Schrammacher, 3410 m

Der Schrammacher hat unter Felskletterern der schärferen Richtung einen guten Klang. Die erste Ersteigung unternahmen P. C. Thurwieser mit Georg Lechner und Jakob Huber bereits im Jahr 1847. (Autor: Richard Goedeke)
6 km
1650 m
7.00 h
Nach NO hinab über die Grenze zum Zollhüttchen. Von dort über unmarkierten, weiter oben undeutlichen Steig in nordwestlicher Richtung durch die Mulde hinauf, die zwischen Grawandkopf (links) und der alten Ufermoräne des jetzt weit zurückgegangenen Stampflkees (rechts) eingelagert ist (in der AV-Karte »Zillerfleck«). Unterhalb der westlich bleibenden Schneescharte gelangt man zum Gletscher. Auf diesem links der Spaltenzone in nördlicher Richtung aufsteigen und nach rechts hinüber zum Südgrat. Dieser wird gewöhnlich über einen steilen Firn- oder Eishang (eventuell Randkluftprobleme) oberhalb des nördlich der Oberschrammachscharte befindlichen Felskopfes erreicht (auch Aufstieg zur Scharte und entlang dem gesamten Grat möglich). Direkt auf der Gratschneide oder teils links ausweichend in Blockkletterei hinauf. Zuletzt noch über eine schwierigere Wandstufe (II) und einen breiten Rücken zum Gipfel.

Hochtour
3000er Gipfeltour

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied1650 m
Dauer7.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktPfitscher-Joch-Haus
EndpunktSchrammacher
TourencharakterIn der breiten nordseitigen, 800 m hohen Felsmauer von Schrammacher, Sagzahn, Sagwand wurden gewaltige Abenteuerrouten eröffnet, die zu den anspruchsvollsten Urgesteinsklettereien der Ostalpen zählen, so durch F. Drasch und J. Lechner schon 1895 die erste Route in der Schrammacher-Nordwestwand, durch Peter Aschenbrenner und Wastl Mariner 1939 der klassische Sagwandpfeiler, durch Hias Rebitsch und Gefährten 1947 der schauderhaft brüchige »Schiefe Riss« am Sagzahn und gleichfalls am Sagzahn durch Andreas Orgler und Reinhard Schiestl 1982 der steinschlaggefährdete »Schutzengelweg«.
Hinweise
Siehe Tour 100 in Karte.
KartentippAV-Karte 1 - 25000, Blatt 35/1 Zillertal West; Freytag-&-Berndt-Karte 1:50000, Mayrhofen, Zillertaler Alpen WK 152.
VerkehrsanbindungMit Auto von Sterzing über St. Jakob (1446 m) in Richtung Pfitscher Joch bis zur dritten Serpentine oberhalb von Stein. Mit Bus oder Auto von Sterzing durchs Pfitscher Tal nach St. Jakob (1149 m) und vom Weiler Stein auf ab Mitte Juni gewöhnlich schneefreiem Sträßchen (bis zur Kehre bei 1800 m für private Pkw frei) zum Pfitscher-Joch-Haus/Rifugio Passo di Vizze (2275 m, 50 Schlafplätze, bew. Juli–Sept., Tel. 0039/0472/60119, Taxi auch bis Joch; hierher auch durch Aufstieg vom Schlegeisspeicher).
GastronomiePfitscher-Joch-Haus/Rifugio Passo di Vizze (2275 m, 50 Schlafplätze, bew. Juli–Sept., Tel. 0039/0472/60119)
Tipps
Aussicht. Nach Westen aufregende Einblicke in die Nordwände, im Norden der Fußstein, im Südosten Hochferner und Hochfeiler.
Informationen
Schwierigkeit. Insgesamt F+ (leicht), mit Kletterstelle II (mäßig), sonst bis I (leicht). Mühen: Hüttenzustieg ab Sperrschild 400 mH (1 Std.) oder Taxi, Gipfelaufstieg 1250 mH (5 Std.). Gefahren: Ein moderat hochalpiner, oft begangener Aufstieg. Gletscher! Freuden: Ein Felsgipfel mit Ambiente. Karten: Klier, AVF Zillertaler Alpen, Bergverlag Rother, München. Nebengipfel: Die Sagwandspitze (3227 m) ist vom Schrammacher zu erreichen, indem man südseitig entlang dem Westgrat absteigt (II) bis vor einen steileren Abbruch. Hier links, über eine Rampe (II) hinab auf den Gletscher. Von diesem über die Ostflanke der Sagwand (I) zum Gipfel.
Höchster Punkt
Schrammacher, 3410 m
Unterkunft
Pfitscher-Joch-Haus/Rifugio Passo di Vizze (2275 m, 50 Schlafplätze, bew. Juli–Sept., Tel. 0039/0472/60119)
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