Von Bräunlingen nach Donaueschingen

Leichte Wald- und Grünflurenwanderung mit schönen Aussichtsstellen. (Autor: Chris Bergmann)
14 km
230 m
3.00 h
Mit der Markierung blaue Raute verlassen wir die ringförmig angelegte Altstadt von Bräunlingen am Mühlentor, dem einzigen erhaltenen von ursprünglich vier Stadttoren, wandern auf der Unteren Gerbe zur Breg und folgen dem Fluss auf einem pfadartigen, fahrradfähigen Weg (Bregtalradweg) aufwärts.
Auf der ersten Stegbrücke wechselt die blaue Raute ans gegenüberliegende Ufer und erreicht eine Verzweigung: Während die blaue Raute über den Schellenberg nach Donaueschingen führt (möglicher Rückweg), wenden wir uns links und wandern weiter bregaufwärts, nun unter den Bäumen des Eichhölzles.
Unterhalb der Bruggener Halde tritt der Weg in die Wenge-Wiesen neben einer Schleife des Flusses, überquert die Breg und erreicht den Bräunlinger Ortsteil Bruggen, wo er sich wieder mit dem Bregtal-Radweg vereinigt. Am aussichtsreichen Rand der Bloderwiesen führt der Rad- und Wanderweg hinüber in den Donaueschinger Ortsteil Wolterdingen. Hier treffen wir nach Überqueren der Insel zwischen Alter Breg und Breg auf den von der Kirche herüberführenden Querweg Schwarzwald – Kaiserstuhl – Rhein, der mit dem Zeichen rote Raute auf gelbem Grund markiert ist. Ihm folgen wir rechts längs der Donaueschinger Straße und hinter der Wolfsbachbrücke aussichtsreich geradeaus aufwärts zum Waldrand und oben links zur Eichbuckhütte, einer Schutzhütte mit Grillplatz. Durch die Wälder von Fronholz und Schlechte führt der Querweg hinab in den Donaueschinger Ortsteil Aufen im Brigachtal. Auf dem Buchbergweg geht es ans linke Ufer der Brigach; hier befindet sich der Haltepunkt des Ringzugs. Längs der Ringzug-Bahnlinie und der Brigach geht es nun talabwärts und hinein nach Donaueschingen, wobei der Wanderweg Straßen möglichst vermeidet und dem Wanderpfad längs der Brigach folgt.
Südlich der Marienkirche wechselt er auf dem Siedlersteg (Ringzug-Haltepunkt Donaueschingen Mitte/Siedlung) ans rechte Ufer der Brigach und führt zum Hauptbahnhof. Der Donau-Quelltempel liegt nur wenige Schritte entfernt: Vor dem Bahnhof befindet sich jenseits der Bahnhofstraße der Karlsgarten mit dem Mutterbrunnen, wenige Gehminuten weiter rechts beginnt der Fürstlich Fürstenbergische Schlosspark, durch den man nordwärts über die Brigach hinweg zum Fürstlich Fürstenbergischen Schloss und zur Donauquelle zwischen Schloss und Stadtkirche gelangt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied230 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktMühlentor in der Altstadt von Bräunlingen bzw. Ringzug-Endbahnhof Bräunlingen.
EndpunktHauptbahnhof Donaueschingen; von hier fährt der Ringzug zurück nach Bräunlingen.
TourencharakterVon der Hexensprungstadt Bräunlingen im Bregtal geht es bequem und abwechslungsreich durch das Breg- und das Brigachtal nach Donaueschingen, wo im Schlosspark der Quelltempel der Donau steht: »Brigach und Breg / Bringen die Donau zuweg'«. Von Donaueschingen fährt der Ringzug, eine Art S-Bahn, nach Bräunlingen zurück.
Beste Jahreszeit
KartentippWanderkarte 1:30000 Schwarzwald-Baar Süd oder Freizeitkarte 1:50000 Blatt 506 Titisee-Neustadt oder Blatt 507 Villingen-Schwenningen (alle Landesvermessungsamt Baden-Württemberg) oder Atlasco-Wanderkarte 1:30000 Blatt 237 Baar-Wutach.
MarkierungenBlaue Raute (Zugangsweg), Fahrradlogo (Bregtalradweg), rote Raute (Querweg Schwarzwald – Kaiserstuhl – Rhein) und namentliche Ausschilderungen.
VerkehrsanbindungRingzug Rottweil – Donaueschingen – Bräunlingen. Mit dem Auto B31 Freiburg – Titisee – Hüfingen und in Döggingen abzweigen nach Bräunlingen.
GastronomieBräunlingen, Wolterdingen, Donaueschingen.
Tipps
Donauquelle in Donaueschingen. Durch Donaueschingen fließt die Brigach, die sich unterhalb der Stadt mit der Breg zur Donau vereinigt. Seit Jahrhunderten wird jedoch eine Karst-Aufstoß-Quelle im ab 1724 angelegten Park des Fürstlich Fürstenbergischen Schlosses als Donauquelle bezeichnet, erstmals 1272, auch die Schedelsche Weltchronik (1487) bezeichnet sie als den Ursprung des Flusses. Alle Anrainerstaaten erweisen an der gefassten Quelle dem jungen Fluss durch Gedenksteine ihre Reverenz, eine allegorische Skulptur von Adolf Heer über der Quelleinfassung zeigt die Mutter Baar, die ihrer Tochter, der jungen Donau, den Weg nach Osten weist. Die Karstquelle hat eine Schüttung von bis zu 150l pro Sekunde. Folgt man dem »Donaubächle« von der Quelle zur Brigach, gelangt man zum Donautempel, der 1910 in griechisch-antikisierendem Stil nach Plänen von Kaiser WilhelmII. unter Leitung von Franz Schwechten in Marmor errichtet wurde. Der »Imperator Germanorum« (lateinische Inschrift) würdigte durch dieses Bauwerk die Gastfreundschaft bei seinen häufigen Besuchen am fürstenbergischen Hof.
Tourismusbüro
Amt für Tourismus, Kultur und Sport, Kirchstraße 10, 78199 Bräunlingen, www.braeunlingen.de; Tourismus- und Sportamt Donaueschingen, Karlstraße 58, 78166 Donaueschingen, www.donaueschingen.de

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