Von Sosa auf den Auersberg

Zum Teil steile Berg- und Talwanderung, überwiegend im Wald auf meist fahrradtauglichen Wegen. (Autor: Bernhard Pollmann)
19 km
640 m
5.00 h
Von der Kirche in der Ortsmitte der historischen Köhler- und Bergbaugemeinde Sosa folgen der mit dem Zeichen »Blaustrich« markierte E3 und der mit dem Zeichen »Rotstrich« bezeichnete Drei-Talsperren-Wanderweg der Auersberger Straße hinauf zum Parkplatz an der Talsperre Sosa und tauchen hier links auf einem Forstweg in den Wald ein. Zwischen den Bäumen bieten sich immer wieder Blicke auf den Stausee, dann erreichen wir das von der Kleinen Bockau durchflossene Höllengrundtal und wandern in ihm kurz aufwärts bis zur Verzweigung an der Schutzhütte.
Wer dem schönen Tal weiter aufwärts folgt, gelangt zur Verzweigung am Kleinen Stern und von dort aus über den Kammweg (Blaustrich) auf den Auersberg; dies ist auch eine attraktive Rückwegvariante.
Der E3 hingegen verlässt das Tal der Kleinen Bockau und führt in steilem Anstieg rechts hinauf zum Großen Stern auf den Kamm des Auersbergmassivs. Von dort geht es auf dem schnurgeraden »Mittelflügel« in stetem Anstieg weiter zum Gipfel des Auersbergs. Der 18m hohe Aussichtsturm bietet ein unvergleichliches Panorama des sächsischen und böhmischen Erzgebirges. Ein Berggarten dokumentiert die charakteristische Flora, ein Berggasthof lädt zur Einkehr. Das Auersberggebiet ist das schneereichste Gebiet des Erzgebirges, weshalb sich diese Region früher als »erzgebirgisches Sibirien« bezeichnen lassen musste. Heute bildet der Schneereichtum die Grundlage für vielfältige Wintersportaktivitäten; die Loipen sind manchmal bis weit in den April hinein befahrbar, während es in den Tälern zu schon zu grünen und zu blühen beginnt. Vom Auersberg leitet der Schlangenweg in Serpentinen durch die Westflanke hinab nach Wildenthal im Tal der Großen Bockau. Hier folgen wir kurz der Straße talabwärts und biegen dann auf den fahrradtauglichen Weg längs der Großen Bockau ein. Er folgt durchgehend dem über Granitblockwerk gischtenden Bach im tief eingeschnittenen Tal. Die schönste Passage bildet das Naturschutzgebiet Bockautal, an dessen unterem Ende die Felsgruppe Kamel aufragt. An der wenig später erreichten Rektorbrücke besteht die Möglichkeit, nach Sosa abzukürzen, ebenso an der nächsten Brücke (auf dem Höllengrundweg zur Talsperre, dort links auf dem Rundwanderweg), doch wir wandern weiter talabwärts an der Hotelgaststätte Zimmersacher und am Blauenthaler Wasserfall vorbei. In Blauenthal angekommen treffen wir auf den Drei-Talsperren-Weg und folgen ihm rechts auf dem Zinnsteig zurück nach Sosa.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour19 km
Höhenunterschied640 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktOrtsmitte Sosa oder Parkplatz an der Talsperre.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterVon der Talsperre Sosa führt der Europäische Fernwanderweg 3 auf den Auersberg, den höchsten Gipfel des Westerzgebirges, und steil hinab nach Wildenthal im Tal der Großen Bockau. In diesem naturschönen, als Naturschutzgebiet ausgewiesenen Tal wandern wir flussabwärts zum einzigen Wasserfall des Erzgebirges und kehren auf dem Zinnsteig zurück nach Sosa. Die herrliche Ganztagswanderung lässt sich dank des dichten, gut ausgeschilderten Wegenetzes vielfach variieren und abkürzen.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte 1:50000 mit Wanderwegen Blatt L5540 Auerbach oder Naturparkkarte Erzgebirge-Vogtland 1:25000 Blatt 1/2 (Landesvermessungsamt Sachsen).
MarkierungenBlauer und roter Strich und namentliche Ausschilderungen.
VerkehrsanbindungB283 Klingenthal – Eibenstock – Aue und in Eibenstock-Blauenthal abzweigen nach Sosa. Von Sosa folgt man einer Stichstraße zum Parkplatz an der Talsperre.
GastronomieSosa, Auersberg, Wildenthal, Zimmersacher, Blauenthal.
Tipps
Talsperre Sosa. Die Talsperre Sosa wurde in den Jahren 1949–52 im wildromantischen Höllengrundtal, einem der urtümlichsten Täler des Westerzgebirges, unter dem Namen »Talsperre des Friedens« errichtet. Der 36 ha kleine Stausee enthält sechs Millionen Kubikmeter Trinkwasser – Baden und Wassersport sind nicht möglich. Durch die Wälder rund um den See führt ein abwechslungsreicher Rundwanderweg, bei dem man ober- und unterhalb des Stausees das von der Kleinen Bockau durchflossene Höllengrundtal durchquert. Der beste Aussichtspunkt ist der »Talsperrenblick« (vom Parkplatz aus etwa 10Min. in der dem E3 entgegengesetzten Richtung) bei der Freilichtbühne.
Tourismusbüro
Tourist-Information Eibenstock, Postplatz 4, 08309 Eibenstock, Tel. 037752/2244, Internet: www.eibenstock.de
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