Tegelbergbahn

Am Branderschrofen sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich (Drahtseilsicherungen). Alle anderen Wege sind leicht, Trittsicherheit jedoch von Vorteil. Die Bleckenaustraße ist geteert. (Autor: Heinrich Bauregger)
9 km
602 m
2.00 h
Der Tegelberg ist dank großartiger Sicht auf die Ostallgäuer Seenplatte, auf Füssen und den Säuling Bergwanderern ein Begriff. Die Tegelbergbahn wirbt zudem mit dem Slogan - »Tor zum größten Naturschutzgebiet Bayerns – dem Ammergebirge«. In der Tat eröffnen sich von der Bergstation viele Möglichkeiten nicht nur bergab, sondern auch Übergänge ins Ammertal oder ins Lobental, wobei allerdings einige Höhenunterschiede zu bewältigen sind. Die Tegelbergbahn ist Anziehungspunkt für Gleitschirm- und Drachenflieger. Am Bergfuß gibt es eine Sommerrodelbahn. Kulturhistorisch Interessierte besichtigen die römischen Ausgrabungen bei der Talstation. Fackelwanderungen, geführte Natur- und Landschaftswanderungen, Hüttenabende und Sonnenuntergangsfahrten gehören ebenfalls zum Angebot. Abstecher auf den Branderschrofen.
Am Tegelberghaus rechts vorbei und auf breitem Wanderweg auf dem teilweise bewaldeten Kamm höher. Der Gipfel mit leuchtendem Kreuz liegt immer direkt vor uns. Dann links ab vom Hauptweg und auf Steig an die Gipfelfelsen heran. Drahtseilgesichert über steile Schrofen zum höchsten Punkt.
Abstieg über die Rohrkopfhütte.
Vom Tegelberghaus zurück auf dem Anstiegsweg bis zur Wegverzweigung unterhalb (WW »Ilgmösle, Drehhütte, Bannwaldsee«). Rechts auf gestuftem Wanderweg hinab in eine Mulde. Links haltend an zwei Lifthäuschen vorbei und in Serpentinen hinunter zur bereits sichtbaren Rohrkopfhütte. Kurz vorher zweigt rechts der Weg zur Drehhütte ab. Vor der Rohrkopfhütte links auf schmalem Wirtschaftsweg (»Schutzengelweg«) durch Nadelwald seitlich am Rohrkopf vorbei und hinab. Der Fahrweg wird zweimal links haltend auf Wanderweg abgekürzt. Dann zu einer Lichtung und hinab zu Wegverzweigung direkt vor der Hornburg. Links weiter in den großen Graben (rutschige Passagen) und in Serpentinen in zehn Minuten hinab zum Fahrweg. Rechts auf diesem zur Talstation.
Abstieg über die Marienbrücke.
Von der Bergstation rechts hinab in Richtung Rohrkopfhütte, dann bei der Wegverzweigung links durch Latschen unter der Tegelbergbahn hindurch. Nach einer langen Querung in westlicher Richtung durch die Nordseite des Tegelbergs beginnt der steile, serpentinenreiche Abstieg zur Marienbrücke. Kurz vor dem Schloss Hohenschwangau rechts ab in die Pöllatschlucht (Steiganlage) und rechts haltend zurück zur Talstation.
Abstieg über den Reitweg.
Vom Tegelberghaus auf markiertem Weg (E 4) durch die Südhänge des Branderschrofen hinab zum Branderfleck (Wegkreuzung). Rechts in Kehren durch Wald weiter talwärts zur Ahornhütte. Nun auf Forstweg hinab ins Tal der Pöllat, rechts auf Fahrweg über den Deutenhauser Bach nach Hohenschwangau. Oder links zum Berggasthof Bleckenau (Kleinbusverbindung ins Tal).

Dauer.
Von der Bergstation zum Branderschrofen 1/2 Std.; Abstieg über Rohrkopfhütte 2 Std.; Abstieg über Marienbrücke 3 Std.; Abstieg über den Reitweg 3 1/2 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied602 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktTalstation der Tegelbergbahn
EndpunktTalstation der Tegelbergbahn
TourencharakterDie 1966 erbaute Tegelbergbahn ist eine Kabinenbahn mit einer Förderleistung von 365 Pers./Std. Von der Talstation (830 m) zur Bergstation (1720 m) wird eine schräge Länge von 2146 m überwunden, wobei nur eine Stütze mit 38 m Höhe notwendig ist.
Beste Jahreszeit
KartentippBLVA, topograf. Karte 1 - 50000, Füssen u. Umgebung.
VerkehrsanbindungAuto. Über Kempten (A 7) nach Füssen und weiter nach Schwangau. Oder über Schongau und Halblech (B 17) in Richtung Hohenschwangau; kurz vorher links zur Talstation der Tegelbergbahn mit großem Parkplatz. Bahn/Bus. Mit der Bahn bis Füssen und mit Bus zur Talstation der Tegelbergbahn.
GastronomieTegelberghaus. (1707 m), privat, ganzjährig bewirtschaftet, 12 Betten, 20 Lager; Tel. 0 83 62/89 80. Restaurant an der Bergstation. (1720 m), bewirtschaftet während der Betriebszeiten. Rohrkopfkütte. (1359 m), privat, im Sommer bewirtschaftet. Imbiss. an der Talstation. Berggasthaus Bleckenau. (1167 m), privat, von Weihnachten bis Ende Oktober bewirtschaftet, 20 Lager; Tel. 0 83 62/8 11 81. Kleinbusverbindung nach Hohenschwangau.
Tipps
Am Abstiegsweg in die Bleckenau wurde der Naturpfad »Ahornreitweg« eingerichtet. Der Pfad beginnt bei der Bergstation und endet kurz vor der Bleckenau. Wir bekommen dort mittels zahlreicher Tafeln u. a. Informationen zum Bergahorn, zu Fichten, zum Totholz, zu König Max II., der hier sein Jagdrevier hatte, zu Gämsen oder dem Alpensalamander.
Höchster Punkt
Branderschrofen (1880 m)