Von Alf nach Ürzig

Unschwierige Rundwanderung. (Autor: Helmut Dumler)
23 km
750 m
6.00 h
In Alf zwischen Mosel-Hotel und Alfbach brechen wir auf, bergan und vorbei an einem für das Tal ungewöhnlichen, schilfgedeckten Haus, in 10 Min. zum Wanderparkplatz Prinzenkopf. Geradeaus weiter. Gut 5 Min. später steht links die Schutzhütte Pündericher Aussicht. Östlich zeigt sich der Turm auf dem Prinzenkopf und am Ende dieses Rückens das 1127 anstelle einer Burg gestiftete, 1515 aufgehobene und 1792 zerstörte Augustinerinnenkloster Marienberg (Jugendschulheim). Am anderen Ufer der Mosel, die hier zur Riesenschleife »Zeller Hamm« ansetzt, liegt das Weindorf Pünderich. Auf einem Asphaltsträßchen am obersten Rebensaum ansteigen. Nach 10 Min. gerade über die Gabelung hinweg. Bei einem Gitterleitungsmasten (Wegetreffpunkt) geht man halb links, die Hochspannungsleitung unterschreitend.
Der Weg führt an einer Rastbank und einem Wasserhochbehälter vorbei, dann bergab zur Reiler-Hals-Kapelle. Links davon befindet sich ein bemaltes Steinkreuz von 1750. Der Reiler Hals ist die schmalste Stelle des Höhenzuges zwischen Alfbach- und Moseltal (45 Min.). Jetzt queren wir die Landstraße 105. Auf der Straße am Reiler Hals (Kreisstraße 63) geht es 20 Min. lang bergwärts. In der Rechtskurve biegen wir links in einen Fahrweg ein und spazieren am Kranz der Reiler Reben dahin. Nach 15 Min. führt unsere Route links um die Waldkuppe des Brachesbergs herum und schwenkt rechts ins Pfahlbachtal ein, wobei die Häuser der Siedlung Heißer Stein erscheinen. Das Tälchen ausgehen bis zur Wegteilung vor einer Wiese. Hier halb rechts und gerade an der Wiese entlang laufen. Als Nächstes umfängt uns das Tal des Burgerbaches. Wir begeben uns in den Talhintergrund. Sobald der Weg wieder ansteigt, heißt es Acht geben: Der Mosel-Höhenweg zweigt hier nämlich links ab, führt über den Burgerbach und hoch zu einem Querweg. Auf ihm rechts kurz taleinwärts, dann in spitzem Winkel nach links zu einem Holzlagerplatz. Hier wieder links. Der Waldweg senkt sich. Vor der Hangkante laufen wir rechts. Die folgende Rastbank präsentiert den Moselausschnitt zwischen Burg und Enkirch.
Erneut dringt unsere Route in ein Seitentälchen ein, nämlich in das des Lämmerbaches. Links zieht ein Stichweg zur nahen Schutzhütte Burgberg (283 m) hinauf, die aber nur als Unterstand von Bedeutung ist, da sie keinerlei Aussicht gewährt und von der keltischen Fluchtburg außer der Hügelkuppe sichtbare Spuren fehlen. Deshalb bleiben wir auf dem Mosel-Höhenweg. Wenig später taucht ein Teil des perfekt ausgerichteten Mont-Royal-Feriendorfes auf, auch »Klein-Holland« genannt, weil es zu 95 Prozent in holländischer Hand ist. Wir erreichen die Kreisstraße 64 am Nordrand des keilförmigen Mont Royal. Er ist umschlungen von der Mosel, an welcher einst keltische Treverer als Gründungsväter von Traben-Trarbach siedelten. Auf der Kreisstraße rechts 100 m ansteigen. Anschließend links der in Richtung Kröv führenden Straße 40 m lang folgen. Dann zweigt man rechts ab. Vorbei am Fernseh-Umsetzer des Südwestfunks. Etwa 20 m nach dem Haus Winzer-Ruh geht es links steil durch ein Waldstück.
Eine Tafel weist nach links zum 50 m entfernten Rastplatz Steffensberg; unsere Wanderung führt jedoch geradeaus. Rechts taucht ein Rot- und Damwildgehege auf; im Tal erscheint die Kirche von Kröv. Der Ort war vom Mittelalter bis zur Französischen Revolution 1789 Mittelpunkt des reichsunmittelbaren »Cröver Reiches«. Wir kreuzen die Kreisstraße und passieren den Rastplatz bei der aus behauenem Schieferbruch zusammengefügten Kröver Kreuzwegkapelle. Nun folgt eine glänzende Parade klangvoller Kröver Weinlagen: »Steffensberg«, »Letterley«, »Kirchley« und »Paradies«, was zusammen die Großlage »Kröver Nacktarsch« bildet. Rechts am Weg empfängt uns die Rasthütte Zum Hähnchens Born (3 Std.). Anschließend stoßen wir auf die Stationen eines Trimmpfades. Ihm vertrauend verlässt man den breiten Weg halb rechts bergan. Sobald der Trimmpfad rechts abschwenkt, laufen wir geradeaus. Etwa 10 Min. später senkt sich der Weg. Auf dem Teersträßchen sind es nur mehr 50 m zu gehen. An der Linkskurve geradeaus weiter und abermals bergan, ca. 15 Min. An der Gabelung nehmen wir links den grasigen Weg. Er führt an der rechten Seite des erlenbestandenen Klingelbachtales abwärts. Nochmals 15 Min. und es beginnt bei einem freien Platz rechts ein Anstieg. Wir gelangen zu den Ürziger Wingerten. Aus dem Tal winkt die Kirche von Lösnich. Kurz vor der Autostraße erfolgt rechts beim Marienborn – eiskaltes Quellwasser – die Gegensteigung. Für uns gilt die dritte Linksabzweigung. Bald links haltend und gerade über teilweise buschiges Gelände in Richtung der Leitungsmasten.
An der Mosel liegt die verträumte Winzerortschaft Erden, woher das beliebte »Treppchen« kommt. Auf der Flur des Kinheimer Berges (420 m) erwartet uns ein Stück der Römerstraße Koblenz – Trier, heute die Kreisstraße 62. Links weiter wandern, in Westrichtung, die Landstraße 58 überqueren. 5 Min. später bei einem Felsblock von der Kreisstraße 62 links in den Wald abzweigen. Wir streifen den Borberg (354 m) und kommen zur Burgberghütte – Luginsland! Rechts geht's an der Hütte vorbei und wieder zur Kreisstraße 62. Links, nach 50 m dann rechts entsprechend dem Wanderschutzpfad. Er bringt uns zur Straßenkreuzung Ürziger Höhe (205 m). Nun gilt links die Landstraße 56. Sie wird in der ersten Kurve rechts wieder verlassen. Weiter auf einer altertümlichen, stellenweise als Hohlweg aus rötlichem Sandstein gehauenen Trasse, in der Art, wie sie die Etrusker in der Toskana bauten. Steiles Kopfsteinpflaster liefert uns bei der Pfarrkirche in Ürzig ab.

Weinwandern

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour23 km
Höhenunterschied750 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktAlf.
EndpunktÜrzig.
TourencharakterAuf der dritten Etappe des Mosel-Höhenwegs gelangen wir über den Reiler Hals bis nach »Klein Holland«, kommen an einem Rot- und Dammwildgehege vorbei und stoßen schließlich auf einen Trimmpfad und sogar auf frisches Quellwasser.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte 1:50 000, Blatt »Die Mosel«.
MarkierungenWeißes »M« auf schwarzem Grund.
VerkehrsanbindungAlf, an der B 49. Von Koblenz 81 km, von Cochem 30 km, von Bernkastel 48 km. Busverbindungen, Bahnhof im benachbarten Ortsteil Bullay, Schiffsanleger.
GastronomieNach 5:15 Std. in Ürziger Höhe.
Tipps
Die gigantischen Festungswerke auf dem Mont Royal hat König Ludwig XIV. – der »Sonnenkönig« – zwischen 1687 und 1692 anlegen lassen, um damit die Rheinlande zu bedrohen. Doch der Frieden von Riswijk, das Ende des Pfälzischen Erbfolgekrieges, sprach 1697 Frankreich die okkupierten Mosellande ab.
Unterkunft
Alf: Mosel-Hotel, Tel. 06542/25 81; Bömer's Hotel & Restaurant, Tel. 06542/ 23 10; Pension-Weinstube Decker, Tel. 06542/16 96; Burg Arras, Tel. 06542/ 16 96; Camping in Bullay: Bären-Camp, Tel. 06542/90 00 97; Moselblick, Tel. 06542/90 00 24; Ürzig: Zur Traube, Tel. 06532/93 08 30; Ürziger Rotschwänzchen, Tel. 06532/21 83; Ürziger Ratskeller von 1588, auch Zimmer, Tel. 06532/22 60; Hotel-Restaurant Winzerstube, Tel. 06532/45 37; St. Maternus-Keller in einem Haus von 1610; Camping Panorama-Wohnmobil-Hafen, Tel. 06532/26 20.
Tourismusbüro
Alf siehe Tour 31. Ürzig: Verkehrsamt, Rathausplatz, 54539 Ürzig, Tel. 06532/26 20, Fax 06532/51 60.
Mehr zum Thema