Roter Stein, 2366 m, und Hönig

Felsberg und Blumenparadies Fast durchgehend Bergwege, am Roten Stein teilweise steinig, doch ohne Schwierigkeiten, im Älpeletal und am Hönig erdig und bei Nässe sehr schmierig. (Autor: Dieter Seibert)
13 km
1080 m
5.00 h
Von Gröben auf den Roten Stein (2366 m) Ein Teersträßchen führt durch Gröben zum letzten Haus, dann geht es auf dem Fahrweg talein und auf einem Steig hinab zum Bach, der durch das Übeltal herabkommt. Nun wandern wir in den mit Stauden und Buschwerk dicht bewachsenen, von Gräben zerfurchten Steilgrashängen schräg empor – stets hoch über dem Bach – zum Älpele (1663 m, keine Hütte). Ein ordentlicher Steig leitet an den östlichen Rand des inneren Kars, wo sich schlagartig der Charakter der Landschaft ändert - Statt des bisher äußerst üppigen, langstieligen Pflanzenwuchses findet sich hier nun kurzer, harter Hochgebirgsrasen. Der Steig führt mit vielen Serpentinen über die immer steiler sich aufschwingende, von Geröllzungen durchsetzte Halde empor, erreicht dann den obersten Nordwestgrat mit Blick in die zerklüftete Nordwand und über ihn den Gipfel mit seinem Kreuz. Der Abstieg erfolgt auf der gleichen Route. Von Gröben auf Sonnberg (2052 m) und Hönig Wie oben beschrieben geht es zum Älpele (1663 m) und noch kurz nach Süden in das kleine Becken mit der Wegverzweigung. Durch eine schmale, kräftig ansteigende Grasmulde mit besonders üppiger Blütenpracht gelangen wir in den kleinen Sonnbergsattel (1944 m) und über den abgerundeten Grasgrat auf den höchsten Punkt des Sonnbergs, auf manchen Karten als Joch bezeichnet. Der Kopf 500 m weiter im Nordwesten ist der Hönig (2034 m). Für den Übergang vom Roten Stein gehen wir von dessen Gipfel auf der Aufstiegsroute wieder hinab bis kurz vor das Älpele, dann weiter in den Sonnbergsattel wie beschrieben (Gegenanstieg gut 1 Std.). Abstieg nach Berwang Vom Hönig geht es noch kurz über den Kamm, dann links in vielen kleinen Kehren nach Südwesten über das steile Grasgelände hinab auf einen Vorsprung. Von dort queren wir durch die Hänge ins Pistengebiet und nach links noch ein Stück tiefer zu einem Fahrweg. Schräg geht es durch den Nordhang hinab, dann über wellige Wiesenböden zurück nach Berwang. Mit Familie und Kindern Bei trockenem Wetter ist ein Ausflug ins Älpeletal – vielleicht bis zum Älpele selbst – mit seiner ungewöhnlichen Flora und der durch die winterlichen Riesenlawinen geprägten Urlandschaft interessant.

Dauer - Gesamtgehzeit 5 Std. Zum Älpele 1 1/4 Std., Von dort auf den Roten Stein 2 Std. Von Gröben auf den Hönig 2 1/2 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour13 km
Höhenunterschied1080 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBerwang (1342 m), Ferien- und Skiort in weitem Tal und schöner Passlandschaft. Aus dem unteren Ortsbereich Richtung Gröben zu einer Parkmöglichkeit bei einem Skilift (1310 m).
TourencharakterSonnberg und Hönig sind Steilgrasgipfel der Extraklasse. Das stark verwitternde Gestein Flysch sorgt für die jähen Riesenhänge an diesem Bergkamm; vom Hönig zum Älpelebach fallen sie ohne jede Unterbrechung 600 m tief ab. Dazu gehört auch eine sehenswerte Flora; so blüht zum Beispiel am Sonnberggrat die Straußglockenblume in üppigen Exemplaren. Einen auffallenden Kontrast dazu bildet der Rote Stein, ein Berg aus Hauptdolomit, der für hochalpine Matten, Geröll und Wände aus zerborstenem Fels sorgt. Jeder mag sich sein Ziel nach Lust und Laune aussuchen; Kräftige können auch beide Berge an einem Tag besteigen.
Beste Jahreszeit
KartentippFreytag & Berndt 1 - 50000, Blatt WK 352 Ehrwald, Lermoos–Reutte, Tannheimer Tal.
VerkehrsanbindungAuf der Strecke Reutte – Fernpass nach Bichlbach und auf sehr guter Bergstraße 4 km nach Berwang.
GastronomieUnterwegs allenfalls die Kögelehütte (1525 m) knapp neben der Abstiegsroute vom Hönig nach Berwang, zudem Ghs. in Bergwang.
Höchster Punkt
Roter Stein (2366 m) Sonnberg (2052 m)
Unterkunft
Wie Einkehr.
Tourismusbüro
Tourismusverband Berwang, Haus Nr. 82, A-6622 Berwang, Tel. 0043/5674/ 8268, E-Mail: berwang@netway.at.
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