Rund um den Hochkalter

Trittsicherheit für die Route von der Wimbachbrücke bis zum Ingolstädter Haus, ebenso für den Abstieg zu den Kallbrunnalmen. Längere Passagen auf Wirtschaftswegen.
40 km
10.00 h
Eine Umrundung des gesamten Massivs führt uns zunächst ins wilde Wimbachtal, wobei wir die gleichnamige Klamm nicht auslassen wollen. Am oberen Talende erwartet uns dann eine Bergsteigerunterkunft, die sich gut als Stützpunkt eignet, bevor wir uns eine Etage höher bewegen und ins Steinerne Meer »hineinschnuppern«. Bevor wir mit einer großen Wende wieder absteigen, machen wir vom Ingolstädter Haus natürlich einen Gipfelabstecher zum Großen Hundstod. Nächstes Highlight sind dann die Kallbrunnalmen, das größte Almgebiet in den Berchtesgadener Alpen. Am Rückweg durchs Klausbachtal schauen wir natürlich bei der Bindalm vorbei; schließlich steht dort einer der interessantesten Museumskaser des Berchtesgadener Lands. Am Hintersee lassen wir dann die Tour ausklingen, fahren eine kleine Runde mit dem Boot auf dem See und kehren zum Abschluss in einem der Gasthöfe ein.Von der Wimbachbrücke zur Wimbachgrieshütte Vom Wanderparkplatz Wimbachbrücke folgen wir zunächst dem steilen Teersträßchen bis zum Eingang der Wimbachklamm (die wir auch auf einem gesperrten Wirtschaftsweg umgehen könnten). Nach der Klamm öffnet sich das weite, wilde Wimbachtal, und wir wandern auf breiten Wegen (Mark.-Nr. 421) leicht ansteigend hinauf zum Wimbachschloss, einem ehemaligen Jagdschloss des letzten Fürstpropstes von Berchtesgaden, das er sich im Jahr 1774 hatte errichten lassen. Hier bietet sich in eindrucksvoller Umgebung eine erste Einkehrmöglichkeit. Anschließend wandern wir weiter taleinwärts. Die alpine Kulisse wird immer dramatischer; beigetragen hat dazu 1959 ein gewaltiger Bergsturz. Unser erstes Übernachtungsziel ist dann die Wimbachgrieshütte, die auf dem sogenannten Gries liegt, einem breiten Strom von Steinschutt, der hier allgegenwärtig ist.Von der Wimbachgrieshütte zum Ingolstädter Haus Vom Unterkunftshaus der Naturfreunde halten wir uns nun weiter Richtung Süden ins hinterste Wimbachtal und steigen über den gut markierten Wanderweg (Mark.-Nr. 421) zum Trischübelpass an. Dort halten wir uns rechts und nehmen den steilen Weg (Mark.-Nr. 411) über latschenbewachsene Schrofen hinauf durch die Hundstodgrube zum Hundstodgatterl. Nun leicht fallend hinab und über die Hochfläche zu einer weiteren Wegverzweigung; dort rechts hinauf zum Ingolstädter Haus.Vom Ingolstädter Haus zu den Kallbrunnalmen Vom Ingolstädter Haus bei der Diesbachscharte wandern wir auf dem markierten Bergsteig (Mark.-Nr. 411, 410 sowie E4a) neben dem Materiallift der Hütte hinab zur Mitterkaseralm, die im gleichnamigen Naturpark liegt. Dann geht es links am Dießbachstausee vorbei bis zur Staumauer; über diese hinweg und auf dem Werksträßchen weiter zu den Kallbrunnalmen.Von den Kallbrunnalmen zum Hirschbichl Vom großen Almgebiet führt eine Wirtschaftsstraße hinaus nach Hinterthal (Mark.-Nr. 401 und E4a); dort folgen wir rechts dem Sträßchen hinauf zum Hirschbichl, einem ehemaligen Straßenübergang in den Pinzgau mit Einkehrmöglichkeit.Vom Hirschbichl zum Hintersee Wenig unterhalb des Hirschbichlpasses zweigt rechts ein Wirtschaftsweg ab, der uns mit einem Linksschwenk zum kleinen Museums-Ensemble auf der Bindalm bringt. Besonders reizvoll ist der Blick von dort auf die sogenannten Ramsauer Dolomiten, die felsigen Gipfel der Reiter Alm, die hier am besten zur Geltung kommen. Auf breitem und ausgeschildertem Weg wandern wir hinaus durchs Klausbachtal, schauen noch an der Nationalpark-Informationsstelle vorbei und erreichen bald die ersten Häuser von Hintersee.GipfelabstecherHirschwiese, 2114m: Kein Name für einen Gipfel, wohl wahr, aber trotzdem steckt dahinter ein lohnender Aussichtspunkt. – Vom Trischübelpass (1778m), den wir beim Anstieg von der Wimbachgrieshütte passieren, führt ein markierter Pfad über Grashänge und schrofiges Gelände in einer Stunde hinauf zum höchsten Punkt. Von dort bietet sich ein großartiger Einblick in die Watzmann-Ostwand.Großer Hundstod, 2593m: Dieser Gipfel fällt schon durch seine markante Form auf: Er erhebt sich über dem Plateau des Steinernen Meeres in Gestalt eines liegenden Hundes. Durch seine vorgeschobene Lage am Gebirgsrand erweist er sich auch als idealer Aussichtsberg. – Vom Ingolstädter Haus wandern wir zunächst über teilweise begrüntes Schrofengelände direkt auf den Bergfuß zu. Achtung auf Dolinen und auf Schneefelder, die bis in den Sommer hinein vorhanden sind! Rechts am Kleinen Hundstod vorbei und auf gut markiertem, aber nun steiler werdendem Steig hinauf zu einem Plateau. Weitere steile Passagen folgen, wobei der lose Schotter etwas unangenehm sein kann. Zuletzt geht es über den Südrücken steil empor zum Gipfel, den ein großes Kreuz mit auffälligem Edelweiß schmückt.Kühkranz, 1811m: Alleinstehender Berg über den Kallbrunnalmen, auf steilem Bergsteig erreichbar. – Von der Jausenstation auf dem Wirtschaftsweg zum obersten Kaser, dann auf dem Steig über Almwiesen zum Hochfeld. Der Gipfel wird nun direkt durch den Latschenkranz erstiegen.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour40 km
Dauer10.00 h
AusgangspunktWimbachbrücke (620m)
EndpunktHintersee (802m). Rückkehr zum Ausgangspunkt mit RVO-Bus.
TourencharakterNeben dem Watzmann ist der Hochkalter der zweite beeindruckende Gebirgsstock, der das Berchtesgadener Tal dominiert.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte (LVG) 1:50000, Berchtesgadener Alpen
VerkehrsanbindungAuto: Auf der Salzburger Autobahn (A8) bis Ausfahrt Siegsdorf, dann über Inzell, Schneizlreuth und die Schwarzbachwacht nach Ramsau und weiter in Richtung Berchtesgaden bis zur Wimbachbrücke; dort rechts über diese zum Parkplatz (gebührenpflichtig). n Bahn/Bus: Mit der Bahn über Freilassing und Bad Reichenhall bis zur Endhaltestelle Berchtesgaden; dort weiter mit dem RVO-Bus zur Haltestelle Wimbachbrücke.
GastronomieWimbachschloss (937m), privat, im Sommer bewirtschaftet n Wimbachgrieshütte (1327m), TVN-Hütte, von Mai bis Ende Okt. durchgehend bewirtschaftet, 16 Betten, 72 Lager, Tel. 08657/344 n Ingolstädter Haus (2119m), AV-Hütte, Kat. I, von Mitte Juni bis Anfang Okt. bewirtschaftet, 10 Betten, 75 Lager, Tel. 0043/(0)6582/8353 n Kallbrunnalm (1450m), im Sommer einfach bewirtschaftet n Bergheim Hirschbichl (1150m), am Hirschbichlpass, privat, beaufsichtigte Selbstversorgerhütte, geöffnet Pfingsten bis Ende Sept., 19 Betten, 20 Lager, Tel. 0043/(0)6582/8347 n Bindalm (1117m), Museumskaser, im Sommer einfach bewirtschaftet
Tipps
Zu Beginn unserer langen Wanderung sollten wir nicht versäumen, der Wimbachklamm einen Besuch abzustatten. Durch sie wurde jahrhundertelang Holz für den Salinenbetrieb getriftet; schon im Jahr 1847 hat man sie für den Ausflugsverkehr geöffnet. Eine reizvolle Steiganlage mit Holzstegen und Brücken verschafft uns inmitten herabstürzender Wassermassen ein eindrucksvolles Erlebnis.
Informationen
Gehzeiten: Von der Wimbachbrücke zur Wimbachgrieshütte 3Std., dann über den Trischübelpass zum Ingolstädter Haus 3Std., vom Haus zu den Kallbrunnalmen 2Std., von den Almen zum Hirschbichl 2Std., weiter zum Hintersee 2Std.; insgesamt 12Std.
Unterkunft
Wimbachschloss (937m), privat, im Sommer bewirtschaftet n Wimbachgrieshütte (1327m), TVN-Hütte, von Mai bis Ende Okt. durchgehend bewirtschaftet, 16 Betten, 72 Lager, Tel. 08657/344 n Ingolstädter Haus (2119m), AV-Hütte, Kat. I, von Mitte Juni bis Anfang Okt. bewirtschaftet, 10 Betten, 75 Lager, Tel. 0043/(0)6582/8353 n Kallbrunnalm (1450m), im Sommer einfach bewirtschaftet n Bergheim Hirschbichl (1150m), am Hirschbichlpass, privat, beaufsichtigte Selbstversorgerhütte, geöffnet Pfingsten bis Ende Sept., 19 Betten, 20 Lager, Tel. 0043/(0)6582/8347 n Bindalm (1117m), Museumskaser, im Sommer einfach bewirtschaftet

Lust bekommen? Noch mehr Touren finden Sie in unserem Buchtipp:

Eugen E. Hüsler

Hüslers Klettersteigführer Gardasee

Mehr als 60 spannende Klettersteige rund um den Gardasee! Aktuell recherchiert, detailliert aufbereitet und mit allen wichtigen Infos zu jeder Tour.

Jetzt bestellen