Wagneralm und Daffnerwaldalm

Parkplatz Bruchfeld oder Waldparkplatz Gammern - Wagneralm - Euzenaueralm - Daffnerwaldalm - Gammernwald. Bequeme Alm- und Forststräßchen und leichte Bergwanderwege. (Autor: Heinrich Bauregger, Peter Freiberger)
9 km
410 m
3.00 h
Vom Waldparkplatz zur Wagneralm Vom Waldparkplatz Gammern (oder bereits vom Bruchfeld) folgen wir dem breiten Forstweg (zahlreiche Wegweiser) in südlicher Richtung durch Wald, wobei wir uns bei allen Wegverzweigungen stets links halten. Kurz hinter der ehemaligen Stiegelalm zweigt unser Almweg rechts ab und führt zu den weiten Bergwiesen der Wagneralm, die links oberhalb liegt und mit einer schönen Terrasse aufwarten kann. Über die Euzenaueralm zur Daffnerwaldalm Von der Wagneralm gehen wir wieder zum südlichen Wiesenende zu den Wegverzweigungen. Dort folgen wir bald links dem Wanderweg zur Käsalm (1015 m), die wir nach einer Gehzeit von einer knappen Stunde durch ein Waldstück erreichen und bei der wir eventuell einen Becher Milch erhalten können. Am westlichen Wiesenrand führt rechts ein Weg ab, der uns leicht fallend durch Wald hinab zur Euzenaueralm (950 m) mit ihren drei Hütten bringt. Dort treffen wir wieder auf einen breiten Fahrweg, dem wir ein Stück talwärts folgen. Bald müssen wir aber auf dem rechten Abzweiger weiter; nach etwa 20 Minuten endet der Fahrweg und wir steigen auf Waldpfad links haltend hinauf auf das Wiesenplateau der Daffnerwaldalm. Abstieg ins Tal Am Ende des Fahrwegs zur Daffnerwaldalm – noch vor den ersten Hütten – zweigt rechts ein Wiesenweg ab, der geradewegs zum Waldrand unterhalb führt. Kurz im Wald hinab zu einer Senke, wo der Weg einen Knick nach links macht und weiterhin durch Wald zu einem Wirtschaftsweg führt. Geradaus weiter zu einer Forststraße, dort rechts hinab zum Fluderbach, über ein Brückchen und links weiter – leicht ansteigend – zu den Waldparkplätzen.

kindgerecht

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied410 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz Bruchfeld (800 m) oder Waldparkplatz Gammern (880 m).
TourencharakterAuf einem Wiesenplateau auf der Ostseite des Heubergs stehen fünf schmucke Almhütten. Vier Bauern aus Nußdorf und Samerberg treiben im Sommer ihr Jungvieh herauf, insgesamt etwa 80 bis 90 Stück. In zwei Hütten können wir nicht nur einkehren, sondern auch übernachten. Die Laglerhütte (auch Löwenbräuhaus genannt) ist das auffälligste Bauwerk, da es über einen ersten Stock mit Balkon verfügt. Sie gehört zum Laglerhof in Gritschen, oberhalb von Nußdorf. Die letzte Almhütte links am Fuß des Heubergs ist die Deindlalm. Die alte Almhütte war zwar 1960 renoviert worden, musste dann aber doch 1992 einem Neubau weichen. Auf ihrer Terrasse tummeln sich vor allem die Mountainbiker. Dort werden auch Eigenprodukte wie Käse, Butter und Geräuchertes verkauft. Neben diversen kalten Brotzeiten gibt es z. B. Spiegeleier mit Speck oder Suppen. Zur Abrundung unserer Tour statten wir nach einer ausgiebigen Brotzeit auch dem mehrgipfeligen Heuberg einen Besuch ab. Sein Name soll sich übrigens nicht von seinen grasbewachsenen Flanken ableiten, sondern von dem Begriff „geheiter Berg“, was so viel wie verbotener Berg heißt. Offenbar gab es hier einmal einen mythologischen Ort, wofür die Lage und die Form des Berges sprechen könnten. Auf jeden Fall genießen wir von seinem Gipfel einen weiten Blick ins Alpenvorland und Richtung Alpen hinein ins Inntal. Erste Station unserer Rundtour ist die Wagneralm. Das heutige Gebäude – ganz aus Stein – wurde im Jahre 1892 errichtet, davor stand dort bereits eine Alm älteren Datums. Ein Bauer von Samerberg schickt auf diese Eigentumsalm allsommerlich zehn Kühe sowie zehn Stück Jungvieh, wobei die Milch allerdings nicht vor Ort verarbeitet, sondern abgeliefert wird.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte BLVA, 1 - 50 000, Blatt „Chiemsee – Chiemgauer Alpen“.
VerkehrsanbindungSalzburger Autobahn (A 8) bis Ausfahrt Achenmühle, auf der Landstraße bis Grainbach und weiter Richtung Neubeuern und Gasthaus Duftbräu. Noch bevor man diesen erreicht, zweigt links eine schmale Straße ab, die uns direkt zu den oben genannten Parkplätzen bringt. Mit der Bahn (Wochenendticket) bis Rosenheim, weiter mit Wanderbus bis Grainbach (fährt nur sonntags zwischen Mai und Oktober).
GastronomieWagneralm (950 m), privat, ganzjährig bewirtschaftet, kein besonderer Ruhetag, aber abhängig von Wetter oder personeller Besetzung nicht immer geöffnet, von Mitte Oktober bis Anfang Mai jedoch nur an Wochenenden, Tel. 0172/820 19 56; Deindlalm (1050 m), privat, von Ende Mai bis Ende September ohne Ruhetag bewirtschaftet, von Oktober bis Ende Mai nur von Freitag bis Sonntag sowie an Feiertagen und in der Ferienzeit bewirtschaftet, 20 Matratzenlager, Tel. 08034/2217 oder mobil 0171/421 53 10; Löwenbräuhaus (Laglerhütte, 1050 m), privat, von Anfang Juni bis Ende September ohne Ruhetag bewirtschaftet, 10 Betten, Tel. 08032/8737. Weitere Einkehrmöglichkeit - Gasthaus Duftbräu (800 m), ganzjährig bewirtschaftet.
Tipps
Der Tipp für Kinder Für einen Badeabstecher nach der anstrengenden Wanderung bietet sich der kleine Tinninger See an. Dort gibt es eine Liegewiese, einen Kiosk und einen großen Steg ins Wasser. Anfahrt über Achenmühle und Lauterbach, weiter in Richtung Riedering bis zum See.
Informationen
Dauer - Vom Waldparkplatz Gammern zur Wagneralm 1/2 Std. (bzw. 1 Std. ab Bruchfeld), Weiterweg zur Daffnerwaldalm über die Euzenaueralm 1 1/2 Std., Rückweg zum Waldparkplatz 1 Std. Gesamtgehzeit: 3 1/2 Std. bzw. ca. 4 Std.; Gipfelabstecher auf den Heuberg 1 1/2 Std.