Tutzinger Hütte

Die nach der gleichnamigen Alpenvereinssektion benannte Hütte steht vor der Kulisse der mächtigen Benediktenwand-Nordwand, die mit 400 Metern Höhe eine beeindruckende Ausnahmestellung in den bayerischen Voralpen innehat. Die 1908 erbaute Hütte wurde 2000 durch einen Neubau ersetzt. Es entstand ein Niedrigenergiehaus in Ständerbauweise mit viel Komfort. (Autor: Heinrich Bauregger)
6 km
690 m
2.00 h
1 Von Benediktbeuern Nach einem Bummel von einer halben Stunde durch den Ort – falls man mit dem Zug gekommen ist – gelangt man vom Bahnhof zum Ausgangspunkt bei der Kapelle Mariabrunn. Von dort wandert man den Lainbach entlang taleinwärts. Hier wurde vor ein paar Jahren ein ökologischer Lehrpfad eröffnet. Über die Söldneralm und ein steiles Wegstück setzt sich der breite Forstweg fort. Bei der Materialseilbahnstation, mit der die Tutzinger Hütte versorgt wird, beginnt der serpentinenreiche Waldsteig hinauf zur Hütte. 2 Von Arzbach Der erste, lange Wegabschnitt erfolgt auf Wirtschaftsweg (Ausschilderung »Bayernwerk-Hütte«, »Neulandhütte«, Mark.-Nr. 466). Es geht mäßig ansteigend erst am Arzbach, dann am Lettenbach entlang, dann leicht ansteigend zu einer Wegverzweigung. Wir gehen rechts weiter, bis nach etwa 1,5 Kilometern links der Almweg zur Dudlalm abzweigt, dem man nun folgt. Wir wandern über die Almwiesen hinweg und ansteigend zur Längenbergalm (1244 m), wo sich rechts oberhalb die Neulandhütte befindet. Weiter nun über die Böden der Längenbergalm hinweg und auf markiertem Weg (Nr. 460) fast eben durch Wald auf Wanderweg hinüber zur Tiefentalalm (1252 m). In Serpentinen geht es steil hinauf zum Tiefentalsattel (1480 m) und jenseits hinab auf leichtem Weg zur bald sichtbaren Hütte. 3 Von Pessenbach Vom Parkplatz folgen wir auf Forststraße der Ausschilderung »Rabenkopf«, halten uns nach der Wildfütterung links und wandern weiter über die Orteralm. Dann steigen wir auf serpentinenreichem und steilem Steig in den Sattel zwischen Rabenkopf und Glaswand (1 3/4 Std.). Dort geht es links leicht ansteigend auf Bergwanderweg (Mark.-Nr. 451 sowie E 4) durch Wald Richtung Glaswand, die wir auf der Südseite umgehen (bei der Weggabelung auf dem Kammausläufer links), wo wir auf den von der Jachenau heraufführenden Weg stoßen. Hier geht es nun links ansteigend zur Glaswandscharte (1324 m), dann rechts in steilen Serpentinen hinauf zu einer Weggabelung. Wir biegen links auf den Weg Nr. 455 und wandern durch die Westseite der Benediktenwand und hinab zur Tutzinger Hütte. 4 Vom Ort Jachenau Vom Parkplatz am westlichen Ortsende führt der Wanderweg (Wegtafel »Wasserfall«) links der Großen Laine durch Wald eben zu den Brunnenmooswiesen und trifft dort auf einen unbefestigten Forstweg, dem man nach rechts folgt. Dann geht es bald wieder rechts ab, über die Große Laine hinweg und hinüber zur Forststraße (jetzt Mark.-Nr. 485), die direkt hinauf zur Lainlalm (906 m) führt. Dort verlässt man die Straße und wandert rechts zum Lainltal-Wasserfall. Rechts von diesem steigen wir in Kehren stetig bergauf. Oberhalb des tief eingeschnittenen Glasbachs wandern wir zur Peterer Alm (1086 m) und weiter am Glasbach entlang zur Glaswandscharte, wo man auf den Hüttenweg 3 trifft. Weiter wie dort. 5 Von Petern in der Jachenau Vom Parkplatz folgt man erst der breiten Forststraße bergwärts, quert den Reichenaubach und zweigt nach 150 Metern rechts auf den Almfahrweg (Mark.-Nr. 480, Wegtafel »Benediktenwand«) ab. Der Fahrweg führt in Kehren durch Wald hinauf zum Langenecksattel (1167 m), quert dort einen Almweg und führt weiter durch Wald, vorbei an der verfallenen Ortereralm, zu einer Wegverzweigung am oberen Ende des Schwarzenbachs. Es geht links weiter (Mark.-Nr. 477) zur Tanneralm (1340 m), wo der Almweg endet. Der weitere Weg führt eben auf Bergpfad durch den bewaldeten Südwesthang der Benediktenwand, bis wir auf den von der Jachenau kommenden Weg treffen. Weiter wie Hüttenweg 3.

Hütte

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied690 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
Hinweise
Dauer: Hütte Zeit Von Benediktbeuern (üblicher Hüttenanstieg): 2 1/2 Std.; von Arzbach: 4 Std.; von Pessenbach: 4 Std.; von Jachenau: 4 Std.; von Petern: 4 Std. Schwierigkeit Die ersten Passagen bei allen Hüttenanstiegen erfolgen zunächst auf Wirtschaftswegen, dann leichte Bergwanderwege. Der Anstieg von Pessenbach ist recht steil. Trittsicherheit auf allen Wegen (mit Ausnahme Hüttenweg 1) erforderlich. Gipfel Zeit Von der Tutzinger Hütte: 1 1/2 Std., Abstieg zur Hütte: 1 Std.; insgesamt: 2 1/2 Std. Schwierigkeit Bergsteig, der Trittsicherheit voraussetzt. Eine gesicherte Stelle.
KartentippTopogr. Karte 1 : 50 000 Bad Tölz – Lenggries und Umgebung (LVG).
GastronomieWeitere Hütten Neulandhütte, 1235 m (AV-Hütte für Selbstversorger, 25 Lager, an Wochenenden und Feiertagen meist bewartet). Von Arzbach 1 1/2 Std. (Hüttenweg 2).
Tipps
Die Hütte verfügt über Zustellbetten für Kleinkinder, längere Betten für erwachsene »Riesen« und sogar über einen extra Schlafraum für Hundehalter.
Informationen
Der Hüttengipfel Benediktenwand, 1800 m: Von der Tutzinger Hütte führt der Steig links um die Nordwand auf den Rotöhrsattel (drahtseilgesichert) oder rechts auf Steig oberhalb des Sattels zwischen Glaswand und Benediktenwand. Von dort wandert man in Kammnähe bis zum Gipfel, der der gesamten Berggruppe ihren Namen gegeben hat. Der einfachste Weg hinab führt über den Steig auf der Westseite. Bei der Weggabelung rechts zur Tutzinger Hütte und auf dem Anstiegsweg zurück zum Ausgangspunkt.
Höchster Punkt
Tutzinger Hütte, 1327 m; Benediktenwand, 1800 m.
Unterkunft
Tutzinger Hütte, 1327 m (AV-Hütte, Kat. II, bewirtschaftet vom Palmsonntag bis Mitte November sowie über die Weihnachts- und die Osterferien, 31 Betten, 61 Lager, 30 Notlager; Tel. 0175/1641690).

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