Von Waldbronn nach Marxzell

Bequeme Waldwanderung mit hervorragenden Aussichtsstellen. Nur wegen der Länge ist diese Wanderung als »mittelschwer« eingestuft, von den bequemen Wegen und vom Gelände her ist sie leicht. (Autor: Chris Bergmann)
16 km
310 m
5.00 h
Vom S-Bahnhof Busenbach im Albtal gehen wir kurz die Bahnhofstraße aufwärts und treffen oben auf den Schwarzwald-Nordrandweg, der mit dem Zeichen blaue Raute markiert ist. Der Nordrandweg zweigt rechts auf einen Waldweg ab und strebt dem idyllisch in einer waldumrahmten Wiesenmulde gelegenen Kurpark von Waldbronn zu. Von der Terrasse des Kurhauses, von der sich das weitläufige Gelände des Parks gut überblicken lässt, gehen wir zum Konzertpavillon hinab und folgen den Promenaden an der Minigolfanlage vorbei zum Kursee, an dem Sitzbänke zur Rast laden. Hinter dem Kursee führt die blaue Raute hinauf zur S-Bahn-Bedarfshaltestelle Kurpark Waldbronn und auf einem breiten Schotterweg zur Etzenroter Straße: Ihr folgen wir wenige Meter links, bis die blaue Raute an einem Parkplatz rechts in den Wald abzweigt und einem Forstweg an der Kuckuckseiche vorbei in sachtem Anstieg zu einer Wegespinne folgt. Hier geht es halblinks weiter, dann aussichtsreich am Waldrand entlang und am Bethanienheim oberhalb von Langensteinbach vorbei zur imposanten Ruine der Barbarakapelle. Von hier führt die blaue Raute auf dem Kirchenwegle durch den Wald Richtung Ittersbach, wechselt kurz auf einen Teerweg, verlässt ihn wenig später links und bietet bald nach Überqueren einer Straße am Waldrand einen hervorragenden Ausblick auf die Nordschwarzwaldberge. Bald nach Überqueren der S-Bahngleise taucht der Weg wieder in den Wald ein, am Tornadostein (1968) geht es rechts weiter und später links, bis wir an den Sportplätzen oberhalb von Ittersbach mit erstklassiger Aussicht wieder aus dem Wald treten. Während der Nordrandweg nach Ittersbach hinabführt, folgen wir nun der Markierung Gelbpunkt rechts, bald wieder im Wald. An der Schutzhütte am Weinbrünnele vorbei führt der Weg hinab nach Marxzell im Albtal.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour16 km
Höhenunterschied310 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktS-Bahn-Haltestelle Busenbach an der S1 Karlsruhe – Ettlingen – Marxzell – Bad Herrenalb; alternativ S-Bahnhaltestelle Kurpark Waldbronn an der S11 Karlsruhe – Busenbach – Waldbronn – Karlsbad.
EndpunktS-Bahnhaltestelle Marxzell an der S1 Karlsruhe – Ettlingen – Marxzell – Bad Herrenalb
TourencharakterVom Heilquellen-Kurort Waldbronn an der Schwarzwald-Bäderstraße folgen wir Wald- und aussichtsreichen Wiesenwegen durch die nördlichen Schwarzwaldberge zur eindrucksvollen Ruine der Barbarakapelle und nach Marxzell im Albtal.
Beste Jahreszeit
KartentippSchwarzwaldvereins-Wanderkarte 1:50000 Blatt 1 Karlsruhe/Pforzheim (Landesvermessungsamt Baden-Württemberg).
MarkierungenBlaue Raute (Nordrandweg) und namentliche Ausschilderungen; ab oberhalb Ittersbach gelber Punkt (Hans-Haarmann-Weg) und namentliche Ausschilderungen.
VerkehrsanbindungA8 Karlsruhe – Stuttgart Ausfahrt Karlsbad und weiter nach Waldbronn. S-Bahn S11 Karlsruhe Hauptbahnhof – Busenbach – Waldbronn – Karlsbad bzw. S1 Karlsruhe Hauptbahnhof – Ettlingen – Busenbach – Marxzell – Bad Herrenalb.
GastronomieWaldbronn, Ittersbach, Marxzell.
Tipps
Die Barbarakapelle. Mönche des Zisterzienserklosters Herrenalb errichteten 1330 auf einer Anhöhe oberhalb von Langensteinbach die spätgotische Wallfahrtskapelle, in der ein Bild der heiligen Barbara als wundertätig verehrt wurde. Nach der Reformation verfiel die Kirche, während des Pfälzischen Erbfolgekriegs wurde sie von französischen Soldaten zerstört. Die stattlichen Reste der Kirche, um die sich viele Legenden ranken, zählen zu den schönsten Ausflugszielen am Schwarzwald-Nordrand, der Chorflankenturm wurde 1966 als Aussichtsturm begehbar gemacht. An der Außenseite des Turms befindet sich der Eingang zur tonnengewölbten Krypta: Dieser Gang, der unter dem Chor hindurchführt, war Teil des einstigen Prozessionswegs. Im Sommer finden an der Barbarakapelle Freilichtgottesdienste und Konzerte statt. Ruinen von Frauenalb Die großartige Ruinenkulisse des ehemaligen Benediktinerinnenklosters Frauenalb wenige Kilometer oberhalb von Marxzell bildet seit 1987 den Rahmen für klassische Konzerte in einem der kunstgeschichtlich bedeutendsten Orte des Albtals. Die heutigen Ruinen stammen aus der Zeit nach der Wiedergründung des Klosters 1631: Der Vorarlberger Architekt Franz Beer errichtete ab 1696 die Konventsgebäude, sein Landsmann Peter Thumb die 1733 geweihte Klosterkirche. Nach der Säkularisation (1802) versteigerte die Gräfin von Hachberg das Kloster an private Investoren, die in den prachtvollen Spätbarock- und Rokokogebäuden Fabriken einrichteten, bald standen nur noch Ruinen. Um ein weiteres Verkommen der Anlage zu verhindern und die Ruinen zu sichern, wurde 1960 die »Stiftung Frauenalb« gegründet. Die erste Klostergründung am selben Ort fand bereits 1180/85 durch Graf Eberhard III. von Eberstein und seine Mutter Uta statt.
Tourismusbüro
Kurverwaltung Waldbronn, Bergstraße 32, 76337 Waldbronn, www.waldbronn.de; Telefon: 07243-5657-0. Telefax: 07243-5657-58, Email: kurverwaltung@waldbronn.de; Gemeinde Karlsbad, Hirtenstraße 14, 76307 Karlsbad, www.karlsbad.de; Gemeinde Marxzell, Karlsruher Straße 2, 76359 Marxzell, www.marxzell.de, Telefon (Zentrale) 07248-9147-0

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Chris Bergmann

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