Von der Seekarspitze zur Seebergspitze

Lange Rundwanderung mit einer aussichtsreichen Kammüberschreitung als besonderem Schmankerl. Trittsicherheit ist erforderlich. Achenkirch – Seekaralm – Seekarspitze – Seebergspitze – Pasillalm – Achenkirch (Autor: Michael Pröttel)
14 km
1300 m
6.00 h
Am Parkplatz geht man nicht den über eine Brücke weisenden Schildern zur Seekarspitze nach (dieser Anstieg verläuft lange Zeit auf einer breiten Forststraße), sondern wendet sich nach rechts und folgt dem Fahrweg, der rechts des Holzschildes »Ausfahrt freihalten« beginnt. Dieser führt am Waldrand, an Häusern und an einer Wiese vorbei zu einer Gabelung. Hier weist uns das Schild »Seekaralm« nach links. Kurz darauf verlassen wir den Fahrweg, indem wir wieder nach links gehen (ebenfalls beschildert) und überqueren auf einer Holzbrücke den nahen Bach. Von nun an geht es auf einem schönen Fußweg in angenehmer Steigung und in etwa derselben Richtung durch den Bergwald stetig bergan. Schließlich erreichen wir die freien Flächen der Seekaralm (1500 m), kreuzen den Fahrweg und steigen durch die Almwiesen hinauf zur Almhütte (1:30 Std.). An der Alm folgen wir den Schildern zur Seekarspitze, wobei es nun steiler bergauf geht. Der Weg wird schlechter und führt in vielen Serpentinen durch die felsige Latschenzone auf den Nordrücken, über den wir – zum Teil leicht ausgesetzt – bald darauf den Gipfel der Seekarspitze erreichen (2:30 Std., 2053 m). Wir werden mit einer überwältigenden Aussicht auf den tief unter uns liegenden Achensee sowie auf das Inntal und den dahinter befindlichen Alpenhauptkamm belohnt.
Vom Gipfel aus geht es nun den Wiesenkamm entlang nach Süden. Der Weg verliert langsam an Höhe, um – abermals in der Latschenzone – den zwischen Seekarspitze und Seebergspitze gelegenen Sattel zu erreichen. (Bei Gewitter kann man von hier aus direkt nach Osten zur Pasillalm absteigen.) Vom Sattel geht es wieder in etwas steilerem und felsigerem Gelände direkt hinauf zur Seebergspitze, die es bezüglich des Panoramas mit ihrer nördlichen Schwester garantiert aufnehmen kann (3:45 Std.). Vom Gipfel wenden wir uns nach Westen. Der Weg folgt nun dem nach Norden steil abfallenden Westkamm, der zuletzt als breiter Rücken zum Pasillsattel hinabführt. Am Sattel halten wir und nach rechts und steigen durch lichten Lärchenwald zur schön gelegenen Pasillalm hinab. Hinter der Alm geht es in Wiesengelände noch einmal leicht bergauf, bevor unser Weg wieder in den Waldbereich eintritt und in einer langen, flachen Querung auf die Nordseite der Seekarspitze führt. Hier sehen wir auch schon die Seekaralm, auf der man sich eine Erfrischung verdient hat. Von der Alm kehren wir auf bekanntem Weg zum Ausgangspunkt zurück (6:30 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied1300 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktKleiner Wanderparkplatz südlich von Achenkirch.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterSpektakulärer kann ein Gebirge wohl nicht enden: An seiner Ostgrenze taucht das Karwendel als gewaltiger Steilhang in den fjordartigen Achensee ein. Dementsprechend einzigartig sind die Ausblicke, die sich uns bei dieser besonderen Kammwanderung eröffnen.
Beste Jahreszeit
KartentippWK 323 »Karwendel – Mittenwald«, 1:50 000, Freytag & Berndt.
MarkierungenRote Punkte.
VerkehrsanbindungAuf der A 8 bis Ausfahrt Holzkirchen und weiter über Gmund, Tegernsee und die B 307 in Richtung Achensee. An der Ausfahrt »Achenkirch Süd« rechts ab und der Hauptstraße bis vor eine Telefonzelle folgen. Hier nach rechts und auf der schmalen Teerstraße (bei Gabelung auf Wiese links halten) bis zum Parkplatz am Waldrand.
GastronomieSeekaralm, Mitte Juni bis Mitte Oktober bewirtschaftet.
Unterkunft
Pensionen in Achenkirch.
Tourismusbüro
Achenkirch.

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