Pinot Noir oder Blauburgunder?

Ausgedehnter Spaziergang im Rhonetal, nur kleine Steigungen. Dafür gibt's allerhand zu sehen: malerische Ortsbilder mit schönen Häusern, kleine Landschaftsidyllen und liebevoll terrassierte Weinberge. Der Lehrpfad informiert anschaulich über vielerlei Interessantes rund um den Wein. (Autor: Eugen E. Hüsler)
5 km
190 m
2.00 h
Der Lehrpfad leitet vom Weinmuseum in Salgesch (581m) zunächst sanft ansteigend hinaus zu den Rebbergen, dann in leichtem Linksbogen zu einer Geländekante. Dahinter geht's unter bizarren Gesteinsformationen aus Moränenschutt (»Erdpyramiden«) steil hinab zur Raspille, die an ihrem Unterlauf einen teilweise bewaldeten Graben bildet. Man entsteigt ihm über einen Treppenweg zu den Weinbergen von Bernunes d'en Bas. Sie beziehen ihr Wasser von der Raspille über die »Bisse de Marais«, eine 1500m lange Suone.
Der Bach gilt übrigens als Sprachgrenze zwischen dem Deutschen und dem Französischen. Der Rebweg führt in leichtem Anstieg zwischen den Weinbergen, die teilweise noch durch Trockenmauern parzelliert sind, bergan, dann über die Sinièse und hinauf zur Straße Miège – Veyras. Etwas oberhalb steht rechts der Wohnturm von Muzot, in dem Rainer Maria Rilke (1875–1926) seine letzten Lebensjahre verbrachte. Links haltend erreicht man bald Veyres (647m), dann in sanftem Abstieg das Weinbauerndorf Muraz (615m).
Im Ortsteil La Villa (565m), beim Château de Villa, endet die »Weinreise«, vielleicht gleich im Restaurant, wo neben regionaltypischen Spezialitäten auch feine Walliser Weine kredenzt werden (2Std.).

Weinwandern

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour5 km
Höhenunterschied190 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSalgesch (581m) bzw. Sierre
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDer Wein gehört zum Wallis wie seine Viertausender. Und wenn letztere für einmal von Wolken verhüllt sind, Ausflüge in höhere Lagen kaum Aussicht, dafür aber den einen oder anderen Regenguss versprechen, empfiehlt sich als Alternative eine »Weinwanderung« an der Kultur- und Sprachgrenze zwischen Ober- und Unterwallis, zwischen (Walser-)deutsch und französisch. 80 Informationstafeln vermitteln auf dem 6km langen, bestens ausgeschilderten Pfad zwischen Salgesch und Sierre viel Wissenswertes rund um den Weinanbau. Und nach dem Besuch der beiden Museen von Salgesch und Sierre kann man in der Önothek im Château de Villa das Ergebnis gleich verkosten.
Beste Jahreszeit
KartentippLandeskarte der Schweiz 1:50000, Blatt 273 T »Montana«; Landeskarte der Schweiz 1:25000, Blatt 1287 »Sierre«
MarkierungenGelb, braune Wegweiser
VerkehrsanbindungSierre und Salgesch sind Stationen an der Bahnlinie durchs Rhonetal. Buslinie Sierre–Salgesch–Varen
GastronomieIn Salgesch und Sierre
Tipps
Walliser Reb- und Weinmuseum. Ein Museumsbesuch rundet die Weinwanderung aufs Schönste ab. Das liebevoll gestaltete Salgescher Museum ist in einem alten Bauernhaus des 16./18.Jhs. untergebracht, zusammen mit der Ausstellung im Château de Villa (16.–18.Jh.) informiert es umfassend über alle Aspekte des Weinanbaus. Und natürlich wird man auch über die fürs Wallis typischen Weinsorten aufgeklärt. Die beiden Museen sind April bis Oktober Dienstag bis Sonntag 14 – 17Uhr, November bis März Freitag bis Sonntag 14 – 17Uhr geöffnet.
Tourismusbüro
Sierre-Anniviers Tourismus, Place de la Gare, 3960 Sierre; Tel. 027/4 517110, Fax 4 517115, info@sierre-anniviers.ch, www.sierre-anniviers.ch

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