Von Lahnstein nach Koblenz

Abwechslungsreiche Streckenwanderung; breite Wege wechseln mit Pfaden. In der Ruppertsklamm ist der Wegverlauf teilweise durch Seile gesichert und bei Regen rutschig. (Autor: Tassilo Wengel)
Vom Bahnhof Niederlahnstein gehen wir auf der Goethestraße zum Rheinufer, schwenken dort nach links und wandern auf dem Radweg zuerst am Rhein, dann an der Lahn bis zu der Stelle, wo der Rheinsteig bei der Hochbrücke der Bäderstraße die B 260 überquert. Wir gehen etwa 200 m an der B 260 nach rechts entlang und treffen auf den Wegweiser zum Eingang der Ruppertsklamm. Noch ein kurzes Stück auf einem asphaltiertem Weg und schon stehen wir am Eingang der Klamm mit dem hölzernen Tor, das die Aufschrift »Eingang zur wildromantischen Ruppertsklamm« trägt. Auf einer Info-Tafel erfahren wir interessante Details über die Klamm und ihre Bewohner. Der Pfad schlängelt sich zwischen Felsen, stellenweise bieten Seile Halt, und so kann man die engsten (und schwierigsten) Stellen leicht Meter für Meter bewältigen. Erlen, Linden und Eschen bilden mit Hainbuchen und Rotbuchen ein lichtes Blätterdach. Bald erinnert an einem Felsen auf der linken Seite eine Tafel an den Erschließer und Behüter der Klamm, den Naturfreund Theodor Zais. Er hat zwischen 1910 und 1912 die unzugänglichen Stellen passierbar gemacht und die Klamm bis 1930 betreut.
Allmählich öffnet sich die Klamm und endet an einer Schutzhütte mit Grillplatz und Sitzgelegenheiten. Nun folgen wir einem breiten Forstweg gemeinsam mit dem Lahnhöhenweg zu einer kleinen Hütte, wo sich eine schöne Aussicht in das Lahntal bietet. Zu sehen sind der Allerheiligenberg mit der Klosterkirche und die Burg Lahneck, auf der anderen Seite des Rheins das gelbe Schloss Stolzenfels. Von hier wandern wir zu einer Wegspinne und folgen dem Rheinsteig steil aufwärts zum Rheinhöhenweg. Ihm folgen wir zu einer Gabelung mit Bank und Pavillon, wo wir nach rechts schwenken und durch Laubwald zum Lichter Kopf (325 m) aufsteigen. Hier steht ein hölzerner Aussichtsturm, den man auf 92 Stufen besteigen kann. Von der Höhe bieten sich großartige Ausblicke auf die Mittelgebirge beiderseits des Rheins.
Von der Schutzhütte beim Aussichtsturm folgen wir dem Rheinsteig abwärts, kommen durch Buchenwald zur Alten Heerstraße, die wir überqueren, und am Ende einer Wiese wieder in den Wald. Nun unterqueren wir die B 49 und wandern im Bienhorntal abwärts Richtung Pfaffendorf. Durch einen Torbogen in der Bienhornstraße gelangen wir zur Kirche von Koblenz-Pfaffendorf und dem Rhein. Hier schwenken wir nach rechts, wandern am Rheinufer entlang bis zur Pfaffendorfer Brücke und erreichen nach dem Hafen die Uferpromenade von Koblenz-Ehrenbreitstein.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour13 km
Höhenunterschied475 m
Dauer4 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBahnhof Oberlahnstein.
EndpunktRheinuferpromenade in Koblenz-Ehrenbreitstein.
TourencharakterAls geologische Rarität ist die Ruppertsklamm ein sehr beliebtes Ausflugsziel bei Lahnstein. Durch diese Felsschlucht führt der Rheinsteig dieser Etappe in Richtung Koblenz.
Beste Jahreszeit
KartentippRheinsteig, topografische Freizeitkarte, Maßstab 1:50000.
MarkierungenRheinsteig-Zeichen.
VerkehrsanbindungA 3 bis Anschlussstelle Montabaur, auf B 49 nach Lahnstein.
GastronomieIn Lahnstein und Koblenz-Ehrenbreitstein.
Unterkunft
Koblenz: Hotel Weinhaus Merkelbach, Emser Straße 87, Tel. 0261/974410; Diehl's Hotel, Am Pfaffendorfer Tor 10, Tel. 0261/97070.
Tourismusbüro
Touristinformation Lahnstein, Stadthallenpassage, 56108 Lahnstein, Tel. 02621/914171, Fax 914340, E-Mail: touristinformation@lahnstein.de, Internet: www.lahnstein.de.

Buchtipp

Tassilo Wengel

Rheinsteig

»Deutschlands schönster Wanderweg 2006« bietet auf 320 km zwischen Bonn und Wiesbaden schönste Naturerlebnisse und spektakuläre Ausblicken auf den Rhein.

zum Shop
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren