Neun Geschichten bis zur Durralm

Einfache Streckenwanderung auf Waldweg und Forststraße, die Querung des Seitentals am Beginn verlangt ein wenig Trittsicherheit. (Autor: Peter Mertz)
5 km
90 m
1.00 h
Der Aberstückler Sagenweg Der nur knapp zwei Kilometer lange Sagenweg beginnt bei der siebten Kehre des Aberstückler Höfewegs genau drei Kilometer oberhalb von Aberstückl. Wir biegen nach links auf den Zufahrtsweg zum Wippingerhof (1472 m) ein, der als echter Bergbauernhof am Steilhang hoch über dem Tal des Sagbachs liegt. Wir durchqueren das Hofgelände und folgen dem Wiesenweg, um bald nach rechts in ein Seitental einzubiegen. Kurz vor der Bachquerung beginnt der Sagenweg mit einer Informationstafel, an der auch die Faltblätter samt dem Rätsel zu entnehmen sind. Farbstifte werden bereitgestellt. Gleich nach der Bachquerung erwarten uns bei der Station 1 die drei weißen Raben, die wie Hampelmänner beweglich sind. Der gemütliche Waldweg bringt uns zu einer aussichts-reichen Hangnase, wo aus Birkenholz geformte Heinzelmännchen die Sage von den Nörggelen im Sarntal erzählen. Dann folgen die Sagen vom Kalchwalder Wilden und vom Weißen Wurm, der als Geflecht aus Filzschnüren hergestellt ist, ehe der Waldweg in einen Forstweg mündet. Bei der Station können Kinder auf zwei schwarzen Katzen reiten, die als Symbol für die Sage »des Pfeifer Huisele« stehen. Die Route kommt ganz nahe an den Sagbach heran und quert das »Eggerwiesele« mit mehreren Jagdhütten. Sie bilden die Kulisse für die Sage zum Hexenstein bei der Station 6. Knapp nach der Querung eines Seitenbachs mit einer Holzbrücke begrüßt uns der aus Rinden geformte »Vogel Greif« der gleich-namigen Sage. Der steinige Weg wird etwas steiler und bringt uns zur vorletzten Station, wo es um die Alpenrosen auf dem Auener Joch geht. Nach kurzem Anstieg erreichen wir die Almwiesen rund um die Durralm (1568 m), bei der die 9. Station – Das goldene Kegelspiel – errichtet ist und die Sagenwanderung en-det. Im Sommer kann man in der Durralm eine einfache Brotzeit einnehmen. Entweder wandern wir auf gleichem Weg zurück oder folgen dem Bachweg Richtung Ahner Säge an der Sarntalstraße, von dem auf der Höhe von Aberstückl ein Forstweg in die Ortschaft hinüberführt.

Ab der 7. Kehre 45 Min. bis zur Durralm,

retour 40 Min., zusätzlich 1.30 Std. bei

Anmarsch aus Aberstückl.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour5 km
Höhenunterschied90 m
Dauer1.00 h
AusgangspunktWeiler Aberstückl im Sarntal (1320 m).
EndpunktWeiler Aberstückl im Sarntal (1320 m).
TourencharakterIch gebe es gerne zu Als ich im entlegenen Aberstückl im mittleren Sarntal die steilen Hänge zu den Bergbauernhöfen hochwanderte und dann noch sah, dass der Sagenweg von Aberstückl von einer regionalen Volksschulklasse gestaltet wurde, kamen mir Zweifel, ob ich diesen Weg überhaupt in dieses Buch aufnehmen sollte. Doch bereits bei der ersten Station haben mich die drei fliegenden weißen Raben überzeugt. Denn der Sagenweg von Aberstückl präsentiert sich sehr liebevoll gestaltet,

besitzt unterschiedlichste Stationen, die in munterer Anordnung auf-

einanderfolgen. Der Weg wurde von den SchülerInnen der Grundschule Aberstückl unter der Leitung von Ruth Falkensteiner, Robert Hofer und Silke Spögler in Kooperation mit der Forstbehörde und dem Tourismusverein Sarntal gestaltet.
KartentippFreytag & Berndt, Blatt WKS 1 Bozen, Meran und Umgebung, 1:50 000.
MarkierungenWanderwegmarkierung, rote Farbpunkte.
VerkehrsanbindungVon Bozen über die Sarntaler Landesstraße SS508 bis zur Abzweigung nach Aberstückl etwa 28 km nördlich von Bozen; 1,6 km bis zum Weiler, weitere 3 km bis zur Kehre 7 des schmalen Aberstückler Höfewegs; in Aberstückl gibt es nur wenige Parkplätze, an der Kehre 7 nur 3–4 Abstellmöglichkeiten. Anfahrt mit dem Bus Keine.
GastronomieDurralm am Wegende, im Sommer geöffnet, Gasthof in Aberstückl.

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