Von Prien nach Urschalling

Fast ebene Rundtour auf guten Wanderwegen und ruhigen Nebenstraßen (Autor: Dr. Wilfried und Lisa Bahnmüller)
9 km
100 m
3.00 h
Wir beginnen unsere Wanderung an der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Prien, gehen durch die Rathausstraße zur Prienbrücke und biegen neben dem Fluss in den KorneggerWeg zum Kurpark Eichental ein.Wir folgen den Kreuzwegstationen, die uns als steinerne Markierungen zur alten Wallfahrtskirche St. Salvator führen. Weiter auf dem Wanderweg überqueren wir bald die Prien, lassen den kleinen Bauernhof links liegen und halten uns am Waldrand wieder rechts. Ehe wir erneut die Prien kreuzen, führt der Weg über mehrere aufgelassene Kanäle, die einst Wasser zu den vielen Mühlen brachten, die neben der Prien standen. Heute wird ihr Wasser nur mehr in dem Elektrizitätswerk Siggenham genutzt, das 1906 erbaut wurde, um den Ort Prien mit Strom zu versorgen, und heute ein Technikdenkmal ist.
Wir gehen in dem alten Hohlweg des Grablbachs an der behäbig breiten Grablmühle vorbei und erreichen die Hauskapelle der Müllerfamilie. Unmittelbar nach der Kapelle wenden wir uns links und steigen auf einem Feldweg zum Flusshochufer empor. Der Weg führt zuerst über Wiesen und dann an der Hangkante des Prientals entlang. Durch einen schönen Hochwald erreichen wir schließlich bei der Schreinerei Wohrer die Fahrstraße, folgen ihr nach links abwärts und überqueren zum letzten Mal auf dieser Wanderung die Prien. Etwa 30Meter nach der Prienbrücke (nicht den Weg unmittelbar nach der Brücke nehmen!) führt rechts ein alter Hohlweg aufwärts. Ihm folgen wir, biegen aber, ehe sich dieserWeg wieder senkt, links ab und erreichen die Siedlung Hub. Im Ort gehen wir an der Straßengabelung geradeaus, bewundern die prächtigen Türen an den alten Bauernhäusern, genießen die Aussicht auf die Kampenwand und treffen beim Golfplatz erneut auf eine Teerstraße. Hier wenden wir uns nach links und laufen zwischen der Golfanlage und einem schön bemalten, ehemaligen Bauernhof hindurch den Hügel hinab. Die Straße ist sehr wenig befahren, sodass wir sie ohne Probleme benutzen können. An der nächsten Kreuzung, beim großen Feldkreuz unter der Linde, folgen wir der Straße nach rechts, wandern durch den Weiler Hocherting und biegen vor dem letzten Haus rechts ab. Die Straße führt abwärts durch ein Bachtal, und wir überqueren die Lokalbahn Prien–Hohenaschau, passieren eine rekultivierte Mülldeponie und erreichen schließlich das Dorf Urschalling, in demdie alte Jakobskirche und die »Mesnerstub’n« auf unseren Besuch warten.
Nach der Stärkung von Geist und Körperwandern wir zunächst auf der Hauptstraße links den Hügel abwärts. Vor uns liegt der Chiemsee, und ganz im Hintergrund spitzt der Turm von Schloss Ising hervor. Beim ersten Feldweg biegen wir links ab und laufen an den Wochenendhäuschen vorbei zum Bahndamm. Vor ihmgehen wir rechts hinab zur Straße Bernau– Prien, überqueren diese und den Bach und folgen dem Damm zu einer Unterführung, wo wir unter der Bahn hindurch laufen. Dann führt uns die nächste Straße rechts am Bahnhof vorbei in die Ortsmitte von Prien zurück.

Gute Erreichbarkeit mit dem Öffentlichen-Personen-Nahverkehr (Bus/Bahn)

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied100 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortPrien, Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
AusgangspunktPrien, Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
EndpunktPrien, Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
TourencharakterMan mag es kaum glauben, aber noch 1940 stand das Kirchlein von Urschalling völlig unbeachtet mitten im Dorf, und erst als im Zuge einer Renovierung der Innenputz abgeschlagen wurde, kam ein Freskenzyklus zum Vorschein, der in seinem Erhaltungszustand und in seiner Qualität in ganz Süddeutschland einmalig ist.
Hinweise
Gute Erreichbarkeit mit Bussen/Bahnen
KartentippKompass 1 - 50 000, Blatt 10 Chiemsee
Markierungen
VerkehrsanbindungAuto. Auf der Salzburger Autobahn A 8 bis zur Ausfahrt Bernau/Prien, weiter nach Prien; der kostenlose Parkplatz P6 befindet sich in der Seestraße/Ecke Stauden und ist ausgeschildert. Bahn. Von München über Rosenheim nach Prien
Gastronomie»Mesnerstub’n« in Urschalling, Tel. 08051/39 71
Tipps
Verleih
Informationen
Freskenkunst in Urschalling. Die Kirche in Urschalling ist der Rest einer uralten Burganlage der Grafen Falkenstein. Die Kirche wurde zweimal ausgemalt, und heute können wir die jüngeren Fresken von ca. 1390 bewundern. Von der Fülle der Bilder beeindruckt besonders die Darstellung der Vorhölle. Sie ist als riesiges Untier dargestellt - Die Gerechten stehen in seinem geöffneten Maul, Jesus, mit dem Kreuz in der Hand, befreit sie; im Hintergrund lauert ein verzweifelter Teufel, dem die schon sicher geglaubte, fette Beute entrissen wird. Eine weitere sehr seltene, weil einst durch ein Konzil verbotene Darstellung ist die der Dreifaltigkeit: Der Heilige Geist zwischen Christus und Gott stellt eine Frau dar, erkennbar an ihrem langen Haar.
Höchster Punkt
Unterkunft
Tourismusbüro
Tourismusbüro Prien, Alte Rathausstr. 11, 83209 Prien am Chiemsee, Tel. 08051/ 69 05-0, www.prien.de