Tourismusmagnet Pisa

Stadtspaziergang. (Autor: Helmut Dumler)
4 km
30 m
2.00 h
In Pisa geht man vom Bahnhof durch den Viale Gramsci (Marxist, Mitbegründer der KPI). Auf der Piazza Vittorio EmanueleII geht es links, vorbei an der Kirche San Antonio zur Piazza San Antonio. Dort folgen wir rechts der Via San Antonio bis zum Kirchlein Santa Maria della Spina (1).
Rechts mit dem Lungarno Gambacorti am Arno entlang, u.a. vorbei am Rathaus und an der Logge dei Banchi (2), einer Halle aus zwölf Pfeilern (17.Jh.), wo der Woll- und Seidenmarkt stattfand. Der Ponte di Mezzo bringt uns über den Arno. Am anderen Ufer ist links die Piazza Garibaldi. Nächste Station: Piazza delle Vettovaglie, vormittags Markt. Durch die Via Domenico Cavalca gelangen wir zum Campone (rechts), einem der mehr als hundert Geschlechtertürme des Mittelalters. Kurz danach steht rechts die romanische, 1675 barockisierte Kirche San Frediano. Links der Kirche geht es in die Via l'Arancio. Sie leitet uns, unterbrochen von der Piazza Dante, zur Via San Maria. Rechts kommt man zum Domplatz – Piazza dei Miracoli: architektonisches Juwel Italiens in zeitloser Schönheit, geprägt vom Baptisterium (3), dem Dom (4), dem »Schiefen Turm« (5) und dem Friedhof Camposanto (6). Vom Domplatz in Richtung Osten, vorbei am Tourismusbüro (Eingang für das Dommuseum). Ab der Piazza Arcivescado rechts auf die Piazza Felice Cavalotti. Nach der Kirche San Sisto öffnet sich die Piazza dei Cavalieri, der Nabel der Stadtrepublik. Dominierend ist dort der Palazzo dei Cavalieri (7) von 1562 mit geschwungener Sgraffito-Fassade. Rechts davon die Hallenkirche Santo Stefano dei Cavalieri (1569) des Aretiners Giorgio Vasari; links, ebenfalls von Vasari (1607), der Palazzo dell'Orologio.
Rechts neben der Stephanskirche nehmen wir die Via Ulisse Dini. Anschließend umfängt uns die Enge der Arkadenstraße des Borgo Stretto. Im Haus Nr.4 verwöhnt die alteingesessene Pasticceria Salza. Links, eingezwängt in die Häuserfront, steht San Michele in Borgo: 1044 geweiht, romanisch-pisanische Fassade, 1944 im alliierten Bombenhagel zerstört – wie auch andere Kulturdenkmäler.
Abermals über die Arnobrücke und nun auf dem Corso Italia. An der linken Straßenseite schaut seit 1862 Nicola Pisano vom Denkmalsockel auf die Passanten. Die Kirche Santa Maria del Carmine (1325–1328) sowie das dazugehörende Kloster wurden auch 1944 von Fliegerbomben zerstört. Der Weg zum Bahnhof kann von hier nicht mehr verfehlt werden.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour4 km
Höhenunterschied30 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBahnhof/ Stazione.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterSeit Dezember 2001 darf der »Schiefe Turm« von Pisa, der Campanile des Domes, wieder erstiegen werden, über seine 294 Stufen in eine Höhe von 55,65m. Das rund 850 Jahre alte Wahrzeichen Italiens erfuhr mit einem Kostenaufwand von 26,6Mill. Euro eine »Begradigung«, Stabilisierung und Sanierung, nachdem es zwölf Jahre gesperrt war.
Beste Jahreszeit
VerkehrsanbindungAutobahnen, Schnellstraßen, Eisenbahn, Busverbindungen, Flugplatz (3km). Von Florenz 77km. Parkplätze am Altstadtsaum beschildert; frühmorgens genügend freie Plätze; in der Altstadt Parkplatzmangel.
GastronomieRistoranti etc. am Stadtrundgang. Preiswürdiger »Dauerbrenner« unweit des Schiefen Turms und doch weitab vom Tourismus: Osteria dei Cavalieri (Via San Frediano 16), mittags drei Degustationsmenüs (starker Andrang!), abends größere Karte. Trattoria Vineria di Piazza (Piazza delle Vettovaglie 13), unverfälschte Traditionsgerichte, auch 50 Plätze im Freien unter Arkaden; Speisen listet eine Tafel an der Wand auf.
Informationen
»Wiederauferstehung« des »Schiefen Turms«. Um genau 44 cm – vordem 4,50m Neigung – begradigten internationale Wissenschaftler die »pendente«. Sie ließen das Fundament schockgefrieren, 30 Tonnen an Erdreich unter dem Koloss abtragen und seine Neigung mit 1000-Tonnen-Gegengewichten korrigieren. Nun umschlingt in 22m Höhe, um den zweiten Stock, ein Stahlring den Turm. Daran befestigt sind zwei plastikumwickelte Haltestahlseile – zwischen 6 und 10 cm stark, 103m lang. Sie sind am Boden im Abstand von 14m fixiert und mit je 100 Tonnen beschwert. Zusätzlich wurden zehn Seile tief in die Erde eingelassen und in einer festen Sandschicht verankert. Laut den Experten hält die Stabilisierung mindestens 300 Jahre! Die Besucherzahl ist begrenzt: maximal 30 Personen werden alle 40Min. eingelassen, pro Person für 15 Euro.
Unterkunft
In der Altstadt z.B. Albergo Ariston*** (Via C. Maffi 42), unpersönliche Atmosphäre, dafür aber am nächsten zum »Schiefen Turm«, Tel. 050 56 18 34, gebührenpflichtige Straßenparkplätze, Rubbel-Parkscheine (im Kiosk erhältlich, dort erklären lassen). In Bahnhofsnähe: Hotel Terminus e Plaza***, Tel. 050 50 03 03.
Tourismusbüro
Ufficio Informazioni, Piazza Miracoli, I-56126 Pisa, Tel. 050 56 04 64, E-Mail: pisa.turismo@traveleurope.it; Info-Büro auch am Bahnhof.
Region:
Italien
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