Stadtspaziergang in der Bundeshauptstadt

Vom Gendarmenmarkt zur Museumsinsel

Das historische Zentrum von Berlin ist das Herz der Stadt, das mit einer Vielfalt schöner Bauten aus der Zeit des preußischen Klassizismus aufwarten kann. Auf einem Spaziergang lässt sich ein Teil dieser beeindruckenden Mitte kennen lernen. (Autor: Tassilo Wengel)
5 km
65 m
1.00 h
Wir starten am Bahnhof Friedrichstraße, gehen zur Straße Unter den Linden und biegen nach links. Auf dieser breiten Straße gehen wir bis zur Charlottenstraße – links sehen wir die Deutsche Staatsbibliothek – und schwenken nach rechts.

Wir kommen zum Gendarmenmarkt mit dem Französischen Dom, dem Konzerthaus Berlin (Schauspielhaus) und dem Deutschen Dom. Hier biegen wir nach links in die Mohrenstraße und folgen beim U-Bahnhof Hausvogteiplatz der Niederwallstraße bis zur Gertraudenstraße. Dort wenden wir uns nach links, überqueren die Gertraudenbrücke und gehen am Petriplatz vorbei, überqueren die Breite Straße und die Mühlendammbrücke (30Min.).

Im Nikolaiviertel

Wir nähern uns allmählich dem Nikolaiviertel von der Spreeseite, einer wunderschönen Kulisse am Märkischen Ufer und wenden uns nach dem Ephraimpalais nach links. Über die Poststraße kommen wir an der Nikolaikirche vorbei zum Knoblauchhaus, einem Museum mit Ausstellungen zur Geschichte der angesehenen Familie Knoblauch, zu der neben Kaufleuten, Stadträten auch der Architekt Eduard Knoblauch (1801–1865) gehörte.

Neben zahlreichen Villen und Stadthäusern baute er die Neue Synagoge in der Oranienburger Straße. Im Gebäude laden die Historischen Weinstuben zum Verweilen ein. Wenige Meter daneben ist die Gerichtslaube, seit 1270 als historisches Gebäude mit verschiedener Nutzung nachgewiesen und inzwischen ein Restaurant mit schönem Biergarten.

Rotes Rathaus und Berliner Dom

Wir gehen die Poststraße weiter bis zur Rathausstraße und schwenken nach rechts zum Roten Rathaus. Auf einem bemerkenswerten Terrakottafries von 200m Länge ist die Geschichte der Stadt abzulesen. Den Platz vor dem Roten Rathaus schmückt der Neptunbrunnen (1891) mit reicher Ausstattung. Wir gehen die Rathausstraße zurück und schwenken vor der Brücke nach rechts, gehen am Ufer der Spree entlang, unterqueren die Brücke am Berliner Dom und steigen die Stufen aufwärts.

Nach rechts kommen wir am Berliner Dom vorbei, dem Lustgarten mit dem Alten Museum und überqueren die Schlossbrücke (1Std.). Diese schmücken acht strahlend weiße Figuren aus Carrara-Marmor, die u.a. die Siegesgöttinnen Athene und Nike mit einem Jüngling darstellen. Unser Weg führt zwischen Zeughaus und Lustgarten nach rechts, über die Straße Am Zeughaus zur Straße Am Kupfergraben und erreicht die Museumsinsel mit den Eingängen zum Bodemuseum und dem Pergamonmuseum.

Bei der Georgenstraße schwenken wir nach links, kommen an mehreren urigen Gaststätten vorbei und erreichen wieder den Ausgangspunkt am Bahnhof Friedrichstraße (1:45Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour5 km
Höhenunterschied65 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBerlin, Bahnhof Friedrichstraße.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterAbwechslungsreicher Spaziergang auf Fußwegen neben breiten Straßen, wenig Schatten.
Beste Jahreszeit
KartentippStadtplan Berlin City, Maßstab 1:16000.
MarkierungenKeine.
VerkehrsanbindungS-Bahn: S1 Potsdam–Oranienburg, S2 Bernau–Blankenfelde, S5 Strausberg Nord–Friedrichstraße/Zoologischer Garten, S7 Ahrensfelde–Zoologischer Garten, S9 Flughafen Berlin-Schönefeld–Zoologischer Garten. U-Bahn: U6 Alt-Tegel–Alt-Mariendorf.
GastronomieGendarmenmarkt: Café Möhring, Charlottenstraße/Ecke Jägerstraße; Nikolaiviertel: Restaurant Ephraim's, Spreeufer 1; Museum Knoblauchhaus, Historische Weinstuben, Poststraße 23; Gerichtslaube mit Biergarten, Poststraße 28.
Tipps
Die Berliner Museumsinsel. Die vom Wasser umschlossene Museumsinsel beherbergt fünf großartige Museumsbauten, die zwischen 1830 und 1930 entstanden. Als eines der ersten öffentlichen Museen Deutschlands baute man 1830 das Alte Museum mit dem Kupferstichkabinett sowie einer Sammlung Zeichnungen. Zur Entlastung wurde 1843 mit dem Neuen Museum begonnen, das nach dem 2. Weltkrieg stark zerstört war und gegenwärtig noch restauriert wird. Als dritter Museumsbau entstand zwischen 1867 und 1876 die Nationalgalerie, die eine umfangreiche Sammlung europäischer und vor allem deutscher Malerei des 19.Jh. zeigt. Zwischen 1898 und 1904 baute man auf dreieckigem Grundriss das Kaiser-Friedrich-Museum. Nach der Wiedereröffnung in den 1950er-Jahren wurde es als Bodemuseum eröffnet, nach Wilhelm von Bode benannt, der ab 1906 Direktor der königlichen Museen war. Es präsentiert unter anderem das Ägyptische Museum mit einer umfangreichen Papyrussammlung, Spätantike und Byzantinische Kunst sowie das Münzkabinett. Bode war auch der Initiator für den letzten Bau auf der Museumsinsel, dem Pergamonmuseum, das erst 1930 fertig gestellt wurde. Es beherbergt die Antikensammlung, das Museum für Islamische Kunst und das Vorderasiatische Museum.
Unterkunft
Buchung über Tel. 030/250025, Fax 030/25002424, Internet-Buchung: www.berlin-tourist-information.de
Tourismusbüro
Berlin Tourist Information, Europa-Center, Eingang Budapester Straße 45, 10787 Berlin, Tel. für Reservierung: 030/250025, für Information 0190-0-16316, www.berlin-tourist-information.de

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