Superlative im Werdenfelser Land

Garmisch-Partenkirchen am Fuße der Zugspitze ist zusammen mit dem Tölzer Land Ausflugsziel Nr. 1 der Münchner. Dazu tragen die traumhafte Lage des Ortes und die Felskulisse des Wettersteingebirges bei, aber auch einzigartige Sehenswürdigkeiten und vielfältige Wandermöglichkeiten. (Autor: Armin Scheider)
7 km
235 m
2.00 h
Über Garmisch-Partenkirchen. 802 als germanische Siedlung erstmals erwähnt, durchlief der Ort in den folgenden Jahrhunderten eine wechselvolle Geschichte und kam 1802 zu Bayern. Mit der Bahnlinie München–Garmisch setzte ab 1889 der Fremdenverkehr ein. 1935 schlossen sich die bis dahin eigenständigen Märkte Garmisch und Partenkirchen zu einem Ort zusammen, bewahrten jedoch ihren Charakter - Garmisch westlich des Bahnhofs als der mondänere Ortsteil, Partenkirchen als der ursprünglichere. Entstanden ist daraus eine reizvolle Mischung von Großstadtflair und bayerischer Tradition. Das Ganze geprägt von alpenländischer Architektur mit Lüftlmalerei und überragt von der mächtigen Felskulisse des Wettersteingebirges. In unseren Tagen ist Garmisch-Partenkirchen der gefragteste Wintersportplatz in Deutschland, zudem einer der bedeutendsten heilklimatischen Kurorte der bayerischen Alpen und zusammen mit dem Tölzer Land beliebtestes Freizeitziel der Müchner. Seinen internationalen Ruf verdankt es den Olympischen Winterspielen 1936, den alpinen Ski-Weltmeisterschaften 1978 sowie Weltcup-Skirennen und Neujahrs-Skispringen. Er wird noch unterstrichen durch die Mitgliedschaft im Klub »Best of the Alps«, einer Vereinigung von zwölf renommierten Wintersport- und Sommerurlaubsorten wie zum Beispiel St. Moritz, Cortina d'Ampezzo oder Kitzbühel. Allen diesen Top-Orten gemein ist die einzigartige Bergwelt mit weltberühmten Gipfeln wie Montblanc, Matterhorn oder Zugspitze, des Weiteren die Schönheit ihrer Landschaft und nicht zuletzt ein hochklassiges Kultur- und Freizeitangebot, häufig versehen mit einem luxuriösen Anstrich. Sehenswert in Garmisch-Partenkirchen sind unter anderem die beiden Kirchen, die Olympiasportstätten und das angesehene Heimatmuseum (Di.–Fr. 10–13, 15–18, Sa./So. 10–13 Uhr). Auffahrt zur Zugspitze. Die Auffahrt zur Zugspitze, dem mit 2964 m höchsten Gipfel Deutschlands, ist Krönung eines Besuchs in Garmisch. Von Aufstieg soll hier gar nicht gesprochen werden, denn er bleibt erfahrenen Berggehern vorbehalten. Ab Eibsee kann man mit der Zahnradbahn (35 Min.) oder der Seilbahn (10 Min.) hochfahren. Bergeinsamkeit sucht man oben freilich vergebens, denn die Bergkuppe ist mit Gebäuden und Anlagen gänzlich überbaut: Da gibt es drei Bergbahnstationen, eine Wetterstation, das Münchner Haus, Postinstallationen, eine Messstation des Max-Planck-Instituts und natürlich Aussichts- und Sonnenterrassen. Wenn sich bei Naturfreunden angesichts dieses Bildes und des zeitweise massenhaften Andrangs von Besuchern das Gipfelglück nicht so recht einstellen will, der Aussicht tut es keinen Abbruch. Sie ist schlichtweg überwältigend! Nach Norden hin kann der Blick über den Garmischer Kessel bis weit ins Alpenvorland zum Starnberger- und Ammersee hinauswandern, zur Südseite erstreckt sich ein Gipfelmeer, aus dem markante Ketten und Berge herausragen: so unter anderem Kaiser- und Karwendelgebirge sowie die Allgäuer Alpen und weiter draußen in den Zentralalpen die berühmten Bergriesen Großglockner (3797 m) und Großvenediger (3674 m) in den Hohen Tauern sowie der Ortler (3764 m) in der Ortlergruppe. Im Winter ist es fast noch schöner als im Sommer, denn meist herrscht bessere Sicht und die Gipfelwelt zeichnet sich messerscharf gegen den Himmel ab. Durch die Höllentalklamm. In Garmisch-Partenkirchen gibt es zwei wildromantische Schluchten, nämlich die Höllental- und die Partnachklamm. Beide sind ein Naturschauspiel ersten Ranges. Die Höllentalklamm ist nur im Sommer, die Partnachklamm auch im Winter zugänglich, wo sie in bizarre Eisgebilde gehüllt ist. Im Mittelpunkt der folgenden Bergwanderung steht die Höllentalklamm. 1905 erschlossen, ist sie ca. 1000 m lang und überwindet eine Höhendifferenz von 150 m (Partnachklamm 700 m lang, 50 Hm). Ab Hammersbach folgt man der Beschilderung und kommt nach einer Stunde an die Klammeingangshütte. Von dort geht es in die düstere Schlucht, wo zwischen steil aufragenden Felswänden das Wasser schäumend und tosend zu Tale stürzt. Über Stege, Stollen und Treppen erreicht man nach rund 45 Minuten den oberen Ausgang. Sehr empfehlenswert ist es, auf dem steilen und steinigen Weg zwei Kilometer weiterzugehen bis zur Höllentalangerhütte, wo sich spektakuläre Aussichten ins Höllental sowie u. a. auf die Waxensteine, die Zugspitze und die Höllentalspitzen bieten. Zurück geht es auf gleichem Weg. Wer nicht ein zweites Mal durch die Klamm möchte, obwohl sich neue und faszinierende Bilder eröffnen, kann sie auf dem »Stangensteig« umgehen. Er zweigt kurz vor dem oberen Eingang rechts ab, führt über die 73 Meter hohe und 20 Meter lange »Eiserne Brücke« und trifft unterhalb der Klamm wieder auf den Hauptweg. Voraussetzung: Sie müssen trittsicher und schwindelfrei sein. Umrundung des Eibsees. Wenn sich an sonnigen Tagen die hochalpine Felskulisse der Zugspitze und des Waxensteinkamms im blaugrünen Wasser spiegelt und auf dem See die Windsurfer mit ihren bunten Segeln dahingleiten, beginnt man der Kunde zu glauben, der Eibsee sei der schönste kleine Gebirgssee am Alpenrand. Auf 1000 Meter Höhe gelegen, soll er durch einen riesigen Felssturz entstanden sein. Angenehm ist, dass er wegemäßig erschlossen ist und umwandert werden kann. Diese Wanderung ist sieben Kilometer lang und bietet stellenweise wunderschöne Ausblicke auf den See, seine malerischen Buchten und auf die imposanten Felswände des Wettersteingebirges. Parkspaziergang mit Wettersteinblick. Hier ein letzter Vorschlag für eine Wanderung, die insofern von besonderer Art ist, als sie eines der schönsten Panoramen am Alpenrand bietet. Gemeint ist der Gang von Garmisch nach Hammersbach und das großartige Gebirgsbild mit den Waxensteintürmen und der Alpspitze, die sich über dem parkartigen Wiesengrund mit den alten Holzschuppen erheben. Ausgangspunkt ist die St.-Martin-Straße dort, wo der Hammersbacher Fußweg abgeht. Einzelheiten zum Routenverlauf entnehmen Sie bitte der Karte rechts.

Länge - Autorundfahrt: ca. 20 km (Ortsmitte Garmisch–Eibsee) Wanderungen: Um den Eibsee: ca. 7 km Im Höllental: ca. 12 km Hammersbachweg: ca. 5 km

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied235 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktGarmisch-Partenkirchen Autoanfahrt von München auf A 95/B 2 (ca. 120 km) Bahnverbindung München–Garmisch P.
TourencharakterGarmisch-Partenkirchen am Fuße der Zugspitze ist zusammen mit dem Tölzer Land Ausflugsziel Nr. 1 der Münchner. Dazu tragen die traumhafte Lage des Ortes und die Felskulisse des Wettersteingebirges bei, aber auch einzigartige Sehenswürdigkeiten und vielfältige Wandermöglichkeiten. Und das erwartet Sie unter anderem -
der berühmteste deutsche Alpenort;
der höchste Berg Deutschlands;
wildromantische Gebirgsschluchten;
der schönste kleine Gebirgssee am Alpenrand.
Beste Jahreszeit
GastronomieGarmisch Clausings Posthotel Terrasse, kein Ruhetag Partenkirchen Fraundorfer Terrasse, Di. Ruhetag Eibsee Eibsee Pavillon Terrasse, kein Ruhetag
Tourismusbüro
Garmisch-Partenkirchen Tel. 088 21/180-700 www.garmisch- partenkirchen.de
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