Schwarzachhütte

Absolut leichte, gemütliche Wanderung bis zur Jausenstation (Autor: Siegfried Garnweidner)
14 km
190 m
1.00 h
Hüttenzustieg.
Von der Kühlen Rast am Sträßchen bis zur Schwarzachbichlalm gegen Südosten eben durch den Wald. Dann am Fahrweg neben der Schwarzach weiter und durch den unteren Schwarzachgrund in sehr geringer Steigung nach Süden hinauf. An der Verzweigung rechts halten und bald darauf erreicht man am Ende des Fahrweges die Jausenstation. Der Hüttenwirt ist stolz auf seine »Livemusik« mit der Steirischen und auf seinen Gesang, während die Wirtin mit ihrem Kaiserschmarren brilliert. Und an Wochenenden spielen verschiedene Showgruppen auf, die dann oft einen ziemlichen Remmidemmi auf der Alm veranstalten.
Das Seespitzl.
In so einer prächtigen Berggegend wie um die Schwarzachalm mag es handfeste Alpinisten schon sehr jucken, wenigstens auf einem Gipfel der Nachbarschaft zu stehen. Der hier vorgeschlagene Berg zählt sicher nicht zu den gewaltigsten dieses Teils der Zillertaler Alpen, auch nicht zu den spektakulärsten, aber er ist mit vertretbarem Aufwand und geringem Risiko gut zu erreichen und darüber hinaus sind Auf- und Abstieg mit landschaftlichen Höhepunkten gespickt. Für die zusätzlichen 1000 Höhenmeter zum rund 2365 Meter hohen Seespitz, der nicht einmal auf allen Kartenwerken verzeichnet ist, sind 2 1/2 Stunden einzurechnen. Beim Rückweg (1 3/4 Std.) muss man nicht wieder zur Schwarzachalm zurück, denn es bietet sich eine schöne Rundtour an.
Das erste Stück der Bergtour fällt etwas verzwickt aus, denn gleich über der Hütte lässt sich nur mit Spürsinn ein Weglein finden. Es steigt über steile Weidehänge nach Südwesten an und führt allmählich in den Wald hinein. Dabei quert es – stellenweise ein wenig luftig – einen steilen Graben und stößt schließlich zur Fahrstraße, auf der ängstliche Naturen in einem weiten Bogen ebenfalls ansteigen können. Nun am Sträßchen nach Westen in ein paar Kehren zur Oberen Schwarzachalm hinauf. Dort auf schmalem Bergpfad in eine lange, relativ steile, aber breite Rinne hinein und durch eine prächtige, wilde Berglandschaft bis ins Brandberger Joch hinauf (2307 m). Im Joch rechts abdrehen und gegen Norden zu flachen Hängen hinauf, an einem kleinen Seeauge vorbei und links haltend über einen kurzen, steilen Grat zum Gipfel der Seespitze.
Wer nicht auf der Anstiegsroute absteigen will, geht vom Gipfel nach Norden in den langen Talgrund (Skiroute) zwischen Torhelm und Seespitze hinab und durch diesen nach Nordosten zu einer Hütte hinaus. Auf freien Hängen dann nach Norden hinunter und auf der Straße oder in ihrer Nähe zur Schwarzachbichlalm hinab und am Aufstiegsweg zur Kühlen Rast zurück.

Dauer: Auf: 3/4 Std. Ab: 1/2 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied190 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktGasthaus Kühle Rast an der Gerlospassstraße (1191 m)
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterDer Hüttenzustieg zählt zu den einfachsten aus diesem Buch. Die breite Fahrstraße, die man bis zur Jausenstation hinaufbummelt, birgt nicht die geringsten Herausforderungen. Sie lässt sich ohne große Mühe auch mit einem Mountainbike schaffen. Die Schönheit der Berge kann bekanntermaßen nicht in alpinen Schwierigkeitsgraden und auch nicht in Höhenmetern gemessen werden. Was die Schönheit betrifft, steht der Schwarzachgrund den anderen, schwierigeren Touren aus diesem Buch nämlich nicht im Geringsten nach. Und wer ein gutes Auge, Sinn für die Natur und Glück mitbringt, kann im kristallklaren Bach hin und wieder sogar Wasseramseln bei ihren waghalsigen Flügen beobachten.
Beste Jahreszeit
KartentippFreytag & Berndt Wanderkarte, Maßstab 1:50000, Blatt 151 (Zillertal Tuxer Alpen Jenbach-Schwaz).
VerkehrsanbindungAus dem Zillertal oder aus dem Pinzgau die Gerlospassstraße bis zum Ausgangspunkt (Bushaltestelle)
Tipps
In Mai und Juni mit Firngleitern. Während im Winter der Seespitz (siehe Gipfelempfehlung) bei Tourengehern sehr beliebt ist, wird es im April recht ruhig um diesen Berg. Dann, wenn auf den ausgeaperten Wiesenrücken die Küchenschellen in Hülle und Fülle blühen, kommen einige wenige unerschrockene Firngleiterfreaks auf der Winterroute herauf und fahren – bei absolut stabilen Verhältnissen – durch den langen Graben zwischen Seespitze und Brandberger Kolm mit Hochgenuss zur Oberen Schwarzachalm ab. Auch der steile Schwarzachgrund bis hinauf zur Schwarzachscharte ist ein Gebiet für eine anspruchsvolle Firngleitertour.
Informationen
Hüttensteckbrief. Höhe: 1378 m, Erbaut: 1703, privat, Bewirtschaftet: von Pfingsten bis Mitte Oktober keine Übernachtungsmöglichkeit, kein Winterraum, Telefon: +43(0)676/3354954, www.schwarzachtal.com.
Tourismusbüro
Gerlos, Tel.: +43(0)5248/52440; www.gerlos.at
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