Von Ralswiek über die Schwarzen Berge

Angenehme Waldwanderung auf bequemen Wegen, neben der B96 auf asphaltiertem Radweg. (Autor: Tassilo Wengel)
11 km
50 m
3.00 h
Wir starten in Ralswiek beim großen Parkplatz am Räucherschiff und folgen dem Wegweiser in Richtung Jachthafen. Bei der Gaststätte Zum Likedeeler halten wir uns rechts und folgen dem Weg. Er mündet auf eine Teerstraße, hier halten wir uns links und folgen der Markierung blauer Querstrich bis zum Wegweiser »Slawischer Lehrpfad«. Hier wenden wir uns nach rechts und wandern in den Wald. Wir befinden uns schon im Bereich der Schwarzen Berge, wo ein bronzezeitliches Hügelgräberfeld entdeckt wurde. Der Weg führt leicht ansteigend durch Mischwald aus Laub- und Nadelgehölzen, an Sitzplätzen vorbei zu einer Gabelung. Hier halten wir uns rechts und kommen zu einem Holztor und einer Tafel, wo über die archäologischen Funde der Gegend ausführlich berichtet wird. Nach dieser Information gehen wir zur Gabelung zurück, schwenken nach rechts und halten uns bei der folgenden Gabelung links. Dieser Weg mündet in eine Senke, hier schwenken wir nach rechts und wandern fast parallel zur B96 bis zu einem querenden Forstweg. Dort biegen wir nach rechts und überqueren die B96, um dann links schwenkend auf dem Rad-/Fußweg neben der Straße zu gehen. Der asphaltierte Weg überquert die B96 und führt zu einem Rastplatz (1:30Std.).
Variante: Beim Rastplatz bietet sich die Gelegenheit, gleich nach Ralswiek zurückzugehen (Wegweiser, Markierung blauer Querstrich).
Wir setzen unsere Wanderung auf dem Rad-/Fußweg fort, überqueren den Straßen- und Eisenbahndamm zwischen dem Großen und Kleinen Jasmunder Bodden und erreichen Lietzow (2Std.).
Um nach Ralswiek zurückzuwandern, überqueren wir wieder den Straßen- und Eisenbahndamm und schwenken in der ersten Linkskurve auf den rechts abzweigenden Wanderweg nach Ralswiek (Markierung blauer Querstrich). Er führt am slawischen Burgwall »Schlossberg« zwischen Weg und Boddenufer vorbei durch die Schwarzen Berge. Schließlich nähern wir uns immer mehr dem schilfbestandenen Ufer und fädeln uns kurz vor Ralswiek in einen von rechts kommenden Weg ein. Folgt man diesem Weg nach rechts, gelangt man nach wenigen Metern zu einer idyllischen Badestelle. Von dieser Stelle geht es zurück geradewegs nach Ralswiek, das wir am Jachthafen erreichen (3:30Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour11 km
Höhenunterschied50 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktRalswiek, großer Parkplatz am Räucherschiff.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDie Schwarzen Berge mit ihren bedeutenden Hügelgräbern lassen sich auf einem schattigen Waldweg durchwandern, teilweise auf dem slawischen Lehrpfad, mit dessen Gestaltung im Jahr 2000 begonnen wurde.
Beste Jahreszeit
KartentippOffizielle Rad- und Wanderkarte Rügen, Maßstab 1:50000.
MarkierungenWegweiser, blauer Querstrich.
VerkehrsanbindungAuf der B96 Greifswald – Stralsund bis Reinberg, mit der Autofähre von Stahlbrode bis Glewitz oder B105 von Rostock nach Stralsund und über den Rügendamm, auf B96 über Bergen bis zum Abzweig Ralswiek. Busverbindung mit Bergen.
GastronomieRalswiek: Gasthaus zum Störti, Am Bodden 100; Pension und Restaurant Zum Likedeeler, Am Bodden 21.
Tipps
Störtebeker-Festspiele. Jedes Jahr von Ende Juni bis Anfang September finden die Störtebeker-Festspiele statt. Auf der Freilichtbühne in Ralswiek können die Zuschauer eine inszenierte Seeschlacht auf dem Großen Jasmunder Bodden verfolgen. Der Legende nach wurde Klaus Störtebeker um 1370 als Sohn eines Bauern geboren. Er endete als einer der am meisten gefürchteten Seeräuber. Es soll Ende des 14. Jahrhunderts gewesen sein, als er in die Gilde der Piraten aufgenommen wurde, nachdem er mit bloßen Händen ein Hufeisen auseinander gebogen hatte. Außerdem leerte er einen riesigen Humpen Bier in einem Atemzug und erhielt dadurch seinen Namen, denn das plattdeutsche Störtebeker bedeutet »Stürz den Becher«. Die Seeräuber – auch Likedeeler genannt – machten die Küsten an Nord- und Ostsee unsicher. Sie plünderten die Reichen und unterstützten die Armen, was bei den Kaufleuten wenig Verständnis hervorrief. Schließlich nahm man 1401 Störtebeker und seine Leute fest, stellte sie in Hamburg vor Gericht und verurteilte sie zum Tode. Diese Geschichte war für Kurt Barthel (Pseudonym KuBa) eine geeignete Vorlage für eine »dramatische Ballade«, die 1958 das erste Mal auf der Naturbühne in Ralswiek aufgeführt wurde. Nach drei Jahren abgesetzt, spielt man das Stück seit 1980 wieder, aber erst seit 1993 finden regelmäßig in Ralswiek die Störtebeker-Festspiele statt. Auskunft und Kartenverkauf: Tel. 03838/31100, Fax 03838/313192, E-Mail: info@stoertebeker.de; www.stoertebeker.de
Unterkunft
Ralswiek: Pension und Restaurant Zum Likedeeler, Tel. 03838/31130, Fax 03838/311313, E-Mail: willkommen@ZumLikedeeler.de; Moisselbritz: Landhaus Moisselbritz, Tel. 03838/313213, Fax 03838/313666, E-Mail: LandhausMoisselbritz@t-online.de
Tourismusbüro
Touristen-Information Bergen, Markt 23, 18528 Bergen, Tel. 03838/256095, 811206, Fax 03838/256096.
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