Von Rhens nach Boppard

Diese Wanderung führt zu einem beeindruckenden Aussichtspunkt, dem Gedeonseck. Von dort bietet sich die beste Gelegenheit, den Blick auf den Bopparder Hamm, die größte Schleife des Rheins, zu genießen. Die Landschaft zwischen Boppard und Spay ist ein wichtiges Weinanbaugebiet am Mittelrhein, das von trockenem und warmem Klima geprägt ist. Der Hunsrück hält feuchte Westwinde fern, und der Schieferboden reflektiert die Sonnenstrahlen auf den nach Süden geneigten Hängen. (Autor: Tassilo Wengel)
12 km
420 m
3.00 h

Von Rhens zum Jakobsberg

In Rhens starten wir am Rathaus, gehen zur Mainzer Straße und schwenken nach Überqueren des Fußgängerschutzwegs rechts in die Schulstraße. Unser Weg führt zur B9, die wir überqueren und nach links in den Jakobsberger Weg biegen. Dieser mündet in den Bornpfad, auf dem wir links zu einer Querstraße gelangen. Über einige Stufen hinab zum Sauerbrunnen und entlang des Bachs, bis einige Stufen zu einem Schotterweg hinaufführen. An der Römerecke am Ortsanfang von Brey können wir auf einer Bank verschnaufen, bevor wir Brey auf dem Rheinburgenweg durchqueren. Dieser kleine Ort kann mit einigen Fachwerkhäusern und einer kleinen katholischen Kapelle mit sehenswerter Innenausstattung aufwarten.

Über die Römerstraße und die Straße Auf der Brück gelangen wir in den Ackerweg, gehen zum Waldrand und wandern diesen entlang, um kurz danach nach rechts auf einen Forstweg zu schwenken. Nach wenigen Metern verlassen wir den Forstweg wieder nach rechts und wandern nun abwärts in Richtung Breyerbachtal. Unseren Weg begleiten zum Teil die Reste einer römischen Wasserleitung, die in 4,50 Metern Tiefe durch Schiefer führt. Weiter absteigend, erreichen wir den Sportplatz von Brey, biegen nach links und kommen zu einer Infotafel des Rheinburgenwegs. Hier steigen wir auf einem Pfad steil aufwärts, gelangen zu einem Waldweg und biegen nach links. Von einer Hütte wandern wir nun auf dem Feldweg durch die offene Landschaft mit alten Weinbergen, bis unser Wanderweg auf dem Rheinburgenweg in den Wald führt.

Nachdem wir auf einen Waldweg nach links abgebogen sind, erreichen wir einen mit zwei großen Steinen blockierten Pfad, der uns leicht ansteigend aus dem Wald zu einer Asphaltstraße leitet. Links befindet sich das ehemalige Klostergut Jakobsberg, heute eine Hotelanlage mit umfangreichen Sport- und Freizeiteinrichtungen, zu denen auch eine Golfanlage gehört.

Zum Vierseenblick

Von nun an führt unser Rheinburgenweg in Richtung Boppard. Wir wandern durch Mischwald bergan und kommen zu einem Abzweig zur Friedrichshöhe, von wo sich ein schöner Blick auf das Rheintal bietet. Wieder zurück am Wanderweg erreichen wir eine Sitzgruppe, folgen hier dem Wanderweg nach links und kommen zur Engelseiche, wo sich der Rheinburgenweg in zwei Varianten teilt. Weniger spektakulär ist die Route auf dem breiten Schotterweg in Richtung Boppard.

Wir halten uns bei der Engelseiche links und steigen auf einem Pfad bergan, dabei erneut den schönen Ausblick genießend. Am Mountainbike-Park treffen beide Wegvarianten wieder zusammen und leiten uns nun zu einem prächtigen Aussichtspunkt am Rhein, dem Vierseenblick. Hier entsteht der Eindruck, der Rhein bestehe aus vier Seen, die miteinander verbunden sind.

Auf schönem Waldweg geht es weiter zum Höhepunkt der Tour, dem Gedeonseck. Von diesem atemberaubenden Platz oberhalb des Bopparder Hamms erkennt man, wie der Rhein durch die Hebung des Rheinischen Schiefergebirges einen abrupten Richtungswechsel erfuhr und so nun eine malerische Schleife in der Landschaft bildet.

Abwärts nach Boppard

Um nach Boppard zu gelangen gibt es zwei Möglichkeiten - Fußmüde Wanderer können kurz nach dem Gedeonseck mit der Seilbahn hinunter nach Boppard schweben. Wir folgen dem Rheinburgenweg weiter, unterqueren bald die Seilbahntrasse und gelangen zu einem kleinen Pavillon mit schöner Aussicht. Ein kleiner, felsiger Pfad führt zum Parkplatz und zum Eingang des Klettersteigs zur Engelseiche.

Wir wandern weiter, schwenken nach der Bahnunterführung links und können bald an der schönen Uferpromenade rasten. Hier bieten sich mehrere Möglichkeiten zur Einkehr an, bevor wir unseren Weg an der Alten Burg vorbei fortsetzen. Diese wurde Mitte des 14.Jahrhunderts von Balduin in der Nordostecke der römischen Mauer als Wasserburg mit sechs Meter breiten und zwölf Meter tiefen Mauern errichtet. Aus dieser ersten Bauzeit stammt noch der Bergfried, der, wie einige Räume der Alten Burg, als Heimat-, Holz- und Wald- sowie als Weinmuseum genutzt wird (geöffnet April–Okt., Di–So 10–12.30Uhr und 13.30–17Uhr). In der Burgkapelle sind wertvolle Fresken aus dem 14.Jahrhundert erhalten.

Rhens – Engelseiche 2.30 Std. – Boppard 0.45 Std. Insgesamt 3.15 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied420 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktRhens
EndpunktBoppard
TourencharakterAbwechslungsreiche Wanderung auf Wald- und Wiesenwegen mit schöner Aussicht vom Gedeonseck 
Hinweise
Weinhaus »Heilig Grab«. Dieses Haus ist Boppards älteste Weinstube und seit mehr als 200 Jahren in Familienbesitz. In der gemütlichen Gaststube oder im Garten unter schattigen Kastanienbäumen kann man die gute Küche ebenso genießen wie eine typische Winzervesper mit exzellenten Weinen aus dem Weingut, z.B. mit Fässerlay, Feuerlay und Mandelstein aus dem Bopparder Hamm.
KartentippRheinsteig mit RheinBurgenWeg, Topographische Freizeitkarte 1 - 50000, 2.Auflage 2006
VerkehrsanbindungAuto - Auf der B9 bis Rhens. Bahn: Bahnstation Rhens
GastronomieIn Jakobsberg - Hotel & Golfanlage, Tel. 06742/8080. Unterwegs Café-Restaurant Vierseenblick und Restaurant Gedeonseck. In Boppard: Weinhaus »Heilig Grab«, Zelkesgasse 12, Tel. 06742/2371, und zahlreiche weitere Möglichkeiten
Unterkunft
In Boppard - Hotel Rheinlust, Rheinallee 27–30, Tel. 06742/30010; Hotel Sonnenhof, Kirchgasse 8, Tel. 06742/3223
Tourismusbüro
Fremdenverkehrsamt Rhens, Am Viehtor 2, 56321 Rhens, Tel. 02628/96 05 56, info@rhens.de, www.rhens.de

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