Weilheimer Hütte (KROTTENKOPFHAUS)

Zugang aus zehn verschiedenen Richtungen (Autor: Wolfgang Taschner, Michael Reimer)
Die Qual der Wahl.
Allgemein kann man die Wege zur Weilheimer Hütte in verschiedene Kategorien einteilen: Von Eschenlohe und Oberau geht es größtenteils steil und über alpines Gelände hinauf, im Frühjahr und Herbst ist es vormittags meist schattig. Am kürzesten und weitgehend in der Sonne ist der Weg vom Wankgipfel über die Esterbergalm. Die Nachmittagssonne genießen die Abstiege nach Wallgau und Krün. Für Mountainbiker gibt es die Güterwege von Garmisch-Partenkirchen bzw. Krün zur Esterbergalm und von dort weiter zu Fuß oder sie fahren auf dem Güterweg von Eschenlohe zur Kuhalm und wandern von dort unterhalb der Hohen Kisten vorbei.
Freier Blick nach allen Seiten.
Von der Weilheimer Hütte bietet sich ein herrlicher Rundumblick, der an Tagen mit sehr guter Fernsicht nach Norden bis zur Stadt Augsburg reicht und im Süden bis zum Großvenediger. Ein weiterer Vorteil ist die Nähe von Oberem Rißkopf (2049 m, 1/4 Std.) und Krottenkopf (2086 m, 1/2 Std.). Wer auf der Weilheimer Hütte übernachtet, hat das seltene Glück, bis zum Sonnenuntergang auf einem der Gipfel bleiben zu können. Frühaufsteher kommen zudem in den Genuss eines unvergesslichen Sonnenaufgangs, wenn sie in der Morgendämmerung auf die Spitze des Krottenkopfs steigen.
Die Kraft des Windes.
Aufgrund ihrer exponierten Lage ist die Weilheimer Hütte relativ stark dem Wind ausgesetzt. Der Hüttenwirt nutzt das aus, indem er einen Teil der elektrischen Energie mit einem Windrad erzeugt. Scheint hingegen die Sonne, kommt der Strom aus der Fotovoltaik-Anlage.
Eldorado für Tiere.
Auf den weitläufigen Almen rund um die Weilheimer Hütte stehen im Sommer rund 250 Schafe und über 500 Stück Jungvieh auf der Weide. In den Felsen sind häufig Gämsen unterwegs, während die scheuen Auerhähne, Birkhähne und Schneehühner meist nur von weitem zu sehen sind, wenn sie beim Annähern von Menschen erschreckt davonfliegen. Erschreckend für Wanderer sind hingegen Übungsflüge eines Bundeswehrhubschraubers, der insbesondere im Spätherbst in dieser schönen Landschaft einen ohrenbetäubenden Lärm veranstaltet.

Länge.
Von Eschenlohe über Güterweg und Pustertaleck (4 1/2 Std.); von Oberau über Oberauer Steig (3 Std.); von Farchant über Oberauer Steig (3 1/4 Std.) oder über Hoher Fricken (4 1/4 Std.); von Garmisch-Partenkirchen über Esterbergalm (4 Std.) oder mit der Wankbahn über Wankgipfel (2 3/4 Std.); von Kaltenbrunn über Kaltwassergraben (4 1/2 Std.); von Krün über Güterweg und Alter Wank (5 1/2 Std.) oder über Krüneralm und Krüner Steig (5 Std.); von Wallgau über Wildsee und Walchenseer Steig (5 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour19 km
Höhenunterschied1250 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktEschenlohe, Oberau, Farchant, Garmisch-Partenkirchen, Kaltenbrunn, Krün und Wallgau
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterSie liegt mitten im Estergebirge und verfügt über insgesamt zehn unterschiedliche Anstiege, die sich wie in einem Spinnennetz von allen Richtungen auf die Hütte zu bewegen.
Wer etwas später dran ist beim Aufstieg zur Weilheimer Hütte (oder Krottenkopfhaus), begegnet kurz vor dem Ziel nicht selten den ersten Wanderern, die sich bereits wieder im Abstieg befinden. Wenn man ins Gespräch kommt, geht es meistens darum, welchen Anstieg die Entgegenkommenden gewählt haben, welche Abstiegsroute man selbst eingeplant hat und wie man im Tal wieder zurück an den Ausgangpunkt kommt. Wer die Weilheimer Hütte besucht, wählt gerne verschiedene Routen für den Auf- und Abstieg, denn die Überschreitung des Estergebirges zählt zu den schönsten Touren im Voralpenland, wobei die Ausgangs- und Zielorte bis zu 20 Kilometer und mehr auseinander liegen können.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Wanderkarte Nr. 5, Wettersteingebirge – Zugspitzgebiet, 1:50.000
VerkehrsanbindungStündliche Verbindung mit der Deutschen Bahn von München in Richtung Garmisch-Partenkirchen mit Halt in Eschenlohe, Oberau und Farchant. Vom Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen besteht Busverbindung nach Krün und Wallgau. Mit dem Auto fährt man von München über die A 95 nach Eschenlohe und weiter auf der B 2 in Richtung Garmisch-Partenkirchen–Mittenwald.
Informationen
Hüttenporträt. Höhe: 1995 m. Erbaut: 1894, 1934 erweitert (DAV-Sektion Weilheim). Bewirtschaftet: Täglich von Pfingsten bis Kirchweih (Mitte Oktober). Kulinarischer Tipp: Suppen und Eintopfgerichte. Hüttenwirte: Martina und Christian Weiermann. Telefon: 0170/270 80 52. Betten: 8. Lager: 56. Materialbeschaffung: Materialseilbahn vom Ende des Güterwegs am Alten Wank. Besonderheit: Energieerzeugung mittels Windrad und Fotovoltaik, Gipfelnähe.
Tourismusbüro
Tourismus-Service Zugspitzland, Schmiedeweg 10, 82496 Oberau, Tel.: 08824 / 939 73, Fax: 08824 / 88 90, E-Mail: info@oberau.de, Internet: www.zugspitzland.de

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