Pflerscher Tribulaun, 3097 m

Dieser schroffe Doppelgipfel ist einer der ruppigsten Berge im Gebiet dieses Führers. (Autor: Richard Goedeke)
6 km
1800 m
9.00 h
Von der österreichischen Tribulaunhütte markierten Steig 130 zur Pflerscher Scharte (2599 m, auch Sandesjöchl genannt). Nun südostwärts über Schutt und Firn zum im Westgrat des Berges eingeschnittenen Sandesjoch (2821 m, 21/2 Std.; hierher auch vom italienischen Tribulaunhaus in 11/2 Std., indem man zuerst Steig nach Osten geht, dann die erste große Rinne in ihrem Grund teils mit Kletterei hinaufsteigt, nach einem Schuttfeld dem Steig nach zu schluchtartiger Rinne gelangt und über Steilstufen die letzte mit Rechtsschleife umgeht, 11/2 Std., Kletterei bis II, mäßig). Nun am Westgrat ansteigen zu zwei Türmen. Diese auf Steigspuren umgehen. Bei Steilaufschwung rechts (S) zu Gratvorsprung. Über Schuttstufen und Bänder in eine enge Scharte und ein Kar. Auf der Westseite 10 m vor einem Kamin unterhalb von der Schlucht über einen Überhang (5 m, Drahtseil). Östlich der Schlucht 100 m hinauf, dann rechts in östlicher Seitenschlucht bis 15 m vor die Scharte. Links über Wand (Drahtseil) 60 m hinauf (III, mittlere Kletterschwierigkeit) zum Westgrat und rasch zum Gipfel.

Hochtour
3000er Gipfeltour

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied1800 m
Dauer9.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktGschnitz
EndpunktPflerscher Tribulaun
TourencharakterDer Normalweg beginnt am westlich des Gipfels eingeschnittenen Sandesjoch. Nachdem 1869 unbekannte Engländer mit Schweizer Bergführern abgeblitzt waren und 1872 H. Waitzenbauer mit dem Führer G. Pittracher den Ostgipfel erreicht hatte, gelang dem bekannten Berchtesgadener Führer Johann Grill (»der Kederbacher«) und G. Pittracher die erste Besteigung des höheren Westgipfels mit den Touristen G. Hofmann und N. Winhart am 22. September 1874.
Hinweise
Siehe Tour 88 in Karte.
KartentippAV-Karte 1 - 50000, Blatt 31/3 Brennerberge.
VerkehrsanbindungMit Auto von Steinach nach Gschnitz Obertal zum Gasthaus Feuerstein (1281 m).
GastronomieVom Gasthaus Feuerstein nach Süden das Tal des Sandesbaches hinauf zur österreichischen Tribulaunhütte (2064 m, TV Naturfreunde Innsbruck, 48 Schlafplätze, bew. Juni–Sept., Tel. 0043/664/4050951). Alternative von Süden - Von Innerpflersch (1246 m) von der Kirche markierten Steig 7 steil den Kogesgraben hinauf, nach 1 Std. bei Wegabzweigung nordwestwärts zum Sandesee und dem italienischen Tribulaunhaus (2369 m, CAI Sterzing, 45 Schlafplätze, bew. Juli–Sept., Tel. 0039/0472/632470).
Tipps
Aussicht. Im Westen die Feuersteine und der Wilde Freiger.
Informationen
Schwierigkeit. Insgesamt AD (ziemlich schwierig), mit brüchigen Kletterstellen III (mittel) und Drahtseilpassagen. Mühen: Zur Hütte 800 mH (2–3 Std.), Gipfelaufstieg 1000 mH (5–7 Std.). Gefahren: Unzuverlässiger, selten begangener Fels. Freuden: Ein auch auf der leichtesten Route anspruchsvoller Berg. Karte: Klier, AVF Stubaier Alpen, Bergverlag Rother, München.
Höchster Punkt
Pflerscher Tribulaun, 3097 m
Unterkunft
Vom Gasthaus Feuerstein nach Süden das Tal des Sandesbaches hinauf zur österreichischen Tribulaunhütte (2064 m, TV Naturfreunde Innsbruck, 48 Schlafplätze, bew. Juni–Sept., Tel. 0043/664/4050951). Alternative von Süden - Von Innerpflersch (1246 m) von der Kirche markierten Steig 7 steil den Kogesgraben hinauf, nach 1 Std. bei Wegabzweigung nordwestwärts zum Sandesee und dem italienischen Tribulaunhaus (2369 m, CAI Sterzing, 45 Schlafplätze, bew. Juli–Sept., Tel. 0039/0472/632470).
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