Piz da Peres, 2507 m

Abwechslungsreiche Gipfelüberschreitung. Der Aufstieg führt in leichtes Felsgelände, verlangt einen sicheren Tritt. Vom Gipfel sehr schöne Aussicht (Autor: Eugen E. Hüsler)
6 km
750 m
4.00 h
Aufstieg Der Weg zum Gipfel beginnt an der Furkel (1759 m), dem Übergang vom deutschen Olang ins ladinische Enneberg. Man folgt etwa zehn Minuten der Schotterstraße, biegt dann rechts in einen schmalen Pfad ein. Er steigt durch eine Waldschneise steil an, knickt schließlich um und führt flach hinüber zur Jausenstation Ücia Picio Pré (1989 m). Vorbei an der Bergstation der Gondelbahn leitet die deutlich markierte Spur in lichtem Wald noch ein Stück weit aufwärts, quert dann flach hinaus zum Westgrat des Piz da Peres. Bei einem Wegkreuz stößt man auf den von St. Vigil heraufkommenden Steig. Hier bietet sich ein schöner Blick über das Gadertal auf den mächtigen Peitlerkofel (2875 m). Der weitere Anstieg folgt dem Grat hinauf in felsiges Gelände. Das Weglein schlängelt sich zwischen bizarren Zacken bergan, weicht dem Vorgipfel (2454 m) rechts in die Südflanke aus. Durch eine sandige Rinne und einen Grashang gewinnt man den Gipfel des Piz da Peres (2507 m; 2.30 Std.) mit Kreuz und großer Rundschau. Abstieg Er führt über den breiten Ostrücken des Berges zunächst hinunter in die Dreifingerscharte (2330 m), wo der Weg zum Hochalmsee abzweigt. Nordseitig setzt am Joch die Dreifingerlahne an, ein steiles Geröllkar, in dem bis in den Sommer hinein noch Schnee liegt (nomen est omen). Man verlässt den steinigen Graben an seiner Mündung nach links; mit einem kleinen Gegenanstieg geht’s quer durch die Nordhänge des Piz da Peres, dann im Wald bergab. Oberhalb der Furkel stößt man wieder auf die Forstpiste, die am Pass abgeht. Auf ihr zurück zum Ausgangspunkt der schönen Runde (4 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied750 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortOlang (1024 m) im Pustertal
AusgangspunktFurkel (1759 m), Straßenübergang von Olang nach St. Vigil in Enneberg
EndpunktFurkel (1759 m), Straßenübergang von Olang nach St. Vigil in Enneberg
TourencharakterHier Naturpark, dort Massenskilauf. Größer könnte der Gegensatz zwischen dem Piz da Peres und dem Kronplatz kaum sein. Der Hausberg von Bruneck ist längst verkabelt und fest an den Kommerz gebunden, auf den Wiesen stehen mehr Liftmasten als Kühe, und vor Beginn der Saison entfaltet die moderne Technik ihr energie- und wasserfressendes Spektakel, damit die Wintersportler auch dann nicht auf ihren »g’führigen « Schnee verzichten müssen, wenn Frau Holle sich mal ziert. An der Nordflanke des Piz da Peres kratzt zwar auch noch eine Gondelbahn, doch gleich hinter ihrer Bergstation beginnt das Areal des Naturparks »Fanes–Sennes–Prags«. Da wirkt der schroffe Gipfel fast wie eine Festung, auch schon bei der Anfahrt von Olang herauf. In Geiselsberg, das früher lediglich aus ein paar wenigen Bauernhöfen bestand, sind dann ganz andere, ebenfalls beeindruckende Burgen zu bestaunen, mit Balkonen davor und Betten darin. Beim Blick hinauf zum Dolomitgipfel wird aber unmissverständlich klar, wer hier der begabtere Architekt war: die Natur. Und die bietet auf dem Weg zum Gipfel und beim anschließenden Abstecher zum Hochalmsee viel Bestaunenswertes: kleine bunte Sehenswürdigkeiten links und rechts des Weges, bizarre Felsbauten in den Flanken des Berges, ein großes Panorama oben, dann – ein lohnender Abstecher – der malerische, weltabgeschiedene Winkel des Hochalmsees, bei den Ladinern Le de Fojedöra nach dem wilden Tal genannt, das bei Enneberg mündet. Kurioserweise entwässert der Hochalmsee aber nach Osten, durch das Grünwaldtal zu einem anderen, viel berühmteren Lago, dem Pragser Wildsee. Der wird an Schönwettertagen buchstäblich überrannt, während man am Ufer des Hochalmsees meistens allein ist. Über den Murmeltierwiesen am Dreifingerspitz zieht ein Adler seine Kreise, in den Hängen stehen ein paar Gämsen. Schöne Bergwelt!
KartentippTabacco 1:25 000, Blatt 031 »Pragser Dolomiten «
MarkierungenRot-weiß, Wegnummern 12, 3
VerkehrsanbindungDie Furkel erreicht man von Olang oder St. Vigil über gut ausgebaute Straßen. Parkplatz im Bereich der Scheitelhöhe
GastronomieÜcia Picio Pré, im Sommer bewirtschaftet
Informationen
DER HOCHALMSEE Nur gerade um gut eine Stunde länger wird die Tour, wenn man den lohnenden Abstecher zum Hochalmsee unternimmt. Der markierte Zugang quert die gesamte Südflanke der Dreifingerspitze (2479 m) und senkt sich dann über einen schrofendurchsetzten Hang zum Nordufer des sagenumwobenen Gewässers. Schöne Rastplätze; beim Rückweg kann man auch noch die Dreifingerspitze überschreiten (teilweise weglos, aber leicht).
Tourismusbüro
Tourismusverband Kronplatz, Michael- Pacher-Straße 11a, I-39031 Bruneck; Tel. +39/0474/555 447, info@kronplatz.com, www.kronplatz.com

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