Von der Stieglitzecke zur Hanskühnenburg

Leichte Wald- und Aussichtswanderung auf fahrradfähigen Wegen. (Autor: Chris Bergmann)
Von der Stieglitzecke bei der Magdeburger Hütte (Schutzhütte) weist die Markierung »x« des Europäischen Fernwanderwegs 6 zunächst in sachtem Anstieg den Weg auf den Ackerkamm, auf dem seit Menschen-gedenken der »Fastweg« (Firstweg) verlief, wechselt dann jedoch bald hinab in die bewaldete Südflan-ke des Kamms. Der aus besonders verwit- terungsresistenten Quarziten aufgebaute, sich weit über die umliegenden Gebiete erhebende Acker-Bruchberg-Zug durchzieht den gesamten Oberharz zwischen Torfhaus und Osterode/Herzberg und fungiert als bedeutender Regenfänger. Wo sich der Kamm zum Rücken verbreitert, haben sich ausgedehnte Moore gebildet, die heute in der Ruhezone des Nationalparks liegen; der Wanderweg bietet vor allem anfangs schöne Einblicke in die Randzonen der Moore, in denen zur Mittsommerzeit das Wollgras flockt. Zwischendurch lädt am fahrradfähigen Forstweg, der Ackerstraße, eine Schutzhütte zur Rast. Bald darauf passieren wir die Verzweigung, an der sich der Europäische Fernwanderweg 6 talwärts nach Sieber verabschiedet, und wandern geradeaus durch die Wälder auf der bequemen, weitgehend eben im Hang verlaufenden Ackerstraße (Markierung »blaues Dreieck«). An der Wegkreuzung Teilungspfahl wechseln wir, der Markierung »blaues Dreieck« folgend, rechts hinauf auf die windungsreiche Zufahrt zur Nationalpark-Waldgaststätte Hanskühnenburg. Das in einem Aussichtsturm untergebrachte Ausflugsrestaurant wird zwar als höchstgelegene »Waldgaststätte« des Nationalparks Harz bezeichnet, tatsächlich erhebt sich der Aussichtsturm auf einer weitgehend entwaldeten Freifläche, die ein exzellentes Hoch- und Oberharzpanorama gewährt. Jenseits des Siebertals liegt die Bergstadt Sankt Andreasberg inmitten von Bergwiesen, dahinter ragen Achtermann, Wurmberg und Brocken auf, und bei guter Fernsicht schweift der Blick von der windumtosten Höhe über den Südharz hinweg auf das Thüringer Becken und bis hin zum Thüringer Wald, während sich im Westen jenseits des Leinetals die Kuppel des Sollings im Weserbergland rundet.
Der Rückweg folgt dem ebenfalls fahrradfähigen Reitstieg an der Hanskühnenburgklippe vorbei durch den Nordwesthang des Ackerkamms. Während sich auf der Ackerstraße immer wieder reizvolle Ausblicke über das Siebertal ergaben, bietet der Reitstieg Fernblicke über das Sösetal hinweg auf Clausthal-Zellerfeld, auf die Berge längs des Innerstetals und das Harzvorland. Nach knapp zwei Stunden ab der Hanskühnenburg sind wir zurück an der Stieglitzecke.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied200 m
Dauer4 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz und Bushaltestelle Stieglitzecke (800 m).
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDer bequeme Ackerrundweg von der Stieglitzecke zur Hanskühnenburgbaude und auf dem Reitstieg zurück ist einer der schönsten und aussichtsreichsten Höhenwanderwege im Nationalpark Harz.
Beste Jahreszeit
KartentippWandern im Westharz (Landesvermessungsamt Niedersachsen).
MarkierungenNamentliche Ausschilderung, x und blaues Dreieck.
VerkehrsanbindungB 242 Clausthal-Zellerfeld – Braunlage.
GastronomieHanskühnenburgbaude (geöffnet 9–18 Uhr, Ruhetag Donnerstag).
Unterkunft
Die Stadt Herzberg verfügt als südliches Eingangstor zum Nationalpark Harz über ein reiches Angebot an Unterkünften, in der Stadt selbst ebenso wie in den Ortsteilen Pöhlde, Lonau, Sieber und Scharzfeld.
Tourismusbüro
Touristik- und Kulturinformation Herzberg, Marktplatz 30/32, 37412 Herzberg am Harz, Tel. 05521/85 21 11, Fax 05521/85 21 20, Internet www.herzberg.de.

Buchtipp

Chris Bergmann

Harz

40 Touren quer durch den Harz! Hinweise zu Naturhighlights sowie zu Einkehrmöglichkeiten machen diesen Wanderführer zu einem praktischen Begleiter.

zum Shop
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren