Von Torbole nach Nago

Unschwierige Rundwanderung auf weitgehend bequemen Wegen; kein Schatten. (Autor: Helmut Dumler)
4 km
205 m
1.00 h
Goethe wohnte im Altstadtkern (85m) von Torbole in der Casa Alberti an der Piazza Vittorio Veneto, wo wir aufbrechen, rechts des Hotels Centrale. Kurz danach steht rechts etwas abseits die Kirche Sant'Andrea, geweiht 1175, barockisiert im 18.Jh. Wo sich die alte Fahrstraße nach Nago links wendet, gehen wir rechts weiter. Anschließend geradeaus, vorbei am Hotel Santa Lucia, dann auf der geschotterten Strada Santa Lucia, wo 1439 der sensationellste Schiffstransport der europäischen Geschichte erfolgte. Die Strada führt hinein ins gleichnamige Tal mit dem Parco nell'Oliveto. Angeblich handelt es sich dabei um die ältesten Ölbäume am See. Außerdem wachsen hier Steineichen, Strandkiefern, Oleander, Ginster – ein natürlicher botanischer Garten!
Links unseres Aufstiegsweges erkennen wir die Achtung gebietenden Felswände des Dosso di Penede. Wir kommen an die Felsen heran, passieren einen Marienbildstock und erreichen den gepflegten Rast- und Aussichtsplatz. Oberhalb davon kommen wir in das 1171 erstmals urkundlich erwähnte Nago (220m). Rechts am ersten alten Haus (Casa Mazzoldi), einst Zollstätte, befindet sich ein venezianisches Fresko (Maria mit Kind) aus dem Jahre 1537. Eine halbe Stunde nach Torbole stößt man in Nago auf die Strada del Monte Baldo, wo wir links gehen. An Haus Nr. 4 ist in Wandmalerei der erwähnte Schiffstransport dargestellt. Wenig später erneut links in den Durchgang »Al Castello«. Mit dem kleinen Weg hinauf zu einer Kuppe (Rastbank) des Dosso di Penede. Daran rechts vorbei und linkshaltend (Trimm-dich-Stationen) zur Ruine des Castello di Penede (285m), erstmals 1210 beurkundet, zerstört 1701. (Von Torbole 40Min.)
Wieder unten in Nago geht man links zur barocken Kirche Santa Trinità. An der Durchgangsstraße folgen links mittelalterliche Mauerreste eines Burghauses der Grafen Tonelli sowie die Kollegiatskirche San Vigilio. Vor dem Postamt bzw. der Casa dei Sighele hält man sich links und gelangt, vorbei am öffentlichen Parkplatz zum Ristorante-Pizzeria La Villa. Anschließend zwischen neuer und alter Straße in den Parco Val dei Molino; Informationstafel, Spielplatz. Links zeigt sich das österreichische, 1860–1862 armierte Fort Nago. Wir folgen rechts der einstigen Römerstraße, kurz parallel zur Autostraße. Danach geht es unter Olivenbäumen weiter, vorbei an den ersten »Gletschertöpfen«, zur Bar 6. Grad: beredter Hinweis auf die extremen Klettereien der näheren Umgebung, die in den X. Schwierigkeitsgrad gesteigert wurden. Auf der Autostraße 200m links. Beim Wegweiser rechts ab, an der Gabelung nochmals rechts und hinunter zu den Marmitte dei Giganti (ca. 180m), aus dem Kalkstein gemahlen durch eiszeitliche Gletscherwasser; Info-Tafeln.
Von den »Töpfen der Riesen« geht es kurz zurück. Wegweiser zeigen rechts »Torbole« und »Palestra di roccia« an. Vielleicht ist dieses Tal ja das Felsamphitheater, von dem Goethe schrieb? Rechts finden Felsakrobaten ein reiches Betätigungsfeld im grauen Kalk. Unser Weg führt nun neben einem Bach her, der rechts überquert wird, und führt zurück zu den Häusern von Torbole. Beim Albergo Villa Stella geht es links in den Ort.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour4 km
Höhenunterschied205 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktTorbole (85m). Parkplätze u.a. auf dem Busparkplatz gegenüber des Hotels Santoni.
EndpunktWie Ausgangspunkt
Tourencharakter»Wie sehr wünschte ich meine Freunde einen Augenblick neben mich, dass sie sich an der Aussicht freuen können, die vor mir liegt«, schwärmte Goethe in Torbole anlässlich seiner Italienreise am 12. September 1786.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass 1:25000, Blatt 691.
VerkehrsanbindungVon der Autobahnanschlussstelle Rovereto Sud 14km, von Riva 4km, von Trient 42km. Busverbindungen mit Mori (nächster Bahnhof). Schiffsanleger.
GastronomieRistoranti in Torbole und Nago.
Tipps
»Sisam alla torbolana«. In Torbole am Hafen bietet das Ristorante La Terrazza, bekocht vom Besitzer Ivo Morelli, heimische Fischspezialitäten wie »Sisam alla torbolana«: kleine Süßwasserfische, süßsauer mariniert und in Öl gebacken mit einem Häubchen Polenta. Am Hauptplatz u.a. Pizzerie al Porto, Centrale.
Unterkunft
Torbole: Garni-Hotel Santoni***, Tel. 0464/505966; Garden**, Tel. 0464/505165. Camping: Mehrere Plätze, z.B. Europa**, Tel. 0464505888.
Tourismusbüro
Azienda di promozione turistica, Via Lungolago Verona 19, I-38069 Torbole. Tel. 0464/505177, Fax 0464/505643, E-Mail: info@gardatrentino.itInternet: www.gardatrentino.it

Lust bekommen? Noch mehr Touren finden Sie in unserem Buchtipp:

Joachim Lutz, Sabine Malecha

Wanderführer Gardasee

40 abwechslungsreiche Touren rund um den Gardasee, die mit Übersichts- und Detailkarten, Tourencharakteristik und Höhenprofil genau beschrieben werden.

Jetzt bestellen
Mehr zum Thema