Von Waischenfeld nach Rabeneck

Eine abwechslungsreiche Wanderung auf bequemen Wegen, steiler Aufstieg aus dem Wiesenttal zur Burg Rabeneck. (Autor: Tassilo Wengel)
10 km
60 m
3.00 h
Von Waischenfeld zum Steinernen Beutel.
Bevor wir die Wanderung beginnen, lohnt sich ein kleiner Rundgang durch Waischenfeld, eine der ältesten Siedlungen im Wiesenttal. Schon in der jüngeren Steinzeit waren die Höhlen der Umgebung bewohnt, und als Rest der mittelalterlichen Besiedlung erhebt sich über der Stadt als Wahrzeichen der »Steinerne Beutel« auf einer Albhochfläche. Stadtrecht erhielt Waischenfeld 1316. In seinen drei Kirchen gibt es bemerkenswerte Kunstschätze zu bestaunen. Sehenswert ist auch die Stadtmühle, die 1452 erstmals urkundlich erwähnt wurde und heute noch betrieben wird. Wir beginnen unsere Wanderung beim Rathaus und Fremdenverkehrsamt und gehen den Kaulberg aufwärts (Markierung grüner Ring), Wegweiser »Burg, Heroldsberg«. Bei der Burg wenden wir uns an einer Gabelung nach rechts, um zum »Steinernen Beutel« zu gelangen. Dieser Rundturm ist ein Rest der über 650 Jahre alten Burganlage der Schlüsselberger. Neben dem »Haus des Gastes« ist in der Burg auch eine Galerie untergebracht, und in der Gaststätte mit Biergarten lässt es sich gut verschnaufen. Von der Höhe kann man eine schöne Aussicht auf Waischenfeld genießen.
Über Heroldsberg zur Rabenecker Mühle.
Nach diesem kurzen Abstecher gehen wir zurück und folgen beim Friedhof und Parkplatz dem Wegweiser nach Heroldsberg. Zwischen Ackerflächen, einzelnen Baumgruppen und Heckengebüschen am Wegrand nähern wir uns dem Ort auf einer schönen Allee. Im Ort angekommen, lädt das Gasthaus Schrüfer mit Schinken und Wurst aus eigener Aufzucht und Herstellung zur Rast ein (außer Montag und Donnerstag). Auf der Durchfahrtsstraße wenden wir uns nach links, schwenken an der Gabelung nach rechts und folgen dem Wegweiser (Markierung grüner Ring) nach Saugendorf. Dort leitet uns die Markierung roter Ring in das Tal der Wiesent zur Rabenecker Mühle. An diesem hübschen Fachwerkbau legen gelegentlich Kanufahrer an, um an dieser schönen Stelle zu rasten. Gegenüber beginnt schließlich am Waldrand mit der Markierung grüner Ring der Aufstieg zur Burg Rabeneck.
Über Gut Schönhof nach Waischenfeld.
Die Burg Rabeneck wurde im 13. Jh. von den Schlüsselbergern gegründet, ist heute noch in Privatbesitz und kann besichtigt werden. Von hier folgen wir dem Wegweiser in Richtung Eichenbirkig bis Schönhof, wo das öko- logisch bewirtschaftete Gut zur Rast ein- lädt. Nach dieser Verschnaufpause wandern wir mit der Markierung grüner Ring zwischen Feld und Wald in das Wiesenttal hinab, das wir bei der Pulvermühle erreichen. Nun geht es auf einem angenehmen Talweg zurück nach Waischenfeld. Eine Variante führt von der Rabenecker Mühle durch das schöne Wiesenttal nach Waischenfeld. Hier bietet sich eine Rast im Café Krems an. Bei gutem Wetter kann man von der herrlichen Sonnenterrasse bei hausgemachten Kuchen die Aussicht in das Wiesenttal und zur Burg Rabeneck genießen.

Gehzeiten.
Waischenfeld – Heroldsberg 3/4 Std. – Saugendorf 3/4 Std. – Burg Rabeneck 3/4 Std. – Pulvermühle 3/4 Std. – zurück nach Waischenfeld 1/4 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied60 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortWaischenfeld
AusgangspunktWaischenfeld, Rathaus.
EndpunktWaischenfeld, Rathaus.
TourencharakterDie Höhen über dem Wiesenttal sind für Wanderer genauso reizvoll wie die Niederung der Talebene. Ein Ausflug zur Burg Rabeneck bietet die Möglichkeit, das schöne Wiesenttal aus der Vogelperspektive zu bestaunen.
Beste Jahreszeit
KartentippFritsch Wanderkarte Naturpark Fränkische Schweiz –Veldensteiner Forst – Hersbrucker Alb, Blatt Süd, Maßstab 1 - 50000.
VerkehrsanbindungAuto. Auf der Autobahn A 70 bis zur Anschlussstelle Stadelhofen, über Hollfeld nach Waischenfeld oder auf der A 9 bis zur Anschlussstelle Trockau und weiter nach Waischenfeld. Bahn. Bahnstation Bayreuth, dann mit dem Bus bis Waischenfeld.
GastronomieWaischenfeld - Historisches Gasthaus Zum Roten Roß, Tel. 09202/401 (nur abends geöffnet); Brauerei Heckel, Vorstadt 3, Tel. 09202/493, kleiner uriger Gastraum und süffiges, preiswertes Bier. Heroldsberg: Gasthaus Schrüfer, Nr. 11, Tel. 09202/260. Eichenbirkig: Gut Schönhof, Tel. 09202/1228.
Tipps
Hotel Zur Post, Waischenfeld. Angeboten werden fränkische Gerichte aus heimischen Produkten wie Karpfen, Forelle, Wild und Spargel. Als Besonderheit des Hauses gelten Spezialitäten von Lämmern aus eigener Schafherde sowie Lammprodukte wie Salami, Schinken und Dosenwurst.
Informationen
Gut Schönhof in Eichenbirkig. Zwischen den Burgen Rabeneck und Rabenstein liegt das Gut Schönhof, eine alte Hofstelle aus dem 18. Jh., das öko- logisch bewirtschaftet wird. Im denkmalgeschützten Gutshaus und dem Hof kann man die leckeren Speisen genießen. Zum Gut Schönhof gehören eine eigene Metzgerei, eine Käserei und ein Hofladen, außerdem kann man hier in komfortablen Appartements oder im urigen Heuhotel übernachten.
Unterkunft
Waischenfeld - Hotel zur Post, Marktplatz 108, Tel. 09202/750, www.hotel-zur-post- waischenfeld.de; Gasthof–Café–Restaurant Jöbstel, Harletzsteiner Weg 178, Tel. 09202/ 240, www.gasthof-joebstel.de.
Tourismusbüro
Städtische Tourist-Information, Markt 1, 91344 Waischenfeld, Tel. 09202/960117 oder 19433, E-Mail: tourist-info@waischenfeld.bayern.de, www.waischenfeld.de.

Lust bekommen? Noch mehr Touren finden Sie in unserem Buchtipp:

Tassilo Wengel

Mystische Pfade Fränkische Schweiz

Mehr als wandern: Dieser Wanderführer Fränkische Schweiz lotst durch urwüchsige Landschaft, zu historischen Bräuchen und geheimnisvollen Kraftorten.

Jetzt bestellen
Mehr zum Thema