Vom Kniebis nach Hausach

Wald- und Aussichtswanderung auf Forstwegen und Pfaden, lediglich der Schlussabstieg ins Kinzigtal ist steil; Montags gibt es auf der Strecke keine Einkehrmöglichkeit. Konditionsstarke Wanderer bewältigen die Strecke bei sommerlichen Lichtverhältnissen an einem Tag, es gibt aber auch Übernachtungsmöglichkeiten.
Vom Parkplatz an der Alexanderschanze führt der Westweg kurz Richtung Wolfursprung, leitet dann rechts auf dem Schanzenweg zu einem Parkplatz an der B28 und wechselt schließlich auf den Neuen Höhenweg, einen Forstweg auf dem bewaldeten Rücken zwischen den Tälern von Wolf und Wilder Rench. Der Höhenweg bietet wunderschöne Ausblicke auf das Renchtal. Kurz nach Passieren des aussichtsreichen Grasecks lädt die Hilda-Hütte zur Rast, dann geht es im Wald weiter zur Lettstädter Höhe, wo die Lettstädter Hütte erneut zu aussichtsreicher Rast einlädt.
Auf der wenig später erreichten Seeebene zweigt der Zugangsweg blaue Raute links hinab zum Glaswaldsee ab – ein lohnenswerter Abstecher. Nun senkt sich der Westweg hinab zum Parkplatz Freiersberg an der Passstraße von Bad Peterstal nach Schapbach; hier besteht die Möglichkeit, mit der Markie-
rung gelbe Scheibe zum Waldhotel Palmspring oberhalb von Bad Peterstal abzusteigen bzw. sich abholen zu lassen.
Vom Freiersbergsattel steigt der Westweg sanft an zur Ihrighütte im Hang des Großen Hundskopfs, senkt sich dann hinab zur Wegespinne Littweger Höhe (Schutzhütte) und führt auf Forstwegen, teils auch auf Graswegen und Pfaden weiter zum Harkhof, wo man einkehren und übernachten kann. Zunächst auf einem Forstweg, dann auf einem Pfad geht es weiter zur Kreuzsattelhütte (Parkplatz), wo von Mai bis Oktober an Sonn- und Feiertagen Einkehrmöglichkeit besteht. Von der Hütte geht es kurz auf der Zufahrt weiter, dann verzweigen sich die Wege: Wer an klaren Tagen den Blick vom Aussichtsturm auf dem Brandenkopf genießen und dort im Gasthaus einkehren will, folgt der Westweg-Variante auf den Brandenkopf und erreicht am Hirzwasen wieder den Hauptstrang des Westwegs (4km Kreuzsattel – Brandenkopf, 3,5km Brandenkopf – Hirzwasen); der Brandenkopf kann auch mit Pkw angefahren werden. Vom Kreuzsattel führt der Westweg weiter zur Wegespinne am Hirzwasen, wo die Brandenkopf-Westwegvariante einmündet und sich auch der Hansjakobweg dem Westweg anschließt. Mit mehreren Aussichtsstellen geht es weiter durch den Wald über den aussichtsreichen Hohenlochen, wo der steile Abstieg ins Kinzigtal beginnt.
Kurz nach Passieren der Hohenlochenhütte geht es oberhalb des Osterbacher Käppelehofs (Einkehrmöglichkeit) vorbei zum Weißen Kreuz.
Wenig später verlässt uns der Hansjakobweg links hinab Richtung Wolfach (wer mit dem Bus zurück zum Ausgangspunkt bzw. nach Kniebis will, folgt dem Hansjakobweg hinab zum Bahnhof von Wolfach), während wir am Spitzfelsen einen einmaligen Blick auf Hausach und das Kinzigtal genießen.
Steil geht es nun hinab ins Kinzigtal, auf der Bundesstraßenbrücke über den Fluss, kurz flussabwärts und dann links zum Bahnhof von Hausach.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour32 km
Dauer8.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz und Bushaltestelle Alexanderschanze in Freudenstadt-Kniebis an der Schwarzwaldhochstraße B 500.
EndpunktBahnhof Hausach im Kinzigtal.
TourencharakterVom Kniebis führt der Westweg mit zahlreichen Aussichtsstellen in sanftem Auf und Ab über den bewaldeten Höhenrücken zwischen Rench- und Wolfachtal nach Hausach ins Kinzigtal, bei klarer Sicht lohnt auf der Westweg-Alternativ-Route der Abstecher über den Brandenkopf, den höchsten Berg des mittleren Schwarzwalds.
KartentippFreizeitkarte 1:50000 Blatt 503 Offenburg/Naturpark Schwarz- wald Mitte Nord Blatt 3 (Landesvermessungsamt Baden-Württemberg).
MarkierungenRote Raute und namentliche Ausschilderungen.
VerkehrsanbindungA5 Basel – Karlsruhe Ausfahrt Appenweier, dann auf der B 28 weiter Richtung Freudenstadt.
GastronomieHarkhof, Kreuzsattel- hütte (Einkehr von Mai bis Oktober an Sonn- und Feiertagen), Brandenkopf, Käppelehof.
Tipps
Glaswaldsee Der von Legenden und Sagen umrankte Glaswaldsee ist einer der schönsten Karseen des Schwarzwalds. Den 2,7ha großen See überragt eine 110m hohe Karwand, in der urwaldähnliche Wälder wachsen. Der Name des bis zu 11m tiefen Sees verweist darauf, dass hier früher eine Glashütte arbeitete, allerdings ist ihr Standort unbekannt; vor der Errichtung der Glashütte hieß der See »Wildsee« und »Sebenweiher«. Bis ins Frühjahr 1743 staute ein natürlicher Moränenwall das Wasser, dann durchbrach das Schmelzwasser diesen »Karriegel« und zerstörte auf seinem Weg in das Wolftal mehrere Bauernhöfe. Nach dieser Naturkatastrophe wurde der See künstlich wieder aufgestaut und als Schwallwasser für die Flößerei im Wolftal genutzt. Zur Holztrift im Schwarzwald siehe Seite 7 und 8. Brandenkopf – König des mittleren Schwarzwalds Der steil zwischen den Tälern von Harmersbach, Kinzig und Wolfach aufragende Brandenkopf (945m) ist der markanteste und höchste Berg des mittleren Schwarzwalds. Als solcher ist der »König des mittleren Schwarzwalds« ein Ziel für Wanderer und Mountainbiker ebenso wie für Luftwanderer, die in ihren Segel- oder Motorfliegern den Aussichts- und den Fernsehturm sowie die Windkraftanlage auf dem Berg als Orientierungs- bzw. Wendemarke ansteuern, teilweise in nationalen und internationalen Wettbewerben. Der steinerne Aussichtsturm (1929) bietet einen prächtigen Rundblick über die Berge und Täler, an klaren Tagen schweift der Blick über die Rheinebene hinweg bis zu den Vogesen, an manchen Herbst- und Wintertagen zeigen sich die Alpen. Bis zum Waldbrand des Jahres 1730 hieß der Berg »Varnlehenskopf«; an diesen alten Namen erinnert der »Farlehensweg« auf der Oberharmersbacher Seite. Nach dem Waldbrand nannte man den Berg »Brennetenkopf«, daraus wurde der heutige Name Brandenkopf. Wanderheim: Das Wanderheim Brandenkopf der Schwarzwaldvereins-Ortsgruppe Oberharmersbach ist ganzjährig bewirtschaftet (Montag Ruhetag) und übernimmt den Rucksacktransport für Wanderer auf dem West- und dem Hansjakobweg; Wanderheim Brandenkopf, Brandenkopf 1, 77784 Oberharmersbach, Tel 07831/6149
Unterkunft
Waldhotel Palmspring (Palmspring 1, 77740 Bad Peterstal-Griesbach, Tel. 07806/301, www.palmspring.de); Harkhof (Fam. Erwin Hug, Hark 1, 77784 Oberharmersbach, Tel. 07837/835, www.harkhof.de); das Wanderheim Brandenkopf der Schwarzwaldvereins-Ortsgruppe Oberharmersbach ist ganzjährig bewirtschaftet (Montag Ruhetag) und übernimmt den Rucksacktransport für Wanderer auf dem West- und dem Hansjakobweg (Wanderheim Brandenkopf, Brandenkopf 1, 77784 Oberharmersbach, Tel. 07831/6149).
Tourismusbüro
Tourist-Info Bad Rippoldsau-Schapbach, Kurhausstraße 2, 77776 Bad Rippoldsau-Schapbach, www.bad-rippoldsau-schapbach.de; Kurverwaltung Bad Peterstal- Griesbach, Schwarzwaldstraße 11, 77740 Bad Peterstal-Griesbach, www.badenpage.de/bad-peterstal; Tourist-Information Oberharmersbach, Dorf 60, 77784 Oberharmersbach, www.oberharmersbach.de; Verkehrsamt Hausach, Hauptstraße 40, 77756 Hausach, www.hausach.de

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