Lechneralm und Schuhbräualm

Überwiegend Alm- bzw. Forstwege. Der Übergang von der Lechneralm zur Schuhbräualm erfolgt auf Bergsteig. Der Gipfelabstecher zur Hochsalwand erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit (Seilsicherungen am Gipfel). Mit Kindern besser nur bis zur Rampoldplatte. Wanderparkplatz - Schlipfgrubalm - Lechneralm - Lechnerschneid - Rampoldplatte - Rampoldalm - Schuhbräualm - Schlipfgrubalm - Wanderparkplatz. (Autor: Heinrich Bauregger, Peter Freiberger)
11 km
736 m
3.00 h
Von Brannenburg zur Lechneralm Vom Wanderparkplatz am oberen Rand von Brannenburg folgen wir dem gesperrten Wirtschaftsweg (Wegtafel) in einer halben Stunde hinauf zur Schlipfgrubalm. An dieser seitlich vorbei und dem breiten Weg weiter folgend zu einer Wegverzweigung. Hier links weiter auf dem (Wegtafel - „Breitenberghaus“, „Lechneralm“) Almfahrweg in Richtung Lechneralm (rechts führt der Weg weiter zur Schuhbräualm). Durch ein bewaldetes Tälchen, rechts über einen Bach und steiler ansteigend durch Wald hinauf in den Kessel der Lechneralm, der von der Rampoldplatte und dem Lechnerkopf eingerahmt wird. Über die Rampoldplatte zur Schuhbräualm Hinter der Hütte der Lechneralm folgen wir links haltend einem markierten Pfad (rechts führt eine Variante über die Jochleite direkt hinüber zur Rampoldalm, dabei verpassen wir aber die Aussicht von der Rampoldplatte), der uns über steile Almwiesen hinauf zur Lechnerschneid bringt. Auf der Kammhöhe halten wir uns rechts und gehen vor zum kleinen Gipfelkreuz der Rampoldplatte, wo uns bereits in zahlreicher Form Weidevieh begegnet. Links haltend auf Pfad durch die Bergwiesen hinab zur Rampoldalm und weiter hinab zur bereits sichtbaren Schuhbräualm, die sich etwas versteckt unter Bäumen befindet. Hier treffen sich Wanderer und Mountainbiker. Bei Hochbetrieb muss man schon um einen Sitzplatz bangen. Rückkehr über die Schlipfgrubalm Von der Schuhbräualm wandern wir auf dem ausgeschilderten Wirtschaftsweg talwärts – immer durch Wald -, halten uns bei der Wegabzweigung zur Lechneralm links und erreichen so wieder die Schlipfgrubalm, wo wir noch mal einkehren könnten. Dann weiter hinab auf dem bereits bekannten Weg zurück zum Ausgangspunkt. Der Gipfelabstecher Bereits von der Rampoldplatte aus, die im Frühjahr ein wahres Blumenparadies ist, hat man einen herrlichen Ausblick hinaus aufs Alpenvorland; unvergleichlich eindrucksvoller ist der Blick von der steil aufragenden Hochsalwand. Von der Almschuhbräualm geht man ein paar Schritte talwärts und folgt rechts einem schmalen Steig (Ausschilderung: „Rampoldplatte“, „Hochsalwand“, „Wendelstein“) über Almwiesen hinauf zur Rampoldalm (1244 m). Dort ein kurzes Stück wieder rechts, dann links den Bergkamm hinauf zur Rampoldplatte (1422 m; kleines Kreuz). Jenseits hinab und auf Grasschneide hinauf zum Fuß des Lechnerköpfls. Rechts um dieses herum und über einen steilen, schrofigen Hang (einige Drahtseile) in die Scharte auf der Westseite der Hochsalwand. Dort links durch Latschen hinauf zum höchsten Punkt der Hochsalwand (1625 m).

kindgerecht

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour11 km
Höhenunterschied736 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWanderparkplatz (680 m) im Ortsteil Lechen, oberhalb von Brannenburg.
TourencharakterDie Schlipfgrubalm gilt als eine der ältesten Almen im bayerischen Inntal, urkundlich erwähnt wird sie jedoch erstmals vor 300 Jahren. Die stattlichen, über 500 Jahre alten Linden neben der Alm, die mittlerweile unter Denkmalschutz stehen, lassen diesen Schluss zu. Heute verbringen etwa 30 Stück Jungvieh und einige Pferde den Sommer auf der Schlipfgrubalm. Es ist vorwiegend Pensionsvieh von Bauern aus Brannenburg. Diese Einkehralm ist ganzjährig bewirtschaftet. Als kleine Spezialität gibt es Schlipfkrapfen. Interessanter – unter almtypischen Gesichtspunkten – ist die Lechneralm. Sie ist Eigentum des Lechnerhofs oberhalb von Brannenburg. Der jetzige Kaser wurde im Jahr 1922 erbaut, die Almbewirtschaftung kann jedoch bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgt werden, denn in einem Rechtsstreit aus dieser Zeit wird die Alm bereits genannt. 60 Stück Vieh, davon vier Milchkühe, 15 Kälber, 80 Schafe und zehn Geißen bevölkern die Alm im Sommer. Es wird Butter und Käse hergestellt. Im Herbst wird aufgekränzt und das Almvieh in althergebrachter Weise ins Tal getrieben. Letzte Station auf unserer Rundtour ist die Schuhbräualm. Drei Bauern vom Chiemsee, von Flintsbach und von Brannenburg schicken hier etwa 20 Stück Vieh in die sommerliche Pension, wobei es auch Mutterkuh-Kalb-Haltung gibt. Früher gehörte die Alm zum Schuhbräu in Bad Aibling; das Gasthaus dort gibt es noch, die Brauerei ist jedoch verfallen. Der jetzige, gemauerte Almbau stammt aus dem Jahr 1898. Im Jahre 1928 erwarb die Familie Rauscher die Alm. Die „Lise“, der gute Geist der Alm, gehört bereits zur vierten Generation der Familie Rauscher, die zur Alm „fährt“. Es werden zwar keine Butter und kein Käse gemacht (diese werden von der Antretteralm, der Rampoldalm oder von der Lechneralm bezogen), dafür gibt es am Wochenende Kasknödel und selbst gemachte Kuchen. Jeden Dienstag wird auf der Schuhbräualm ein Radlfahrertag abgehalten.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte BLVA, 1 - 50 000, Blatt „Mangfallgebirge“.
VerkehrsanbindungAuf der Salzburger Autobahn (A 8) bis Inntaldreieck, weiter Richtung Kufstein bis Ausfahrt Brannenburg, in Ortsmitte weiter auf der Sudelfeldstraße, dann rechts in die Mühlenstraße und der Ausschilderung zum Gasthaus Kogl folgen; oberhalb dem Ortsteil Lechen großer Wanderparkplatz. Mit der Bahn bis Bahnhof Brannenburg, weiter zu Fuß am Kirchbach entlang zum Postheim; dort rechts auf der Straße in Richtung Gasthaus Kogl bis zur Wegverzweigung am Wanderparkplatz.
GastronomieSchuhbräualm (1240 m), privat, vom 1. Mai bis 30. Oktober bewirtschaftet. Schlipfgrubalm (854 m), privat, ganzjährig bewirtschaftet, Mittwoch Ruhetag. Weitere Almen in der Umgebung der Schuhbräualm - Lechneralm (1258 m), Rampoldalm (1280 m) und Antretteralm (1105 m). Auf allen drei Almen gibt es – aber nicht immer – Milch, manchmal auch Butter und Käse.
Tipps
Der Tipp für Kinder Eine Fahrt mit den gelben Wägen der Zahnradbahn auf den Wendelstein ist ein besonderes Erlebnis. Die alten Wägen aus dem Jahre 1910 werden allerdings nur bei Sonderfahrten eingesetzt, doch auch mit den neuen Waggons ist das ein kleines Abenteuer. Am Gipfel gibt es eine Einkehrstation, eine Kapelle und etwas unterhalb sogar eine Eishöhle. Der Talbahnhof befindet sich in Brannenburg, im Ortsteil St. Margarethen.
Informationen
Dauer - Vom Wanderparkplatz über die Schlipfgrubalm zur Lechneralm 1 1/2 Std., Übergang über die Rampoldplatte zur Schuhbräualm 1 Std., Rückkehr zum Ausgangspunkt 11/2 Std. Gesamtgehzeit: 3 1/2 Std.; Gipfelanstieg zur Hochsalwand von der Schuhbräualm 1 1/2 Std. (wer bereits von der Lechnerschneid auf den Gipfelweg einbiegt, benötigt nur die halbe Zeit).