Wendelstein, 1838 m

Große Gipfelrunde auf abschnittweise etwas rauen Wegen; Trittsicherheit und Ausdauer sind unerlässlich. Vom Gipfel großes Panorama; die Tafeln des »Geoparks Wendelstein « informieren über das Werden der Berge und über geologische Phänomene. (Autor: Eugen E. Hüsler)
13 km
1050 m
6.00 h
Anstieg mit Aussicht.
Die Tour startet am Wanderparkplatz von Birkenstein (ca. 850 m), führt zunächst auf einer Straße in die Senke (878 m) unter dem Rehbichl, wo links der Fahrweg zur Spitzingalm abzweigt (Hinweisschild). Man folgt ihm bis in den Kuttenraingraben und biegt dann auf den rot markierten Weg ein, der unter der Kirchwand weiter an Höhe gewinnt und schließlich aus dem Wald herausführt. Mit freier Sicht auf den Wendelstein (1838 m) und übers Leitzachtal auf die Gipfelketten im Süden geht’s sanft bergan. Rechts unterhalb liegt die Spitzingalm (1237 m). Allmählich rückt das Gipfelziel mit seinen imposanten Felsabstürzen näher. Unter den dicken Drahtseilen der Wendelsteinbahn münden kurz nacheinander die Zustiege vom Sudelfeld und aus dem Jenbachtal. Steile Kehren (Geröll) und Holzstiegen leiten hinauf zur Bergstation der Seilbahn und zur Terrasse des Wendelsteinhauses (1738 m; 3.15 Std.). Auf einem schroffen Felsen thront sehr fotogen das Wendelsteinkirchlein.
In den Berg und auf den Berg.
Neben dem Wendelsteinhaus liegt im Berg der Bahnhof der Wendelstein-Zahnradbahn, gleich daneben der Zugang zur besuchenswerten Wendelsteinhöhle. Auf einem künstlich angelegten Zugang steigt man über 82 Stufen ab zur Höhle. Rechts geht’s zum natürlichen Eingang, wo oft im Sommer noch Schnee liegt, links im Berg zum sogenannten »Dom«. Sehr eindrucksvoll! Nicht in, sondern auf den Berg führt ein breiter, mit Geländern abgesicherter Serpentinenweg - genau 100 Höhenmeter im Zickzack, mit zwei kurzen Tunnels und längeren Stiegen. Auf der geräumigen Gipfelplattform gibt’s dann – wenn das Wetter mitspielt – das große Panorama (3.30 Std.).
Über die Nordflanke hinab.
Der komfortable Gipfelrundweg führt über den Nordrücken abwärts (Abzweigung an der letzten Serpentine), biegt nach ein paar Kehren nach Osten ab und quert dann die Felsabstürze hinüber zur Bahnstation. Man braucht aber nicht bis zum Wendelsteinhaus zurückzugehen; ein etwas rauer Pfad leitet im Zickzack direkt hinunter in die Karmulde zwischen dem Wendelstein und der Soinwand. Hier kreuzt er die Bahntrasse und steigt dann zwischen den Felsen ab zur Wiesensenke (1418 m) unterhalb der Reindler Alm (4.30 Std.).
Höhenweg und Talabstieg.
An der Alm beginnt die nordseitige Hangquerung des Wendelsteins, die sich dann westwärts – zuletzt etwas an Höhe verlierend – zur Durhamer Alm (1315 m; Einkehr) fortsetzt. Anschließend wandert man auf breitem Weg nördlich um den Schweinsberg herum in den Sattel (1350 m) oberhalb der Antrittalm. Eine Sandstraße führt links sanft bergab zur bewirtschafteten Kesselalm (1280 m). Und nach der Einkehr: die Serpentinen des Fahrwegs hinunter in den Wald, über den Sattelbach und zurück zum Parkplatz bei Birkenstein (6.15 Std.).

geöffnet vor weihnachten

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour13 km
Höhenunterschied1050 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
StartortFischbachau (772 m) im Leitzachtal
AusgangspunktWanderparkplatz Birkenstein (ca. 850 m).
EndpunktWanderparkplatz Birkenstein (ca. 850 m).
TourencharakterWer ist der schönste im ganzen Land? Wenn’s bei dieser Preisfrage um die Gipfel in den Bayerischen Voralpen ginge, wär’s klar - der Wendelstein (1838 m). Zwar ist er nicht der höchste Berg zwischen dem Loisach- und dem Inntal, aber mit einem ähnlich markanten Felsprofil können weder die Benediktenwand noch die Rotwand aufwarten. Er bezaubert sogar jene, die auf der Autobahn über den Irschenberg fahren: eine frei stehende Pyramide mit einem hohen Stachel obendrauf. So zeigt sich der Wendelstein auch aus dem Leitzachtal, und wer den Anstieg von Birkenstein herauf wählt, hat ihn auf dem Weg zum Wendelsteinhaus fast ständig vor sich. Der schönste Weg zum schönsten Berg?
Monte panoramico.
Dass dieser Gipfel auch eine herrliche Aussicht bieten muss, macht ein kurzer Blick auf die Landkarte deutlich. Er steht nahe am Alpenrand, dazu wunderbar frei. An klaren Tagen genießt man deshalb ein Panorama, das vom Bayerischen Wald bis zum Großglockner und vom Watzmann bis zu den Bergketten über dem Oberinntal reicht.
Beste Jahreszeit
KartentippBayerisches Landesvermessungsamt 1 - 50000, Blatt UK 50-53 »Mangfallgebirge«
MarkierungenOrdentlich bezeichnete Wege
VerkehrsanbindungNach Fischbachau kommt man von Miesbach via Schliersee oder durch das Leitzachtal; ab München auch mit der BOB (Halt Fischbachau bei Aurach). Von Fischbachau gut 1 km weit aufwärts zum Wanderparkplatz
GastronomieWendelsteinhaus, ganzjährig geöffnet (keine Übernachtung) Infos unter www.wendelstein1.de oder telefonisch: +49 (0)8023/404; Durhamer Alm, im Sommer einfach bewirtschaftet; Kesselalm, März und November Samstag/Sonntag, April bis Oktober durchgehend; Tel. 08028/2602
Tourismusbüro
Tourismusbüro, Kirchplatz 10, 83730 Fischbachau; Tel. 08028/876, info@fischbachau.de, www.fischbachau.de

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