Von der Dominikushütte nach Stein

Leichte Bergwanderung. (Autor: Eva-Maria Troidl, Stefan Lenz, Ludwig Graßler)
10 km
700 m
4.00 h
Den heutigen Tag können wir gemütlich angehen, denn wir haben nur eine Halbtagestour vor uns. Von der Dominikushütte aus folgen wir der Straße entlang des Speichersees bis zur Brücke am Zamser Gatterl. Von der Olpererhütte erreichen wir die Brücke nach kurzem Abstieg auf dem Weg 502.Auf der südöstlichen Bachseite wandern wir auf gutem Weg (Markierung 524) bequem in etwa zwei Stunden zum lang gestreckten Sattel des Pfitscher Jochs hinauf. Übrigens sahen ursprüngliche Planungen vor, die Straße durch das Pfitschertal über das Joch bis nach Österreich zu verlängern. Zum Glück für uns Fußgänger wurde diese Idee nie verwirklicht. Für eine Rast im Pfitscher-Joch-Haus (2248 m) hier oben ist heute allemal Zeit. An der Südostseite des Gebäudes beginnt dann das Steiglein mit der Wegnummer 3 für den Abstieg ins Pfitschertal. Vorbei an dem kleinen Jochsee steigen wir einen Hang hinunter, um bald darauf die Fahrstraße zu queren. Mit Hilfe der rot-weißen Markierungen ist der Pfad über Matten und Wiesen, durch Wald und über kleine Bachläufe leicht auszumachen. Die Ausblicke zu den Hängegletschern des Hochferners und der Weißkarspitzen, hinüber zum Roten Beil (Wanderrichtung des nächsten Tages) und hinaus ins Tal sind faszinierend. Die reiche Bergflora, knorrige Wetterfichten und mächtige Felsblöcke runden das Naturszenarium ab. Noch zwei weitere Male überqueren wir die Passstraße. Gegen Ende unseres Weges führt uns ein Steg über einen tosenden Bergbach, dessen Ursprung im Langsee oben auf dem Joch liegt. Jetzt trennen uns nur noch ein paar Schritte durch Wald und über eine Bergwiese vom Tagesziel, dem Weiler Stein (1535 m).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied700 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktDominikushütte oder Olpererhütte.
EndpunktStein.
TourencharakterNach elf Wandertagen auf der Nordseite der Alpen überschreiten wir heute auf dem beliebten und gut frequentierten Wanderweg zum Pfitscher Joch den Alpenhauptkamm und damit die Staatsgrenze von Italien. »Wie die Kugel rollt und das Wasser fließt« wurde einst nach dem Ersten Weltkrieg die Grenze gezogen und Tirol damit zweigeteilt. Dass diese Grenze einmal schwer bewacht war und überhaupt erst seit 1973 von Fußgängern offiziell passiert werden kann, daran erinnert heute nur noch ein leer stehendes Grenzhäuschen.
Beste Jahreszeit
KartentippKompasswanderkarte 37 Zillertaler und Tuxer Alpen, 1:50 000; Tabacco 037, Hochfeiler, Punderer Berge 1:25 000.
MarkierungenWegmarkierung 524, 3.
VerkehrsanbindungBusverbindung in St. Jakob, etwas unterhalb von Stein.
GastronomiePfitscher-Joch-Haus, Lavitzalm (wenige Gehminuten vom Weg); Proviant kann in beschränktem Umfang im Kiosk am Zamser Gatterl eingekauft werden, keine Einkaufsmöglichkeiten in Stein.
Unterkunft
Pension Bartlhof, Fam. Messner, I-39040 Stein, Tel. 0472/ 63 01 28; Gasthaus Stein (Albergo Sasso), Fam. Holzer, I-39040 Stein, Tel. 0472/63 01 30, Pfitscher-Joch-Haus, geöffnet Mitte Juni bis Anfang Oktober, Tel. 0472/63 01 19 oder 0472/63 02 00.
Tourismusbüro
Verkehrsverein Pfitsch, Stadtplatz 3, I-39049 Sterzing, Tel. 0472/76 53 25.

Buchtipp

Eva-Maria Troidl, Stefan Lenz, Ludwig Graßler

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