Rast im Bonsaigarten Ferch

Schöne Wald- und Wiesenwanderung auf bequemen Wegen, Bademöglichkeiten gibt es in den Strandbädern von Ferch und Caputh. (Autor: Tassilo Wengel)
15 km
130 m
4.00 h
Zum Wietkikenberg Wir starten am Bahnhof in Caputh, gehen nach rechts zur Fähre und lassen uns über die Havel setzen. Wir gehen die Uferpromenade entlang (Markierung roter Querstrich), unterqueren die Eisenbahnbrücke und gelangen links zum Bahnübergang am Bahnhof Schwielowsee. Dort wenden wir uns nach rechts, gehen durch den Ort und folgen vor dem Ortsausgang dem Wegweiser »Ferch, Petzow« nach rechts, biegen kurz danach links ab und wandern oberhalb des Sees durch Wald zum Caputher Ortsteil Flottstelle. Hier treffen wir auf die Straße Caputh – Ferch und gelangen nach dem Überqueren der Straße in den Ort. Kurz vor dem Ortsausgangsschild folgen wir dem Wegweiser nach Ferch bergan, queren in einer Senke die Markierung gelber Querstrich und wandern ohne Markierung geradeaus weiter, bis wir zu einem Kiefernforst gelangen. Am Ende des Kiefernwaldes gehen wir halb links und erreichen auf dem Wietkikenberg (124,6m) den höchsten Punkt unserer Wanderung. Obwohl es sich hier um die höchste Erhebung in der Region von Potsdam handelt, ist die Aussicht nicht besonders gut.Über den Franzensberg nach Caputh Nach der Rast gehen wir den Weg zurück zum Ende des Kiefernforstes, wandern gut 100 Meter bergab, biegen dann dem Wegweiser nach Ferch folgend halb links ab und erreichen schließlich Ferch. Über Burgstraße und Schwarzen Weg kommen wir zur Straße Caputh – Ferch, halten uns rechts und gelangen zum Weg am Schwielowsee. Wir wenden uns nach links, gehen an der Schiffsanlegestelle vorbei am See entlang, überqueren einen Steg und folgen einem schmalen Durchlass zur Gaststätte Haus am See (Markierung IVV 4), wo wir bei einer Wasserwirtschaftsanlage nach links einbiegen. Auf einer Straße geht es dann nach rechts und auf dieser bis Löcknitz.Vor der Pension Seeblick folgen wir dem Wegweiser nach Petzow, überqueren eine Brücke zwischen Schwielowsee und Haussee und gehen direkt auf das Hotel Schloss Petzow zu. Vom Schloss führt uns die Wanderung in Ufernähe durch den Park zur Straße Pet-zow – Baumgartenbrück und dort nach rechts. Bei der Gaststätte Holländer Mühle gehen wir entlang der B1 zur Baumgartenbrücke, überqueren die Havel und steigen nach der Bushaltestelle die Treppen hinauf (Wegweiser Geltow/Potsdam). Mit der Markierung grüner Balken erreichen wir den Franzensberg mit der Hohen Warte, ein 26 Meter hoher Backsteinturm. Wir kommen zu einem Wegdreieck und folgen auf der anderen Seite der Markierung grüner Balken auf einem Waldweg weiter. Dort, wo nach etwa 60 Metern der Wanderweg nach Potsdam abbiegt, gehen wir geradeaus weiter, biegen bei der folgenden Gabelung nach links ein und kommen bei der Straße Caputh – Geltow zum Wegweiser zur Fähre. Auf einer Brücke zwischen Petzien- und Schwielowsee überqueren wir den Wentorfgraben und erreichen wieder den Bahnhof Caputh.Ein Frucht-Erlebnis-Garten in Petzow In der Fercher Straße 60 in Petzow lädt der Obsthof Christine Berger zum Besuch ein. Neben verschiedenen Wildfrüchten ist das Unter-nehmen führend in der Herstellung von über 50 Sanddornspezialitäten von Marmelade, Gelee, Likör, Wein bis zu Kosmetikserien. Im wunderschönen Gelände an der Havel kann man die Produktionsstätten besichtigen und die Herstellung von Sanddornprodukten erleben (Führung nach Vereinbarung, Tel. 03327/46910). Im Hofladen gibt es frisches Obst und Gemüse aus kontrolliert biologischem Anbau zu kaufen und in der gemütlichen Orangerie kann man hausgemachte Spezialitäten genießen. Einige Beispiele sind Putenbrust auf Sanddorn-Apfel-Sauce mit Sanddornbandnudeln, Gedünsteter Lachs auf Sanddorn-Ingwer-Sauce oder Gefüllte Poulardenbrust auf Gemüsebett mit feiner Sanddornsauce (www.sandokan.de).Der Bonsaigarten in Ferch Von Petzow kommend, lohnt sich in Ferch ein Besuch des Bonsaigartens von Tilo Gragert. Bei einem Rundgang im Frühling kann man sich an farbenprächtigen Azaleen und Zierkirschen und im Herbst an den feurig roten Blättern der Fächerahorne erfreuen. Mittelpunkt ist ein japanischer Pavillon am Teichufer, eine Oase mit reizvollem Ambiente, zu dem zahlreiche Miniaturbäume sowie wie einige Koi gehören, die sich im Teich sichtlich wohl fühlen. Außerdem gibt es eine große Aus-wahl Bonsaibäumchen zum Verkauf (geöffnet 1. April bis 31. Oktober dienstags bis sonntags 10–18 Uhr, Tel. 033209/72161).

Bahnhof Caputh – Ferch 1.30Std. – Löcknitz 0.30Std. – Petzow 0.45Std. – Baumgartenbrück 0.30Std. – Bahnhof Caputh 1.15Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour15 km
Höhenunterschied130 m
Dauer4.00 h
AusgangspunktBahnhof Caputh.
EndpunktBahnhof Caputh.
TourencharakterVielfältig sind die Eindrücke bei einer Wanderung um den Schwielowsee, der als Teil einer Seenkette im Bereich der mittleren Havel eine Länge von 5,4 Kilometern hat. Die Havel mündet vom Templiner See kommend bei Caputh in den Schwielowsee und verlässt ihn bei der Baumgartenbrücke in Richtung Norden. Aus diesem Grund beschränkt sich der starke Verkehr von Motorbooten auf der Havel nur auf das Nordende des Schwielowsees. Der größte Teil des Sees bleibt daher vor allem Segelbooten vorbehalten, die bei einer Wanderung um den See ein besonders malerisches Bild

vermitteln. Der mit kleinen Booten befahrbare Wentorfgraben schafft

eine Verbindung zum Petzinsee und mit dem Haussee im Petzower Schlosspark ist der Schwielowsee ebenfalls durch einen schmalen Graben verbunden. Die Uferbereiche werden vor allem von breiten Schilfrohr-

gürteln gesäumt, die manchmal unterbrochen sind und kleine Bade-

stellen bieten. Mit Ausnahme des Nordwestufers sowie der Gebiete um Caputh und Ferch mit flachen Uferbereichen bestimmen mehr oder weniger steile Hänge den Uferbereich des Sees. Neben schönen Landschaften hat das Gebiet rund um den Schwielowsee auch einige kulturhistorische Sehenswürdigkeiten zu bieten. Berühmt ist vor allem am Nordwestufer das Dorf Petzow mit Kirche und Schloss, an das sich ein von Peter Joseph Lenné angelegter Landschaftspark anschließt. Das Schloss wurde 1825 nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel als Herrenhaus im maurischen Kastell- und englischen Tudorstil errichtet. Auch die Dorfkirche auf dem Grelleberg stammt von Schinkel, die 1842 durch Friedrich WilhelmIV. eingeweiht wurde. Am Südwestufer liegt das kleine Fischerdorf Ferch, in dem vor allem eine reizende kleine Fachwerkkirche mit

bemalter Holzdecke und Kanzelaltar sowie Taufengel vom Ende des 17.Jh. einen Besuch lohnt. Unbedingt zu empfehlen ist auch ein Rundgang durch den Bonsaigarten in Ferch.
KartentippKompass Wander- und Radtourenkarte Nr.745 Havelland, 1:50000.
VerkehrsanbindungAuto: Autobahn A10 (Berliner Ring), Abfahrt Potsdam-Süd, auf B2 Richtung Potsdam, in Michendorf nach Caputh abbiegen. Bahn/Bus: S-Bahn S7 bis Potsdam Hbf., dort weiter mit Bus 607 nach Caputh.
GastronomieCaputh: Landhaus Haveltreff, Weinbergstraße 4; Gaststätte Antik Café, Potsdamer Straße 21a. Ferch: Restaurant Zum Wildschweinbäcker, Beelitzer Straße 68; Haus am See, Neue Scheune 19. Petzow: Fontaneklause, Zelterstraße 2.
Tipps
Restaurant Bootsklause in Ferch Direkt am Schwielowsee gelegen, lädt das Restaurant mit seinen gemütlichen Gasträumen, dem großen Wintergarten und der Seeterrasse direkt an der Dampferanlagestelle »Strandbad Ferch« zur Rast ein. Bereits in der dritten Generation geführt, entstand aus einem Bootsverleih und später einem kleinen Ausschank für Wasserwanderer diese einladende gastronomische Einrichtung. Die Küche bietet eine reichhaltige Palette sehr schmackhaft zubereiteter Fisch- und Fleischgerichte einschließlich Wild.
Unterkunft
Caputh: Märkisches Gildehaus, Tel. 033209/7790; Wirtshaus »Schwielowsee«, Tel./Fax 033209/70253. Ferch: Landhaus Ferch, Tel. 033209/70391.

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