Polleskogel (3035 m) und Wassertalkogel (3247 m)

Eine der eindrucksvollsten Grattouren in diesem Buch! Zum Polleskogel steile Passagen mit Fels, gute Sicherungen; Weiterweg zum Wassertalkogel meist auf alpinen Steigen auf sehr lang gestrecktem Bergkamm über zwei weitere Dreitausender (Autor: Dieter Seibert)
7 km
710 m
6.00 h
Auf den Südlichen Polleskogel (0.45 Std.).
Vom obersten Parkplatz auf dem Steig über die Trümmerhalde aufwärts, bis sich der Hauptweg nach links wendet. Hier gerade empor zu den Felsen mit auffallender Markierung und an einer Rippe entlang mit guten Sicherungen in schöner Kletterei steil hinauf in das ganz schmale Südliche Pollesjoch. Drüben ein paar Meter hinab und wieder empor in eine Lücke im Nordwestgrat unseres Gipfels. Über die zerborstene Fels- und Trümmerschneide auf den schmalen Gipfel.
Auf den Wassertalkogel (3.30 Std.).
Von der oben beschriebenen Lücke hinab in den nächsten Sattel, dann links um den Nördlichen Polleskogel und weiter abwärts in das breite Nördliche Polles- joch (2925 m). Auf und rechts neben der nur wenig markanten Schneide – eher ein Trümmermeer mit Geröll und Blockwerk – allmählich wieder aufwärts, an ein paar interessanten Felsen vorbei zum blockigen »Wilden Mannle« und auf den unbedeutenden Wurmsitzkogel (3079 m). Im nun wesentlich felsigeren Gelände auf und neben dem ausgeprägten Grat (Sicherungen) auf den Gschrappkogel (3197 m), der von dieser Seite recht markant ausschaut. Über eine kleine Scharte hinweg und nochmals ein gutes Stück über den Grat zum Wassertalkogel mit der Biwakschachtel.
Abstieg (2.30 Std.) auf der Aufstiegsroute.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied710 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
StartortSölden (1368 m) im oberen Ötztal, weitum bekannter Skiort, große Seilbahn auf den Geißlachkogel, einige Lifte
AusgangspunktOberster Parkplatz (2790 m) im Rettenbachtal (großes Sommerskigebiet)
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterDank der Söldener Gletscherskigebiete kurvt man auf der bestens ausgebauten (aber nicht gerade billigen) Mautstraße durch das Rettenbachtal hinauf bis in eine Höhe von 2790 Meter und kann dann dem nächstgelegenen Dreitausender, dem Südlichen Polleskogel, in knapp einer Stunde auf das dunkle, zerborstene Haupt steigen. Viel schneller geht's nicht! Doch für viele ist das nur eine Art Warmlaufen. 2,8 Kilometer zieht sich der Grat weiter nach Norden hin zum überragenden Wassertalkogel, dessen Gipfel dank einer roten Biwakschachtel nicht zu verwechseln ist. Man folgt hier dem Mainzer Höhenweg, den man als einzigartigen Übergang von der Braunschweiger zur Chemnitzer Hütte angelegt hat. Da der zweite Abschnitt der Strecke auch über Gletscherfelder führt, kehren wir wieder auf der Aufstiegsroute zurück. Jetzt, in Nord-Süd-Richtung, ist die Tour noch eindrucksvoller, hat man doch stets die weit ausgedehnte Gletscherwelt der Wildspitze (3768 m) vor sich.
Hinweise
Siehe Tour 14 in Karte.
KartentippAV-Karte, Ötztaler Alpen, Blatt 30/6 (Wildspitze).
VerkehrsanbindungDurch das gesamte Ötztal nach Sölden (46 km), von dort 13 km auf der Ötztaler Gletscherstraße zum Ausgangspunkt
Höchster Punkt
Wassertalkogel (3247 m)
Unterkunft
Keine Möglichkeit unterwegs, Biwakschachtel auf dem höchsten Gipfel.

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