Pürschling und Teufelstättkopf

Stramme Bergtour, die – vor allem beim Gipfelanstieg zum Teufelstättkopf – Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verlangt. (Autor: Siegfried Garnweidner)
Vom Parkplatz vor dem Schloss Linderhof, hinter den Wohngebäuden, am markierten Wanderweg erst einmal nach Norden durch den Linderwald hinauf, bis eine breite Forststraße erreicht ist. Auf ihr etwa 10Minuten lang nach Osten weiter, bei der beschilderten Abzweigung den Fahrweg nach links auf einen Bergweg verlassen und durch den Wald hinauf. Schon knapp 100 Höhenmeter weiter kommt man wieder auf ein Sträßchen, quert es gegen Norden und steigt durch den Wald weiter an. Die Aufstiegsrichtung dreht kurz gegen Nordosten und dann im Wesentlichen nach Nordwesten. Vor dem Kälberalpgraben an einem kleinen Wasserfall vorüber und in die steilen, sonnigen Hänge unter dem Laubeneck. Von dort nach Osten queren, am Latschenkopf vorbei und zuletzt eben zum August -Schuster-Haus am Pürschling. Wer einen Abstecher auf den unbedeutenden, aber markant aussehenden zweigeteilten Pürschlinggipfel unternehmen möchte, braucht etwa 10Minuten zu diesen Aussichtspunkten hinauf. Der Weiterweg zum Teufelstättkopf führt vom Pürschlinghaus (wie das August-Schuster-Haus auch genannt wird) über eine steile Wiese nach Nordwesten und dann durch ein paar Waldpassagen in muldiges, ansprechendes Berggelände. Zwischen Latschenkopf und Teufelstättkopf verzweigen sich die Wege. Dort nach rechts und in felsigem Gelände, das letzte Stück am Drahtseil, zum luftigen Gipfel des Teufelstättkopfs hinauf.
Zurück geht es im Großen und Ganzen auf der Aufstiegsroute, es sei denn, man hat viel Zeit und Kraft, um die Variante über das Laubeneck (siehe Kasten) auszuprobieren.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied1290 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz beim Schloss Linderhof (948m).
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterNeben prächtigen Voralpengipfeln mit zünftigen Berghütten zur angenehmen Einkehr gibt es auf dieser schönen Bergtour, die sich nahezu beliebig ausweiten lässt, noch ein besonderes Glanzlicht: das Königsschloss Linderhof am Ausgangspunkt.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Wanderkarte 1:50000, Blatt 4 (Füssen – Außerfern).
MarkierungenWegtafeln und rote Markierungspunkte.
VerkehrsanbindungVom Autobahnende der A 95 München – Garmisch in Eschenlohe auf der B2 bis Oberau und dann auf der B23 über den Ettaler Sattel zur Abzweigung ins Graswangtal, durch dieses bis Linderhof; Busverbindung ab Bahnhof Oberammergau.
GastronomieAugust-Schuster-Haus am Pürschling; evtl. Brunnenkopfhäuser.
Tipps
Über das Laubeneck zu den Brunnenkopfhäusern. Über den kurzen Eisenweg geht es auch bei dieser Alternativroute erst einmal wieder hinab und vom unteren Ende des Drahtseils gegen Süden zum Querweg, der vor dem Latschenkopf nach rechts zum Laubeneck abzweigt. Nun das breite Kar gering abfallend queren und nahe an den schroff aufragenden Felsenzahn des Laubenecks heran. Wenn zu Saisonbeginn dort noch Schnee liegt, kann diese Etappe kritisch werden. Gefährlich aber wird sie, wenn das schmale Rinnsal, das aus den Felsen heruntertropft, gefroren ist. Man darf diese Querung also nur bei guten Bedingungen riskieren, um dann dem Bergpfad nach links zu folgen und durch einen kurzen Kamin steil anzusteigen. Anschließend kommt man durch Latschenbuschwerk und über freie Wiesenhänge gegen Westen auf einer Wegspur weiter hinauf. Kurz vor der Grathöhe zweigt nach links eine Trittspur zum Grat ab und steigt steil zum Kreuz auf dem Laubeneck an. Von dort gibt es noch etliche Varianten, z.B. auf den 1768m hohen Hennenkopf, weiter zu den Brunnenkopfhäusern und von dort in rund 10 Minuten auch noch auf den Brunnenkopf (1718m). Wer noch immer nicht genug hat, kann sogar noch zur Großen Klammspitze (1924m) weitergehen und in einer stellenweise etwas ausgesetzten Gratwanderung über den Feigenkopf (1867m) zum Bäckenalmsattel absteigen, um anschließend auf einem langen Fahrweg durch das Sägertal ins Graswangtal zurückzugehen. Diese Gipfelsammlung ist aber auch vielen gut trainierten Bergsteigern für einen Tag zu lang. Sinnvoll wäre eine Übernachtung auf einer der Berghütten.
Unterkunft
August-Schuster-Haus am Pürschling; evtl. Brunnenkopfhäuser.
Tourismusbüro
Ettal, Tel. 0 88 22/35 54, www.ettal.de
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