Über den Luc in die Moldauschlucht

Abwechslungsreiche Wald-, Aussichts- und Schluchtwanderung, für die festes Schuhwerk empfehlenswert ist. (Autor: Bernhard Pollmann)
12 km
300 m
4.00 h
Vor dem kleinen Bahnhofsgebäude von Loucovice weist das Wanderwege-Richtungsschild »Lua« parallel zur Bahnlinie talaufwärts, wobei die Markierung »blauer Strich« die Route weist. An der ersten Straße überqueren wir die Gleise, wenden uns links und biegen die erste Straße halb rechts hinauf ab. Am Ende des kleinen Orts folgen wir der Markierung in die Wälder des Lua hinein, in denen sich immer wieder Ausblicke auf das Moldautal öffnen. Nach stetigem, recht steilem Aufstieg erreichen wir an der Grenze des geologischen Schutzgebiets den Felsen KníDecí stolec [Fürstensessel], der eine prachtvolle Aussicht auf den Moldaustausee gewährt. Kurz nach Überschreiten des Lua (933 m) mit seinen Felsenmeeren und imposanten Felsblöcken überqueren wir den unseren Blicken entzogenen Tunnel, der den gesamten Bergstock durchstößt und das Wasser aus dem Moldaustausee dem Speicherbecken Vodní NádrD Lipno II oberhalb von ' Vyšší Brod [Hohenfurth] zuleitet; dieser Tunnel entzieht der am Fuß des Lua fließenden Moldau zeitweise völlig das Wasser.
Durch Wälder führt unsere Markierung nun abwärts, bis wir auf die von Lipno heraufführende Markierung »gelber Strich« treffen und ihr mit teilweise bestechender Aussicht rechts hinauf zu den wenigen Häusern von Dvoreaná folgen. Von dort führt unsere Markierung aussichtsreich in den Wiesen hinab, bis nach Überqueren des Kyselovský-Bachs die Markierung »blauer Strich« rechts abzweigt, dem Bach mit schönen Lua-Aufblicken abwärts folgt, ihn schließlich überquert und in das Moldautal hinabführt. Dort schließen wir uns der Markierung »grüner Strich« Richtung »Loucovice« an und wandern parallel zur Bahnlinie in die Moldauschlucht hinein. Obwohl der Moldau das Wasser weitgehend entzogen wird, zählt die Wanderung durch die Schlucht mit ihren artenreichen Mischwäldern zum Feinsten. Früher wurden die Kaskaden, in denen der Fluss über Blockwerk rauschte, Teufelsschnellen [Certový proudy] genannt, schalenförmige Strudeltöpfe in den Granitfelsen im Flussbett zeugen von der Gewalt des Wassers. Nach und nach gelangen wir an den Fuß der Certová stuna [Teufelswand], die sich am gegenüberliegenden Ufer erhebt: Verwitterungsbedingt fließt von dieser eindrucksvollen Felswand ein Blockmeer bis zum Fluss hinab.
Unser grün markierter Weg führt längs der Moldau weiter aufwärts in der imposanten Felsschlucht, wir queren die Bahngleise und kommen an einer Gedenkstätte für einen verunglückten Kanuten vorbei. Nach erneutem Überqueren der Bahngleise kehren wir zurück zum Ausgangspunkt, dem Bahnhof von Loucovice.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied300 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBahnhof Louco-vice (672 m) an der Linie Ceské Budujovice – Lipno.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterVon Loucovice [Kienberg] im Moldautal führt diese abwechslungsreiche Rundwanderung auf den für seine Aussicht berühmten und wegen seiner imposanten Felsbildungen als geologisches Schutzgebiet ausgewiesenen Berg Lua, ehe der Abstieg in die imposanteste Schlucht des Böhmerwalds führt.
Beste Jahreszeit
KartentippTuristická Mapa 1:50 000 Blatt 67 Sumava Lipno (Klub Cesk'ych TuristU).
MarkierungenBlauer Strich von Loucovice über den Lua, gelber Strich bis zum Kyselovský-Bach, blauer Strich ins Moldautal, grüner Strich durch die Moldauschlucht zurück nach Loucovice.
VerkehrsanbindungBahnlinie Linie Ceské Budujovice – Lipno bzw. Straße Frymburk – Lipno – Vyšší Brod.
GastronomieLoucovice.
Tipps
Bei Kanuwettkämpfen wird das Wasser aus dem Moldaustausee durch die Moldauschlucht geführt; der ansonsten recht harmlos dahinplätschernde Fluss verwandelt sich dann wie vor dem Bau der Staumauer in einen reißenden Fluss.
Informationen
Mountainbikegeeignet: nein
Unterkunft
In Vyšší Brod gibt es Hotel und Pensionen und eine Châlet-Siedlung sowie einen Campingplatz.
Tourismusbüro
Klaster Vyšší Brod, CZ-38273 Vyšší Brod, Tel. 0337-92392.
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