Über die Hornisgrinde zum Mummelsee

Wald- und Panoramawanderung auf bequemen Wegen und schmalen Pfaden, festes Schuhwerk empfehlenswert.
Gegenüber der Sand-Kapelle, direkt an der Kreuzung beginnend, führt der Westweg (Markierung: rote Raute) kurz parallel zur Schwarzwaldhochstraße aufwärts, bis die Markierung gelbe Raute links in den Hang zum Mehliskopfturm abzweigt. Dieser bietet eine herrliche Aussicht über Täler und Höhen des Nordschwarzwalds, auch das Ziel, die von einem Funkturm überragte Hornisgrinde, ist in Sicht. Nicht nur auf dem Mehliskopfturm lohnt es sich bei dieser Wanderung, ein Fernglas dabei zu haben. Vom Aussichtsturm geht der Weg hinab zur Höhengaststätte Hundseck an der Schwarzwaldhochstraße, wo er wieder auf den Westweg mündet. Vom Hundseck führt der Westweg aufwärts in den Wäldern des Riesenkopfs und erreicht mit dem Hochkopf den ersten Panoramagipfel des Grindenschwarzwalds.
Nach dem Abstieg zum Höhenhotel Unterstmatt, wo der Westweg wieder die Schwarzwaldstraße tangiert, geht es auf schmalen Pfaden und Bohlenstegen durch Nadelwald zum autofreien Ski- und Wanderheim Ochsenstall, wo man zünftig übernachten kann. Recht steil führt die rote Westweg-Raute nun auf die baumlose, aussichtsreiche Hornisgrinde mit einem Naturlehrpfad. Die Hornisgrinde ist mit 1163 m die höchste Erhebung des nördlichen Schwarzwalds und dank ihres Aussichtsreichtums eines der lohnendsten Wanderziele. Die Bezeichnung »Grinde« weist daraufhin, dass das zum Teil vermoorte Gipfelplateau früher als Viehweide genutzt wurde und waldfrei ist: Frei schweift der Blick westwärts über das Rheintal hinweg zu den Vogesen und im Osten an klaren Tagen bis zur Schwäbischen Alb; auf der Ostseite findet sich hoch über dem Biberkessel ein Hochmoor, durch das vom Bismarckturm aus der Naturlehrpfad auf einem Bohlensteg führt. Der zweite Aussichtsturm, der Hornisgrindeturm, steht am Südende des Gipfelplateaus.
Vom Hornisgrindeturm führt der Westweg steil und anfangs mit hervorragender Aussicht hinab zum Mummelsee, einem der schönsten Karseen des Schwarzwalds.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour11 km
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBushaltestelle und Parkplätze an der Sand-Kapelle in Bühl-Sand an der Schwarzwaldhochstraße an der Kreuzung mit der Passstraße von Bühlertal nach Forbach/ Murgtal.
EndpunktBushaltestelle am Mummelsee (Gemeinde Seebach). Die Rückfahrt vom Mummelsee zum Kurhaus Sand dauert etwa 20 Minuten, die Busse fahren alle 30 Minuten bzw. im Stundentakt.
TourencharakterVor der Sand-Kapelle führt der Westweg parallel zur Schwarzwaldhochstraße über aussichtsreiche Kuppen und durch Wald zur Hornisgrinde, dem höchsten Berg des Nordschwarzwalds, und zum sagenumwobenen Mummelsee. Da die Route die Schwarzwaldhochstraße an Bushaltestellen mehrfach tangiert, lässt sie sich beliebig verkürzen.
KartentippFreizeitkarte 1:50000 Blatt 501 Baden-Baden/Naturpark Schwarzwald Mitte Nord Blatt 1 (Landesvermessungsamt Baden-Württemberg) oder ADAC Wander & Rad Karte Schwarzwald Blatt 1 Baden-Baden Unteres Murgtal Bühl Achern.
MarkierungenRote Raute (West- weg) und namentliche Ausschilderungen.
VerkehrsanbindungDas Kurhaus Sand an der Schwarzwaldhochstraße B500 ist mit dem Bus von Baden- Baden, von Bühl bzw. Bühlertal und von Forbach-Raumünzach (S-Bahnhof der Murgtalbahn) erreichbar.
GastronomieHöhengaststätte Hundseck in Bühl-Hundseck, Höhenhotel Unterstmatt in Bühl-Unterstmatt, Wanderheim Ochsenstall, Mummelsee.
Tipps
Der Mummelsee Benannt ist der nahezu kreisrunde, mit 1029m höchstgelegene und mit knapp 18m tiefste Karsee des Gebirges nach den »Mummel«, Teichrosen, die zur Mittsommerzeit ihre gelben Blüten entfalten. Der Name »Mummel« bezieht sich auf die Seerosengewächse ebenso wie auf geisterhaften Wesen, die als in der Tiefe des Sees lebend gedacht wurden. Auch auf Usedom gibt es einen solchen See: »Mümmelkensee«.
Tourismusbüro
Tourist-Information Bühl, Hauptstraße 92, 77815 Bühl/ Baden, www.buehl.de; Verkehrsverein Bühlertal, Hauptstraße 92, 77830 Bühlertal, www.buehlertal.de; Tourist-Information Seebach, Ruhesteinstraße 21, 77889 Seebach, www.seebach.de

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