Vom Hochgrat zum Rindalphorn

Eine aussichtsreiche Rundtour, die dank der Hochgratbahn nur wenig Anstieg verlangt. Die schmalen Steige am Rücken des Nagelfluhkammes verlangen an einigen Stellen Trittsicherheit. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln angereist ist, kann die Gratwanderung bis zum Mittaghorn (Seilbahn) über Immenstadt ausdehnen. (Autor: Bernhard Irlinger)
13 km
425 m
4.00 h
Wir gehen um die Hochgratbahn-Bergstation (1704m) zu einer Weggabelung, halten uns links (Wegweiser Hochgrat, Gratwanderung Immenstadt) und steigen in wenigen Minuten auf den aussichtsreichen Hochgrat (1834m).
Vom Gipfel wandern wir nach Osten zur Brunnenauscharte hinab, die wir geradewegs überqueren. Nun rechts des Grates durch Bergwiesen anfangs steil aufwärts, bis wir auf einem Vorgipfel die Grathöhe erreichen. Wir überschreiten den wenig ausgeprägten Vorgipfel, steigen in einen weiten Sattel ab und wandern links haltend zu einer Wegkreuzung in einer Scharte. Geradeaus erreichen wir nach ca. 100m den schmalen Gipfel des Rindalphorns (1821m), der uns wieder eine herrliche Aussicht beschert.
Vom Gipfel gehen wir zurück zur Wegkreuzung und steigen links durch einen Steilgraben und dann nahe des Ostgrats in die weit geschwungene Gündlesscharte hinab, die wir in ihrer ganzen Länge durchqueren. Wir biegen links in einen schmalen Steig (Wegweiser Talstation Hochgratbahn), der uns über den Weidegrund der aufgelassenen Oberen Rindalpe zur Rindalpe hinabführt. Wir wechseln geradewegs auf die Alpstraße, der wir geradeaus über die Alpwiesen folgen. Im Wald leitet sie uns neben dem rauschenden Rindalper Tobel abwärts zu einer Wegkreuzung. Wir biegen links (Wegweiser Hochgratbahn, Steibis) auf eine Forststraße und wechseln unterhalb zweier Kehren links auf einen Waldweg. Er führt uns geradewegs am Älpele vorbei zu einem malerischen Bachtobel. Ein kurzer Anstieg bringt uns zu den Weiden der Hinteren Simatsgundalpe, über die wir zur schmalen Teerstraße gehen. Wir folgen ihr nach links und wandern vorbei an der Kapelle St.Rochus zurück zur Talstation der Hochgratbahn.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour13 km
Höhenunterschied425 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktDie Berg- bzw. Talstation der Hochgratbahn, Fahrplanauskunft Tel. 08386/8222 und 8223.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterNagelfluh nennt man im Allgäu ein aus Geröll zusammengebackenes Konglomeratgestein, da die Kiesel an der Gesteinsoberfläche wie runde Nagelköpfe aussehen. Vom Hochgrat führt ein teils anspruchsvoller Gratweg über den lang gezogenen Kamm der Nagelfluhberge bis Immenstadt. Wir ersteigen ohne allzu große Mühe nur die beiden höchsten Berge des Kammes.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte 1:50000 des Bayerischen Landesvermessungsamtes, Blatt Allgäuer Alpen.
MarkierungenWanderwegweiser und Farbmarkierungen.
VerkehrsanbindungMit dem Auto auf der B308 nach Oberstaufen, von dort Zufahrtsstraße über Steibis zur Hochgratbahn. Bahnstation in Oberstaufen, von dort Busverbindung über Steibis zur Talstation der Hochgratbahn.
Tipps
Nagelfluh. Als im Tertiär die Alpen emporgehoben wurden, senkte sich im nördlichen Vorland ein breiter Trog. Er war teils von Meerwasser überflutet, teils über dem Meeresniveau gelegen und von Flüssen durchflossen. So wurden in diesem so genannten Molassetrog unterschiedliche Sedimente abgelagert. Die Flüsse hinterließen rundes Geröll, das im Laufe der Jahrmillionen durch Calcit zu einem festen Konglomeratgestein verbacken wurde. Schließlich wurde der südliche Teil der Ablagerungen in die Alpenfaltung miteinbezogen und so entstanden die Höhenzüge, die heute am Nordrand der Allgäuer Alpen aufragen.
Unterkunft
In Oberstaufen und Steibis; im Staufner Haus unterhalb der Hochgrat-Bergstation, Tel. 08386/8255.
Tourismusbüro
Kurverwaltung Oberstaufen, Tel. 08386/93000; www.oberstaufen.de

Buchtipp

Bernhard Irlinger

Oberallgäu und Kleinwalsertal

40 abwechslungsreiche Touren für jedes Können durch das schöne Oberallgäu und das Kleinwalsertal. Mit vielen Tipps, Tourenkarten und Höhenprofilen.

zum Shop
Mehr zum Thema