Von Tilleda zu den Kyffhäuserburgen

Wald- und aussichtsreiche Wiesenwanderung auf fast durchgehend bequemen Wegen, zum Teil steil. (Autor: Chris Bergmann)
15 km
300 m
4.00 h
Nach dem lohnenden Rundgang im Freilichtmuseum Königspfalz Tilleda folgen wir der Markierung »x 8« des Barbarossawegs (zugleich Markierung »gelbes Quadrat«) am Mühlenmuseum vorbei durch aussichtsreiche Obstbaumwiesen, begleitet von den Informationstafeln eines Wald- und Sortenlehrpfads. Schon bald taucht der Barbarossaweg in einen Hohlweg ein, führt steiler aufwärts und erreicht den Rastplatz Rosengarten bei der Unterburg. Von den aussichtsreichen Ruinen der Unterburg geht es hinauf zur Mittelburg und zum Eingang der Oberburg (mit dem Kyffhäuserdenkmal), für die Eintritt errichtet werden muss; der Barbarossaturm auf dem Gelände der Oberburg markiert den Endpunkt des Barbarossawegs. Für die Besichtigung der aus sächsisch-ottonischer bis Stauferzeit stammenden Ruinen der 1118 zerstörten Reichsburg Kyffhausen, des wilhelminischen Kyffhäuserdenkmals (1896, Bruno Schmitz) und des Museums sollte viel Zeit veranschlagt werden.
Vom Kassenhäuschen unterhalb des Kyffhäuserdenkmals folgen wir der auch als Pferdekutschenzufahrt genutzten Zugangspromenade im Wald hinab zum Gaststätten- und Parkplatzbereich. Dort gibt die Markierung »blau-x« des Hauptwanderwegs Zittau – Wernigerode die weitere Route vor. Wer nur eine Kurzwanderung unternehmen will, kann dem Weitwanderweg links hinab (Richtung Bad Frankenhausen) in das Lange Tal folgen, trifft im Langen Tal auf den Kaiserweg und folgt diesem links zurück zum Ausgangspunkt. Lohnenswert ist es jedoch, dem Weitwanderweg Richtung Kelbra zu folgen, denn an diesem schönen Wanderweg durch die als Naturschutzgebiet ausgewiesenen Laubwälder der Kyffhäuser-Nordflanke liegen die mächtigen Ruinen einer weiteren Burg, der Rothenburg. An diesem sehr schönen Rastpunkt bietet sich eine weite Aussicht auf die Goldene Aue, auf Kelbra mit dem Stausee sowie auf den Unter- und den Hochharz.
Von der Rothenburg leitet der Hauptwanderweg Zittau – Wernigerode steil hinab Richtung Kelbra, verlässt bald den Wald und tritt in aussichtsreiches Wiesenland. Dort verlassen wir an der ersten Verzweigung den Hauptwanderweg und biegen rechts ab auf den mit dem Zeichen »grüne Scheibe« markierten Weg. Er leitet meist mit hervorragender Aussicht zurück nach Tilleda.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour15 km
Höhenunterschied300 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz an der Königspfalz Tilleda (175 m).
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterVom Königspfalz-Freilichtmuseum Tilleda führt diese Wiesen- und Waldwanderung zu den imposanten Ruinen und zum Denkmal auf dem Kyffhäusergebirge.
Beste Jahreszeit
KartentippSüdliches Harzvorland (Thüringer Landesvermessungsamt).
MarkierungenNamentliche Ausschilderung, x 8, gelbes Quadrat, blau-x, grüne Scheibe.
VerkehrsanbindungStraße der Romanik Kelbra – Tilleda. Regionaler Busverkehr.
GastronomieTilleda sowie zahlreiche Einkehrmöglichkeiten im Bereich des Burgenkomplexes/Kyffhäuserdenkmal.
Tipps
Wahrzeichen der Reichsburg Kyffhausen ist der Barbarossaturm, ein fast quadratischer Wohnturm, der ursprünglich 30 m Höhe erreichte. Hinter seinen rund 3 m dicken Mauern sollte die Besatzung im Fall einer Erstürmung der Burg Zuflucht finden. 1118 wurde die Burg von aufständischen sächsischen Adligen zerstört, ab dem späten Mittelalter wurden ihre Reste als Steinbruch genutzt. Am besten erhalten ist die eindrucksvolle Unterburg; von ihrer Nordmauer bietet sich ein hervorragender Blick auf die Goldene Aue und den Unterharz.
Unterkunft
Der Hauptfremdenverkehrsort im Norden des Kyffhäusergebirges ist Kelbra, dort gibt es zahlreiche Unterkunftsmöglichkeiten.
Tourismusbüro
Stadtinformation Kelbra, Lange Straße 10, 06537 Kelbra, Tel. 034651/65 28, Fax 034651/3 83 22, Internet www.kelbra.de.

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Chris Bergmann

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