfel von Plattach, Schönberg und Gehrenspitze.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Wanderkarte 1:50000, Blatt 5 (Wettersteingebirge)
VerkehrsanbindungDurch das Leutascher Tal nach Westen ins Gaistal hinein (gebührenpflichtiger Parkplatz); Busverbindung Mittenwald– Oberleutasch–Seefeld
Tipps
Gipfelüberschreitung. Für konditionsstarke Bergwanderer käme noch eine lange, aber auffallend schöne Rundtour am weiten Weg vom Plattach über den Schafleger zum Schönberg (2142 m) in Betracht. Sie führt von dort zur ebenfalls als Unterkunftshaus betriebenen Rotmoosalm weiter und fällt im steilen Waldhang nach Süden zum Leitenbach ab. Um zum Salzbach-Parkplatz zurückzukommen, muss man zuletzt das Gaistal nach Osten hinaus.
Informationen
Hüttensteckbrief. Höhe: 1717 m, Erbaut: 1960, privat, Bewirtschaftet: von Mitte Juni bis Anfang Oktober, 4 Betten, 30 Lager, kein Winterraum, Telefon: +43(0)5214/6688.
Tourismusbüro
Leutasch, Tel.: +43(0)5214/6207; www.tirol.at/leutasch

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