Trier

Stadtspaziergang. (Autor: Helmut Dumler)
5 km
50 m
2.00 h
Den Nordeingang der »City« bildet die imposante Torburg Porta Nigra. Weiter geht es in die Simeonstraße, den »Cardo maximus« bzw. die nord-süd-orientierte römische Hauptstraße. Links fällt das Haus Nr. 19 auf, das spätromanische, um 1230 errichtete »Dreikönigenhaus« mit gekuppelten Rundbogenarkaden an der Fassade. Der alte Eingang, mit Hilfe einer abnehmbaren Holztreppe zugänglich, war die Türe oberhalb des Wappens. Auf dem dreieckigen Marktplatz dokumentiert ein Steinkreuz (Kopie) rund 1100 Jahre Marktfreiheit. Fachwerk- und Treppengiebel bilden das Ensemble, das südlich vom imposanten Turm der gotischen Marktkirche St. Gangolf beherrscht wird.
Vom Markt aus führt die Sternstraße zu dem 1036 geweihten Dom St. Peter. Er empfängt uns mit eindrucksvoller Westfront und bemerkenswerter Apsis. Angefügt zwischen 1235 und 1260 ist die Liebfrauenkirche, eine der ersten rein gotischen Kirchen Deutschlands. Nächstes Ziel ist die evangelische Erlöserkirche, geläufiger als »Konstantinsbasilika«. Neben ihrer strengen Architektur bildet das im Stil des Rokoko gehaltene Kurfürstliche Palais einen harten Kontrast. Anschließend tut ein Bummel durch den Palastgarten gut – im 19. Jh. ein Exerzierplatz. Unweit davon befindet sich auch das Rheinländische Landesmuseum, archäologisch vielleicht das interessanteste Deutschlands. Entlang der mittelalterlichen, zwischen 1150 und 1250 hochgezogenen Stadtmauer erreicht man die Kaiserthermen. Beim Ein- und Ausgang der Anlage erklären Tafeln im Fußgängertunnel den Weiterweg zur Olewiger Straße und zu dem im Urzustand mit der Arena zu Verona vergleichbaren Amphitheater. Beim Rückweg nehmen wir die linke Seite der Olewiger Straße und ihrer Fortsetzung, die Südallee. Rechts drüben die Kaiserthermen. Links an der Südallee liegen die Barbarathermen, ein öffentliches Bad. Ein Stück weiter kreuzt der Rundgang die Bundesstraße hin zur Konstantinsäule (Kopie). Über Stufen spazieren wir hinab ans Moselufer und unter die Römerbrücke aus der Mitte des 2. Jhs. Gemütlich geht es auf dem einstigen Leinpfad am Johanniterufer dahin. Jenseits grüßt vom Markusberg die Kirche und die 1860 geweihte Mariensäule.
Wir sind auf dem Gelände des alten Hafens, an den zwei Kräne die Erinnerung wach halten. Hinter dem zweiten Kran, den 1413 ein Trierer Schiffer erbauen ließ, läuft man hinauf zum Fußweg in den Parkanlagen neben der Straße. Rechts drüben steht das Irminen-Krankenhaus an der Stelle römischer Lagerhallen. Bald geht es rechts über die Straße zu einem Fußweg und in den so genannten »Schießgraben«. Damit folgen wir dem Verlauf der ehemaligen, insgesamt 6418 m langen, etwa 7 m hohen römischen Stadtmauer, die im 11./12. Jh. von den Bürgern als Baumaterial benutzt wurde, zur Porta Nigra.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour5 km
Höhenunterschied50 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktPorta Nigra. Innenstadt-Parkplätze beschildert.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDie 1,6 km von der Porta Nigra zum Amphitheater, das sind 2000 Schritte durch 2000 Jahre Geschichte. Trier verkörpert eines der ältesten lebenden Gemeinwesen Europas: 16 v. Chr. wurde es von Rom gegründet, mehr als 300 Jahre später avancierte es zur Cäsarenresidenz unter Kaiser Konstantin (324–337) und wurde schließlich zur Weltstadt.
Beste Jahreszeit
KartentippStadtplan genügt.
MarkierungenHinweistafeln.
VerkehrsanbindungStraßenknotenpunkt, Autobahnanschluss. Von Koblenz 124 km, von Bonn 143 km. Bahnhof, Busverbindungen, Moselschifffahrt-Anleger.
GastronomieOriginelle Lokale (z. B. Alt Zalawen, Gasthaus Mosellied, Bagatelle, Köstritzer Schwarzbierhaus, Lauben) neben der Kaiser-Wilhelm-Brücke an der Mosel im ehemaligen Fischerviertel Zurlauben; Käsefalle (Karl-Marx-Straße, Montag/Dienstag geschlossen); Restaurant-Café Historischer Keller (Simeonstr. 46, Sonntag geschlossen).
Tipps
Das Schema des römischen Bades sowie der Ablauf des Badeaktes, bei dem auch politische und geschäftliche Gespräche üblich waren, ist am ausgehängten Grundrissplan der Kaiserthermen einzusehen.
Unterkunft
Hotel-Restaurant Zur Römerbrücke (günstig gelegen, preiswerte Küche, Parkplätze), Tel. 0651/8 26 60; Deutscher Hof, Südallee 25, (zentral, eigene Parkplätze), Tel. 0651/9 77 80; Vier-Sterne-Hotel Dorint an der Porta Nigra (eigene Parkplätze), Tel. 0651/2 70 10; Jugendgästehaus Warnsberger Hof, Dietrichstr. 42, Tel. 0651/97 52 50; Jugendherberge, An der Jugendherberge 4, Tel. 0651/14 66 20; Camping Trier-City, linkes Moselufer, nicht sehr ruhig, Achtung bei Hochwasser, Tel. 0651/8 69 21.
Tourismusbüro
Tourist-Information, An der Porta Nigra, 54290 Trier, Tel. 0651/97 80 80, Fax 0651/9 78 08 88, Internet www.trier.de.
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