Von Ruhla zu den Wartbergen

Rundwanderung, vorwiegend auf bequemen Wegen mit schönen Aussichten. (Autor: Tassilo Wengel)
18 km
675 m
4.00 h
Vom Wanderparkplatz in der Oberstadt von Ruhla am Ende der Wintersteiner Straße folgen wir dem Wegweiser zum Meisenstein (Markierung gelbes Quadrat). Zunächst gehen wir auf einer Asphaltstraße, die bald von einem befestigten Kiesweg abgelöst wird. Nach 15Min. kommen wir zum Aschhof, einem Sitzplatz mit Wegweiser. Hier schwenken wir nach rechts (Markierung blauer Punkt für Thüringenweg und gelbes Andreaskreuz) und halten uns an der folgenden Gabelung halblinks, d.h. wir benutzen den unteren Weg und kommen zum Königshäuschen, einer bewirtschafteten Wanderhütte (geöffnet Sa 9:00–22:00Uhr, So 9:00–16:00Uhr, Nov geschlossen). Wir setzen unsere Wanderung auf dem Thüringenweg fort und erreichen einen Sitzplatz, von dem sich ein zauberhafter Blick auf bewaldete Höhen bietet. Wir folgen dem blauen Punkt weiter und gehen an der Wegekreuzung geradeaus. Vor allem Laubwald mit Buchen und Birken bestimmt unseren Weg, der sich am Hang entlang zieht und uns an einem Sitzplatz mit traumhaften Ausblicken belohnt. Wir wandern weiter auf der Weinstraße, einem herrlichen Panoramaweg, von Fingerhüten und zahlreichen anderen Kräutern begleitet. Am Wegweiser »Meisenstein 1km« halten wir uns links (Markierung gelbes Andreaskreuz), gelangen zum Wegweiser »Alte Weinstraße 630m« und wandern durch Buchenwald bis zum Wegweiser, wo ein Pfad auf den Meisenstein, einem Porphyrfelsen, abzweigt. Dieser Abstecher lohnt sich, denn die Aussicht von diesem schönen Rastplatz ist großartig und reicht über dicht bewaldete Höhen bis zum Großen Inselsberg.
Anschließend folgen wir dem Weg zum Kammweg der Wartberge, unterhalb der hohen Wand des Meisensteins vorbei, zu einer alten Buche mit Sitzplatz. Hier gilt die Markierung grüner Querstrich; an der folgenden Gabelung halten wir uns rechts (Wegweiser Wartberg, Kammweg – Backofen – Dietzelstein) und folgen der Markierung roter Punkt. Ein schmaler Weg führt durch Buchenwald auf die aus Muschelkalk bestehenden Wartberge und zum Abzweig des Aussichtspunktes Sommerkopf (2Std.). Hoch über dem Nordabfall des Großen Wartberges gelegen, bietet sich ein großartiges Panorama auf die Ortschaften Schmerbach und Schwarzhausen, die bewaldeten Höhen des Hörselbergzuges und dem Galgenkopf in der Mitte.
Auf unseren Wanderweg zurückgekehrt, folgen wir weiter der Markierung roter Punkt und gelangen zum Abzweig Backofenloch, einer etwa 20m langen Höhle, die durch Auslaugung des Kalksteins entstanden ist. Wir setzen unsere Tour auf den Kleinen Wartberg fort, gehen am Abzweig zum Dietzelstein vorbei (wegen hoch gewachsener Bäume keine Aussicht) und folgen der Markierung roter Punkt weiter. Durch eine Art Hohlweg, kurzzeitig auf feuchtem und rutschigem Weg mit viel Laub, geht es abwärts, bis wir auf eine Asphaltstraße stoßen. Hier wenden wir uns nach links, kommen zum Wegweiser »Rögispromenade« und folgen dem Hinweis nach Thal, Kittelsthal der Asphaltstraße weiter, am Grillplatz und einem Brauchwasserbecken vorbei, bis zu den ersten Häusern von Thal. Hier wenden wir uns beim Wegweiser in Richtung Aschhof 3km nach links (Markierung gelbes Quadrat), gehen aufwärts, überqueren eine Forststraße und folgen nun dem grünen Andreaskreuz auf einem breiten Waldweg allmählich ansteigend. Wir wandern an einer Quelle vorbei und erreichen schließlich den 1. Wegweiser nach Aschhof. Wir gehen einige Meter weiter bis zum zweiten Wegweiser, biegen hier nach rechts und gelangen wieder zum Ausgangspunkt.

Wanderwege Thüringer Wald

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour18 km
Höhenunterschied675 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktRuhla.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterSchöne Aussichten charakterisieren die Wanderung zu den Wartbergen. Zuvor lohnt sich in Ruhla ein Besuch der Köhlergasse, der ältesten Straße des Ortes sowie des Heimatmuseums. Hier kann man neben den berühmten Ruhlaer Uhren auch viele Meerschaumpfeifen bestaunen.
Beste Jahreszeit
KartentippWanderkarte Naturpark Thüringer Wald, Nr.1, Maßstab 1:30000, grünes herz, verlag für tourismus oder Fritsch-Wanderkarte Nr.45 1:50000, Westlicher Thüringer Wald und Vordere Rhön.
MarkierungenGelbes Quadrat, blauer Punkt, grüner Querstrich, roter Punkt, gelbes Quadrat, grünes Andreaskreuz.
VerkehrsanbindungAutobahn A4, Abfahrt Waltershausen, über Waltershausen auf der B88 Richtung Eisenach über Schmerbach, Seebach und Thal; Busverbindung mit Eisenach.
GastronomieRuhla: Gasthof Zum Landgrafen, Köhlergasse 74; Eis-Café Keitel, Obere Lindenstraße. Thal: Hotel Klosterschänke, Ruhlaer Straße 14.
Tipps
Das Heimatmuseum in Ruhla. In einem Fachwerkhaus thüringisch-fränkischer Bauart ist das sehenswerte Heimatmuseum untergebracht. In 15 Räumen wird die handwerkliche und industrielle Entwicklung vom frühen Mittelalter bis in die Neuzeit in vielfältiger Weise gezeigt. Zu den Besonderheiten gehört eine Spezialsammlung von Tabakpfeifen aus Holz, Porzellan, Ton und Meerschaum, wobei die Meerschaumbildhauerei und die Porzellanmalerei mit ausgefallenen Objekten gezeigt werden. Nicht zu vergessen die Uhren- industrie von den Anfängen bis in die 80erJahre des 20.Jh. Geöffnet Di, Do, Sa 13:00–17:30Uhr, Mi, Fr 9:00–14:00Uhr, So, Mo geschlossen.
Unterkunft
Hotel und Restaurant »Arnstädter Hof«, Tel. 036929/88911, www.arnstaedter-hof.de; Gasthof & Pension »Zur Klause«, Tel. 036929/63485, www.zurklause.com.
Tourismusbüro
Tourist- und Naturparkinformation, Am Markt 1, 99842 Ruhla, Tel. 036929/89013, www.ruhla.de.

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