Von Ottendorf ins Kirnitzschtal

Bequeme Wanderung auf breiten Wald- und Wiesenwegen, nur der Aufstieg aus dem Kirnitzschtal ist etwas anstrengender (Autor: Tassilo Wengel)
7 km
100 m
2.00 h
Von Ottendorf zur Neumannmühle.
Wir starten am Ortseingang von Ottendorf bei der Gaststätte & Pension »Kirnitzschtal«, wo sich die Bushaltestelle und ein Parkplatz befinden. Zunächst folgen wir der Straße in den Ort hinein (Markierung grüner Querstrich) und gehen dort, wo sie eine Linkskurve beschreibt, geradeaus weiter in die Straße Endlerkuppe. Rechter Hand kommen wir an einem sehenswerten Umgebindehaus mit einem Sandsteinportal von 1843 vorbei. Anfangs führt der Weg auf einer Asphaltstraße aufwärts und biegt beim Denkmal für die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkrieges in einen Feldweg ein. Hier halten wir uns an der Feldweggabelung halblinks (Markierung gelber Punkt) und wandern jetzt an einem Hang mit zahlreichen Pflanzen entlang. Vor allem Schafgarbe, Tüpfelhartheu und Kamille – allesamt beliebte Teekräuter – gedeihen hier. Wir gelangen zu einem Rastplatz mit Bänken, wo sich ein herrliches Panorama auf die Landschaft der Sächsischen Schweiz bietet. In der Ferne fällt der markante Lilienstein auf, daneben ist die Festung Königstein unverkennbar. Wir überqueren eine große Wiese und genießen ein Panorama, das bis zu den Felsgebilden der Lorenzsteine, des Heulenbergs und der Bärenfangwände jenseits des Kirnitzschtales reicht. Kurz vor dem Wald müssen wir gut auf die Markierung achten. Im Wald geht es recht steil abwärts, teilweise über Stufen. Wir nähern uns der Neumannmühle, der einzigen original erhaltenen Holzschliffmühle in dieser Region. Ein Besuch des Museums ist empfehlenswert (siehe Tour 15 und Tour 17).
Ein kurzes Stück »Flößerpfad«.
Bei der Neumannmühle beginnt auch der »Flößerpfad«, der als Lehrpfad eingerichtet wurde und bis nach Bad Schandau führt. Wir überqueren hier die Straße und die Brücke über die Kirnitzsch, schwenken nach rechts und wandern auf dem Flößerpfad in Richtung Felsenmühle. Am Hang des Baches geht es allmählich aufwärts. Eine Informationstafel erläutert uns, dass in der sauberen Kirnitzsch Forellen leben und im Jahr 1974 die bislang größte Forelle mit einer Länge von 49 Zentimeter und einem Gewicht von 1,350 Kilo gefangen wurde. Eine Viertelstunde später erreichen wir die Felsenmühle (siehe Kasten Tour 16) an der Einmündung des Kleinen Zschand, einem drei Kilometer langen Trockental, das in das Kirnitzschtal mündet.
Auf den Großstein.
Bei der Felsenmühle überqueren wir die Straße und setzen unsere Wanderung in Richtung Ottendorf (Markierung grüner Querstrich) fort. Ein schmaler Wurzelweg führt am Hang aufwärts, mündet auf einen breiten Waldweg und nach einer halben Stunde stehen wir vor dem Wegweiser Richtung Großstein. Zehn Minuten später bietet sich uns von dort ein grandioser Rundblick in den hinteren Teil der Sächsischen Schweiz. Laut Pfarrer Wilhelm Leberecht Götzinger war dies »eine der wildesten Gegenden in dem alten rauen Deutschland ... Auerochs, Rentiere, Bären, Wölfe, wilde Pferde, Luchse, wilde Katzen waren seine Bewohner«. Nach erholsamer Rast gehen wir zurück und erreichen auf einem schönen Feldweg mit der Markierung grüner Querstrich bald wieder Ottendorf, das malerisch gelegene Dorf oberhalb des Kirnitzschtales.

GEHZEITEN.
Ottendorf – Neumannmühle 1 Std. – Großstein 3/4 Std. – Ottendorf 3/4 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied100 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktOttendorf, Gasthaus & Pension »Zum Kirnitzschtal«
EndpunktOttendorf, Gasthaus & Pension »Zum Kirnitzschtal«
TourencharakterDas Tal der Kirnitzsch ist auf verschiedenen Wegen erreichbar und ihre windungsreichen Ufer erfreuen mit einer vielfältigen Pflanzen- welt. Ein reizvoller Wanderweg mit aussichtsreichen Rastplätzen führt von Ottendorf ins Tal, wo am Wanderweg zwei Mühlen zur Einkehr einladen. Auf dem Rückweg bietet sich vom Großstein ein schöner Fernblick.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte 1 - 25000 mit Wanderwegen des Landesvermessungsamtes Sachsen, Blatt 45.
VerkehrsanbindungMit dem Auto auf der A13 bis zur Anschlussstelle Radeburg, über Stolpen und Hohnstein nach Sebnitz, dort Richtung Hinterhermsdorf, in Hertigswalde nach Ottendorf abbiegen. Mit der S-Bahn bis Bad Schandau, weiter per Bus
GastronomieKirnitzschtal - Gaststätte Neumannmühle, Kirnitzschtalstr. 4 u. 5, Tel. 035974/50565, Mo Ruhetag; Pension & Gasthaus Felsenmühle, Kirnitzschtalstr. 8, Tel. 035974/50088
Tipps
EINKEHR-TIPP. Vor oder nach der Wanderung bietet sich in Ottendorf eine Rast im Gasthaus & Pension »Zum Kirnitzschtal« an. Auch zum Übernachten ist das Haus ideal. Die modern ausgestatteten Zimmer verfügen über Dusche und WC, Telefon, Fernsehen und Radio. Von der guten Küche des Hauses mit vorwiegend deftigen Gerichten überzeugt man sich am besten selbst im gemütlichen Restaurant oder im schönen Biergarten.
Unterkunft
Ottendorf - Pension & Gasthaus Zum Kirnitzschtal, Sebnitzer Str. 5, Tel. 035971/54504, www.kirnitzschtal.de
Tourismusbüro
Fremdenverkehrsamt Kirnitzschtal, Sebnitzer Str. 2, 01855 Altendorf, Tel. 035022/42774, fva-kirnitzschtal@freenet.de, www.saechsische-schweiz-urlaub.com

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