Von Usedom Stadt in die Mellenthiner Heide

Wald- und aussichtsreiche Feldflurwanderung. (Autor: Bernhard Pollmann)
28 km
220 m
6.00 h
Vom Anklamer Tor in Usedom wandern wir wie bei Tour 11 über den aussichtsreichen Schlossberg und nach Paske am Ostufer des Usedomer Sees und folgen der Eichenblatt-Markierung des Naturlehrpfads Ostseeküste durch die Wälder am Weißen Berg weiter bis zur Verzweigung: Hier verlässt der Naturlehrpfad Ostseeküste das Ufer des Usedomer Sees, führt landeinwärts, quert die nach Welzin führende Straße und taucht nach Überqueren der nach Stolpe führenden Allee in die Wälder des Usedomer Stadtforsts ein. Dort geht es an der ersten markanten T-Kreuzung rechts weiter und bald in aussichtsreichen Wiesen auf das Kirch- und Gutsdorf Stolpe zu. Das oft auch als »Schloss« bezeichnete ehemalige Gutshaus, ein zweigeschossiger Putzbau mit runden Ecktürmen, ist mit den dazugehörigen Außenräumen und der Remise der bauliche Mittelpunkt der 1817 als vom Gut rechtlich unabhängig gegründeten Gemeinde. Zusammen mit dem gegenüberliegenden Dorfteich, der Landbäckerei, der neugotischen Kirche und den alten Bäumen formt sich ein schönes Dorfensemble. 1945 rückte die Rote Armee in Stolpe ein, das Schloss wurde geplündert, die seit 200 Jahren darin wirtschaftende Familie verjagt und das Schloss bis 1989 als »Volkseigentum« im Bann einer Traktorenstation zur Ruine heruntergewirtschaftet. Derzeit ist die Gemeinde Schlossherrin und baut das Schloss wieder auf: Ein Feriendomizil in der landschaftlich reizvollen und ruhigen Lage soll hier entstehen. Von Stolpe folgen der Naturlehrpfad Ostseeküste und der Mecklenburgische Seen-Radweg der Straße zum Kiebitzkrug und weiter zum Teil mit wunderschöner Aussicht in das kleine Dorf Gummlin.
Geht man hier rechts weiter, gelangt man zum kleinen Gummliner Naturhafen am Kleinen Haff. Der Naturlehrpfad Ostseeküste führt jedoch landeinwärts und wendet sich an der Kreuzung rechts zum Usedomer Wisentgehege in der Mellenthiner Heide bei Prätenow. 2004 kam der »König des Waldes« zurück nach Usedom: Drei Wisentkühe und ein Bulle leben seither als erste Tiere in dem 5,5ha großen Freigehege. Die Tiere kamen aus dem Gehege des Nationalparks Wollin, der Zuchtbulle PowiewII. stammt aus dem polnischen Bialowieski-Nationalpark. Geöffnet ist das Schaugehege von Mai bis Oktober täglich von 10 bis 17 Uhr. Tagsüber halten sich die Kühe und der Bulle im Schaugehege auf, abends dürfen sie ins Außengehege. Bei Prätenow verzweigt sich der Naturlehrpfad Ostseeküste: Ein Strang führt nordwärts über die ehemalige Bahntrasse hinweg und wendet sich schließlich links in die Wälder der Mellenthiner Heide. Bald nach Passieren der Zufahrt zum Forsthaus Waschensee zweigt der Naturlehrpfad an einer großen Kreuzung links auf einen Sandweg ab, der zurück Richtung Gummlin führt. Dort geht es auf derselben Route wie beim Hinweg zurück in die Stadt Usedom.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour28 km
Höhenunterschied220 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktAnklamer Tor in Usedom.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterVon der mittelalterlichen Stadt Usedom führt der Naturlehrpfad Ostseeküste in einer herrlichen Wald- und Wiesenwanderung durch das stille Achterland zum Usedomer Wisentgehege in der Mellenthiner Heide bei Prätenow. Unberührte Natur, viel Sehenswertes, typische Reetdachhäuser prägen das Achterland um die Stadt Usedom.
Beste Jahreszeit
MarkierungenEichenblatt (Naturlehrpfad Ostseeküste).
VerkehrsanbindungB110 Anklam – Usedom – Zirchow – Ahlbeck.
GastronomieUsedom, Stolpe.
Tourismusbüro
Stadtinformation Usedom, Markt 7, 17406 Usedom, www.stadtinfo-usedom.de
Mehr zum Thema