Von der Boèhütte zum Fedaiasee

Die Marmolada, »Königin der Dolomiten« und der Fedaiasee: Unproblematische Bergwanderung mit langem Abstieg, Trittsicherheit erforderlich: Boèhütte – Pordoijoch – Bindelweg – Fedaiasee (Autor: Eva-Maria Troidl, Stefan Lenz, Ludwig Graßler)
11 km
1070 m
6.00 h
Von der Boèhütte aus erreicht man das gemütliche Pordoijochhüttchen in etwa 45 Minuten auf dem markierten Weg 627. Hier ist eine Entscheidung über die rund 600 Höhenmeter Abstieg zu treffen, die uns nun bevorstehen: Zu Fuß oder per Seilbahn? Im ersten Fall folgt man weiter dem Weg 627 in ein steiles, schotterbedecktes Kar. In zahlreichen Kehren windet sich der Steig an senkrechten Felswänden vorbei. Über Wiesen erreichen wir schließlich nach knapp zwei Stunden das Joch. Wesentlich knieschonender ist der kurze Aufstieg von etwa 20 Minuten zum Rifugio Maria. Von dort sind wir nach einer atemberaubenden Seilbahnfahrt in vier Minuten am Pordoijoch (2242 m). Die Bahn fährt ab neun Uhr früh viertelstündlich.
Am Passo Pordoi tummeln sich zahlreiche Spaziergänger auf den Wanderwegen, doch sie werden bald weniger, da sie zu ihren Autos auf dem Pass zurückkehren müssen. Wir dagegen dürfen weiterwandern auf dem guten und viel begangenen Bindelweg (Weg 601, Dolomitenhöhenweg 2). Der alte ladinische Saumpfad Viàl del Pàn ist nach dem Erschließer der Sella und einstigen Vorsitzenden der DÖAV-Sektion Bamberg, Dr. Karl Bindel, benannt. Zwischen Gasthäusern und Souvenirläden hindurch führt er uns in Richtung Süden zunächst auf den Rasensattel des Belvedere und dann vorbei am Rifugio Sass Beccei und am Rifugio Fredarola in fast konstanter Höhe nach Osten. Wir bleiben immer auf der südlichen Seite des Bergrückens, gehen an den Gipfeln Col del Cuc und Sasso del Cappello vorbei und können nun während der nächsten 1 1/2 Stunden auf diesem herrlichen Wanderpfad die grandiose Aussicht auf das Marmolada-Massiv genießen. Unterhalb des Gipfels des Portavescovo erreichen wir schließlich eine Weggabelung: Beide Wege führen nach unten, der linke etwas weniger steil, dafür länger, der rechte steiler und dafür kürzer. Für welche Variante wir uns entscheiden, ist Geschmackssache. Bevor uns aber endgültig der »Knieschnackler« ereilt, stehen wir schon vor unserem Tagesziel, dem Fedaiasee (2053 m).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour11 km
Höhenunterschied1070 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBoèhütte.
EndpunktFedaiasee.
TourencharakterDiese Tagesetappe steht ganz im Zeichen der schimmernden Marmolada, des höchsten Dolomitengipfels. Entlang des bekannten Bindelwegs haben wir eine grandiose Aussicht auf dieses gletscherbedeckte Bergmassiv. Heute passieren wir endgültig eine Sprachgrenze. Während am Nordrand der Sella noch deutschsprachige Wanderer und Bergsteiger überwiegen, dominieren hier bereits italienische Touristen. Am Ende dieser herrlichen Wanderung wartet der malerische Fedaiasee auf uns.
Beste Jahreszeit
KartentippKompasswanderkarte 55 Cortina d'Ampezzo, 1:50 000; Tabacco 4 Dolomiti Agordine e di Zoldo, 1:50 000; Tabacco 07, Alta Badia, Arraba-Marmolada, 1:25 0000.
MarkierungenWegmarkierungen 627 bzw. 601 und Dolomitenhöhenweg 2 (Dreieck mit Nr. 2).
VerkehrsanbindungVom Pordoijoch und Alleghesee aus Busse Richtung Canazei und Rocca Pietore bzw. Alleghe.
GastronomieZahlreiche entlang des Weges und am Pordoijoch.
Unterkunft
Rifugio Ettore Castiglioni (Marmoladahütte), ganzjährig außer November, Übernachtung nur im Sommer, Tel. 0462/601-681 oder -117; Rifugio Dolomia, Tel. 0462/60 12 21, Fax. 60 17 55 (Reservierung erforderlich); Rifugio Cima 11, Tel. 0462/60 22 90, beide auf der Südseite des Fedaiasees.
Tourismusbüro
Tourismusverband Fassatal, Via Costa 79, I-38032 Canazei, Tel. 0462/60 24 66.

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